Fakten

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Cover by Marvel

Comic:
Star Wars (Marvel 2015) Vol. 1: Skywalker strikes
Deutsch: Skywalker schlägt zu
Autor: Jason Aaron
Zeichner: John Cassaday
Verlag: Marvel Deutsch: Panini
Seiten: 160
Lesezeit: ca. 90 Minuten
Format: 17,1 x 0,6 x 26 cm
Erschienen: 06.10.2015
Preis: 13,99€

 Handlung

Die Geschichte setzt kurz nach Episode IV eine Neue Hoffnung ein und begleitet die Hauptfiguren Prinzessin Leia Organa, Luke Skywalker und Han Solo bei einer gefährlichen Mission auf dem Mond Cymoon 1. Um die größte imperiale Waffenfabrik zu Infiltrieren und von innen zu zerstören gibt sich Han Solo als Unterhändler von Jabba the Hutt aus von dem das Imperium Rohstoffe kaufen will. Natürlich läuft der Plan nicht völlig glatt und die drei Helden müssen mit C-3P0s und Chewbaccas Hilfe die Flucht hart erkämpfen.
Zurück von der Mission ist Luke voller Selbstzweifel ob seiner Machtfähigkeiten. Er lässt sich von Leia freistellen um auf seinem Heimatplaneten Tatooine auf die Suche nach sich selbst und nach Hinterlassenschaften Obi-Wan Kenobis zu gehen. Doch auf Tatooine erwarten Luke nicht nur Sandleute und Staub… Währenddessen hat Leia Han als Co-Piloten für eine Erkundungsmission zwangsrekrutiert. Die beiden sind auf der Suche nach einem geeigneten Ort für eine neue Rebellenbasis, da die Rebellion ihren Unterschlupf auf Yavin 4 aufgeben musste.

 Kurzreview

Was für ein Auftakt! Explosionen, Lichtschwertduell, Wortgefechte, Sabotage, AT-AT-Gestampfe und der Millenniumfalke hat mal wieder seine kleinen Aussetzer, wenn es am wenigsten passt. Und das allein in der ersten Hälfte dieses Sammelbandes! Die ersten Kapitel dürften jedes Fanherz höherschlagen lassen. Die Mission mit dem Ziel eine der wichtigsten imperialen Waffenfabriken zu vernichten wird ohne Zeitsprünge in einem Fluss erzählt und bietet Star Wars Feeling pur. Die Rebellen versuchen das Imperium reinzulegen, Han und Leia liefern sich hitzige aber dennoch gewohnt charmante Wortgefechte, „Goldrute“ 3P0 ist wie immer stets bemüht aber amüsant überfordert, Luke versucht nach Leibeskräften seinem Jedierbe gerecht zu werden und Chewbacca tut was er am besten kann: Han und den anderen den Arsch retten.
Die zweite Hälfte legt den Fokus dann ein bisschen mehr auf die Charaktere. Vor allem auf Luke und seine Suche nach sich selbst. Darum wird das Tempo ein bisschen gedrosselt. Während der Leser Einblick in Lukes Innenleben erhält werden Han und Leia eher über ihre Dialoge miteinander eingehender charakterisiert. Das sorgt für Abwechslung und im Falle von Hans und Leias verbalen Scharmützeln auch für das eine oder andere Grinsen. Der Cliffhanger am Ende verspricht auch hier schon neuen unterhaltsamen Stoff für den nächsten Band.
An dieser Stelle lege ich euch nahe Star Wars (Marvel 2015) und Darth Vader parallel zu lesen. Beide Werke sind eng miteinander verzahnt und einige Dinge werden in der jeweiligen Serie nur angedeutet und finden in der anderen Serie letztendlich statt. Beide Werke lassen sich, ganz dem Gedanken des Transmedia Storytellings folgend, für sich genommen lesen. Jedoch gibt es einen wirklichen Mehrwert, wenn man beide Serien parallel verfolgt. Nicht zuletzt auch deshalb, da beide Serien nach jeweils zwei Sammelbänden im Crossover Vader Down aufeinandertreffen bevor sie wieder getrennt weiterlaufen. Im Gegensatz ist die Optik von Skywalker strikes/Skywalker schlägt zu nicht so kühl wie bei Vader Down und das Spiel mit Licht, Schatten und Kontrast nicht ganz so sehr ausgeprägt. Ansonsten ist der Look ähnlich und auf jeden Fall stimmig.

Fazit

Man… ich muss mich wiederholen: Ich freue mich wirklich auf den nächsten Band! Bisher ist die Serie Star Wars Feeling vom allerfeinsten und weiß sehr gut zu unterhalten. Die Überschneidungen mit der Serie Darth Vader sind ein echter Mehrwert! Beide Comics profitieren voneinander. Jetzt ergibt rückblickend auch das eher mäßige Tempo des ersten Vader Bandes als Gegenpol zum hitzigen Auftakt auf Seiten der Rebellen einen Sinn. Natürlich sind beide Serien eigenständig. Betrachtet man sie jedoch als einen Komplex, als zwei Seiten derselben Medaille, dann muss man beide Serie in ihrer Gesamtheit bewerten. Da ist zumindest mein erster Gesamteindruck wirklich gut.

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