Fakten

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Chewbacca Cover (Quelle: Marvel)

Comic: Star Wars: Chewbacca
Autor: Gerry Duggan
Zeichner: Phil Noto
Verlag: Marvel Deutsch: Panini
Seiten: 112
Lesezeit: ca. 50 Minuten
Format: 17,1 x 0,6 x 26 cm
Erschienen: 08.03.2016
Preis: 11,99€

Handlung

Chewbacca ist mit seinem Raumgleiter auf einem unbekannten Planeten abgestürzt. Als er in die nächstgelegene Stadt geht um benötigte Ersatzteile zu besorgen trifft er das Mädchen Zarro. Ihr Vater ist Bei dem skrupellosen Jaum hoch verschuldet und darum zwingt dieser das Mädchen und ihren Vater zur Sklavenarbeit in seiner Mine. Doch Zarro konnte mit Hilfe ihres Vaters entkommen und ist nun auf der Suche nach Hilfe. Chewbacca lässt sich zunächst nur widerwillig von seiner eigentlichen Mission abhalten. Letzten Endes entschließt er sich dann doch dem Mädchen zu helfen, denn er weiß genau wie es ist als Sklave zu leben…

Kurzreview

Die Handlung der in einem Sammelband abgeschlossenen Mini-Serie spielt kurz nach Episode IV eine neue Hoffnung und ist recht überschaubar. Der Plot ist simpel, etwas vorhersehbar aber sonst soweit ganz nett. Die Geschichte erinnert mich eher an eine Star Wars Clone Wars Episode als an die Filme der Orginaltrilogie.  Da wäre durchaus mehr drin gewesen für unseren allerliebsten Zottelhünen.
Der Comic lebt von dem Zusammenspiel von Chewy und Zarro. Über dieses Verhältnis wird Chewbacca weiter ausdefiniert als wir ihn in den Filmen zu sehen bekommen. Der Fokus liegt hier klar auf der hilfsbereiten und liebenswürdigen Seite des Wookies. Aber auch die kleine Zarro bekommt angemessen viel Raum. Ihr jugendlicher Optimismus und Tatendrang machen sie zu einem sympathischen Charakter, der bisher allerdings weniger hängenbleibt. Das Erscheinen des Wookies und der Kampf gegen den Sklavenhalter Jaum und das Imperium könnten den Charakter aber nachhaltig prägen. Vielleicht gibt es irgendwann ein Wiedersehen. Für Fans der Originalfilme bietet die Mini-Serie am Rande auch noch ein nettes Detail: Wir erfahren, was aus Chewbaccas Medaille wurde, die er nach der Schlacht von Yavin verliehen bekam.
Bleiben wir auch direkt bei Chewy: Der macht den Comic nämlich durchaus zu etwas Besonderem: Wie in den Filmen auch, kann sich der Wookie nur über Grunz-, Knurr- und Grummellaute verständigen. Obwohl er im Zentrum der Geschichte steht entscheiden sich die Macher zu dem mutigen Schritt nicht alles in Basic zu übersetzen. Das führt natürlich zu einigen Kommunikationsschwierigkeiten und ganz netten Situationen mit der jungen Zarro. Chewbacca ist stets bemüht sich sowohl mit Händen und Füßen als auch mit seiner Mimik verständlich machen. So bleibt ein gutes Stück Arbeit am visuellen Storytelling und den Händen des Zeichners Phil Noto hängen. Der macht einen sehr anständigen Job und stellt Chewbacca angemessen als den Krieger mit dem Herz am rechten Fleck dar, als den wir ihn kennen. Notos aufgeräumter sehr klarer und leicht reduzierter Stil ergänzt durch die fast pastellartige Farbpalette hebt den Comic angenehm von den anderen aktuellen Star Wars Comics ab. Das Ganze wirkt fast ein bisschen retro.

Fazit

Star Wars: Chewbacca ist eine nette kleine Geschichte für zwischendurch, die die liebenswürdige Seite des gleichnamigen Wookies untermauert. Obwohl die Story Tiefe vermissen lässt und recht vorhersehbar ist, bietet der Comic eine unterhaltsame Stunde Lesevergnügen in netter Optik, die sich angenehm von anderen aktuellen Star Wars Comics abhebt.

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