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The Shu-Torun War Cover (Quelle: Marvel)

Fakten

Comic: Star Wars – Darth Vader Vol. 3:
The Shu-Torun War
Autor: Kieron Gillen
Zeichner: Salvador Larroca
Verlag: Marvel
Seiten: 136
Lesezeit: ca. 60-90 Minuten
Format: 17,1 x 0,6 x 26 cm
Erschienen: 06.01.2016
Preis: 13,99€

Handlung

Der Planet Shu-Torun ist einer der der wichtigsten Lieferanten verschiedener Metallerze für die imperialen Waffenschmieden. Um den Verlust des Todessterns und der Waffenfabrik auf Cymoon 1 zu kompensieren läuft die imperiale Produktion auf Hochtouren. Im Vorgeschalteten Annual stattet Vader dem Königshaus von Shu-Torun einen Besuch ab um die zukünftige Versorgung des Imperiums zu sichern und um sicher zu gehen, dass die gewünschten Quoten zukünftig erreicht werden. Darth Vader gerät dabei in einen Hinterhalt, kann jedoch die königliche Familie auslöschen. Lediglich die jüngste Tochter lässt er am Leben um sie zur gefügigen Königin unter imperialer Kontrolle zu machen. Dieses Kapitel spielt einige Zeit vor der Haupthandlung des Sammelbandes.
Nach den Geschehnissen auf Vrogas Vas in Vader Down ist Vader nach Coruscant zurückgekehrt um Karbins Leichnahm dem Imperator zu überbringen. Dieser schickt Vader sogleich nach Shu-Torun um die dort installierte Königin im Kampf gegen rebellierende Barone zu unterstützen. Unterstützt wird er hierbei auf Wunsch von Grand Generall Tagge von Cylo und seinen Schützlingen und Rivalen um Vaders Position. Außerdem trommelt Vader anonym eine Gruppe Kopfgeldjäger zusammen, die er mit der Suche nach Dr. Aphra betraut…

Kurzreview

Nach dem eher seichten Event Vader down wird die Story um den Shu-Torun Krieg wieder etwas komplexer. Es gibt verschiedene Interessensparteien – auch innerhalb der imperialen Reihen – die gegeneinander arbeiten und einander verraten. Die Story bezieht ihre Spannung also aus verschiedenen Intrigen und Hinterhalten. Erstmals werden in der Reihe auch zumindest oberflächlich die politische Lage und die gegenseitige Abhängigkeit des Imperiums und eines rohstoffreichen Planeten thematisiert. Das ist nicht übermäßig tiefgreifend aber bereichert die Serie um eine neue Facette. In diesem Sammelband steht eindeutig Vader selbst wieder im Vordergrund und wird über seine Interaktion mit den verschiedenen Parteien deutlicher charakterisiert als in den vorigen Bänden. In manchen Szenen ist der dunkle Lord sogar ziemlich cool. Da stört es gar nicht, dass Dr. Aphra, die ja nun zeitweise die Serie gewechselt hat, und der in Band zwei etablierte Thanos in diesem Arc gar nicht auftauchen. Aufgelockert wird das ganze wie immer durch die beiden Droiden Beetee und vor allem Triple Zero. Der erscheint in diesem Band ganz besonders böse aber deswegen umso unterhaltsamer. Natürlich gibt es auch wieder jede Menge Action. Die Actionszenen – seien es Feuergefechte oder Laserschwertkämpfe – bekommen angemessenen Raum zur Entfaltung sind aber angenehm kurz und knackig. Was mich bisher an der Vader Serie ein kleines bisschen stört, ist das Vaders Machtfähigkeiten sein Allheilmittel sind. Immer wenn es mal brenzlig, also wirklich spannend wird, packt er einen Jedi- bzw. wohl eher SIthtrick aus – meistens schleudert er etwas weg oder zieht es zu sich heran – und rettet sich mit zu großer Leichtigkeit aus jeder Lage. Da wäre mehr Potential für Spannung da als tatsächlich ausgeschöpft wird. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau!
Das Ganze ist, wie aus den Vorgängern schon bekannt, wirklich hübsch in Szene gesetzt. Gefühlt setzt der Look nicht mehr ganz so stark auf extrem hohe Kontraste. Schatten in den Gesichtern sind in den meisten Szenen längst nicht mehr so dunkel. Auf dramatische Beleuchtung wird aber nach wie vor gebaut. Der von Lavamassen und schwarzem Fels dominierte Planet Shu-Torun verleiht den Außenszenen eine düstere, von Rot- und Gelbtönen dominierte Atmosphäre und erinnert stark an Mustafar aus Episode III. Besonders ansprechend fand ich dabei die relativ vielen großformatigen Panels, die teils sogar gänzlich ohne Text auskommen. Das hat man wohl ein wenig mehr von Vader Down übernommen. Am Ende gibt es wie üblich wieder einen kleinen Hinweis auf die Fortsetzung. In der scheinen Thanos und Aphra dann auch wieder mit von der Partie zu sein.

Fazit

Wie auch die Parallelserie Star Wars (Marvel 2015) kann die Darth Vader-Serie ihre Qualität gegenüber Vader down wieder deutlich steigern. Zusammen mit Band zwei hat mir dieser Band bisher am besten gefallen. Dabei ist der grundverschieden.

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