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C-3PO Cover (© Marvlel)

Fakten

Comic: Star Wars Special: C-3PO
The Phantom Limb
Autoren: James Robinson
Zeichner: Tony Harris
Verlag: Marvel
Seiten: 40
Lesezeit: ca. 20-25 Minuten
Format 17,6 x 0,2 x 26,4 cm
Erschienen: 13.04.2016
Preis: 4,99 $ / 4,49 €

Handlung

Admiral Ackbar wurde von der First Order gefangengenommen. Der Allianz gelang es jedoch den Protokolldroiden Omri in ihre Gewalt zu bringen, der den Aufenthaltsort des Mon Calamari kennt. Als der Droide zu einem Stützpunkt überführt werden soll, stürzt das Schiff der Allianz ab, die menschliche Besatzung stirbt und das Schiff explodiert. Der Protokolldroide C-3PO, ein Konstruktionsroboter, ein Med-Droide und ein militärischer Sicherheitsroboter bleiben übrig. Sie sehen ein, dass sie zusammenarbeiten müssen und gehen ein zerbrechliches Bündnis mit ihrem Gefangenen Omri ein um gemeinsam den beschwerlichen Weg zu einem anderen Schiffswrack über den lebensfeindlichen Planeten zu meistern und von dort mit der Funkanlage des Schiffs Hilfe zu rufen.

Kurzreview

Der One-Shot spielt im Zeitraum vor Star Wars Episode VII – Das Erwachen der Macht und erzählt die Geschichte wie C-3PO zu seinem roten Arm kam. Der ganze Comic kommt fast ohne – rein biologisch betrachtet – lebende Charaktere aus. Der Leser begleitet die Droiden beim Weg über den Planeten zur erhofften Rettung. Die Stärke des Comics sind hierbei ganz klar die Dialoge, denn der Autor James Robinson macht sich zu Nutze, dass es nur droidische Protagonisten gibt. Dies eröffnet Raum die ansonsten eher in Nebenrollen abgedrängten Figuren wie C-3PO einmal näher zu beleuchten. So erfährt der Leser beispielsweise wie es sich für die Roboter anfühlt, wenn ihr Gedächtnis gelöscht wird und sie sich in „Flashes“ an Fragmente vor ihrer Re-Konfiguration erinnern. Die Droiden philosophieren zudem über die Zwänge ihrer Programmierung, freie Entscheidungen und – nennen wir es der Einfachheit halber so – Gefühle. Das bereichert die Blechkameraden um völlig neue interessante Facetten und verleiht dem Ganzen im gewissen Rahmen eine philosophische Tiefe oder wirft zumindest philosophische Fragen beim Leser auf. Für einen bummelig 40-seitigen One-Shot eine durchaus beachtliche Leistung.
Optisch gibt sich der Comic ein bisschen Retro. Dieser Eindruck entsteht bei mir vor allem durch die auf Blau-, Petrol-, Violet-, Magenta- und Gelbtöne reduzierte Farbpalette, den extremen Kontrast, die kräftigen Linien und tiefschwarzen Schatten. Die Bilder sind häufig in symmetrisch angeordneten auch gerne mal runden oder zumindest abgerundeten Panels angeordnet. Der optische Eindruck ist somit äußerst eigenständig und gefällt mir sehr gut.

Fazit

Der Comic um C-3PO ist von der Handlung her durch die Begrenzung auf nur 40 Seiten natürlich überschaubar, weiß aber durch tolle Optik und vor allem durch den Fokus auf die Droiden zu überzeugen. Die Dialoge verleihen den Robotern neue Facetten und mehr Tiefe. Zudem wirft der Comic Fragen zum Thema Roboter und Künstliche Intelligenz auf. Bei dem geringen Umfang beachtlich.

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