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Amaama to Inazuma (Quelle: Crunchyroll.com)

Fakten

Anime-Serie: Sweetness and Lightning /
Amaama to Inazuma
Staffel: 1
Folgen: 12 á ca 23 Minuten
Stream: Crunchyroll.com
Jahr: 2016

Handlung

Kouhei Inuzaka ist Lehrer und alleinerziehender Vater der kleinen Tsumugi. Vor einem halben Jahr verstarb seine Frau und seither muss er sich zwischen Kindergarten, Lehrerjob und Hausarbeit alleine um seine Tochter kümmern. Die beiden haben sich inzwischen in diese neue Situation eingefunden und führen ein mehr oder weniger geregeltes Leben. Nur eine Sache passt dem kleinen Mädchen nicht: Sie möchte endlich wieder mit ihrem Vater gemeinsam essen. Und zwar selbstgekochtes gesundes Essen, nicht immer nur fertige Bentos und Tiefkühlfutter aus dem Supermarkt.
Bei einem Restaurantbesuch lernen die beiden die Schülerin Kotori Iida besser kennen, die sie zuvor bereits in einem Park trafen. Diese sagt es zwar nicht direkt, aber sie leidet daran, dass sie stets alleine zu Hause ist, da ihre berühmte Mutter die meiste Zeit berufsbedingt nicht zu Hause ist. So kommt es, dass Kotori, die im Gegensatz zu ihrer dafür bekannten Mutter überhaupt nicht kochen kann, versucht die Inuzakas im Restaurant ihrer Mutter zu bekochen. Für mehr als Reis reichen ihre Fähigkeiten leider nicht aus. Da Kouhei auch nicht grade ein begnadeter Koch ist, seiner Tochter aber gutes Essen bieten möchte, tun die Drei sich zusammen um sich regelmäßig zum gemeinsamen Kochen und anschließendem Essen zu treffen.

Kurzreview

Sweetness and Lightning oder im Japanischen Amaama to Inazuma ist eine reine Slice of Life Serie, welche die drei Hauptfiguren in ihrem Alltag und vor allem beim gemeinsamen Kochen zeigt. Der Fokus liegt hierbei aber deutlich auf Kouhei und seiner kleinen Tochter Tsumugi. Von der Schülerin Kotori erfahren wir leider relativ wenig.
Die Serie ist stark episodisch aufgebaut und erzählt in jeder Folge eine mehr oder weniger abgeschlossene Geschichte. Das Ganze ist eher seicht gehalten und beschäftigt sich mit den kleinen Hürden im Alltag von Vater und Tochter. Einmal hat Tsumugi beispielsweise ärger mit anderen Mädchen im Kindergarten, weil sie gern die gleiche Rolle im Kindergartentheaterstück spielen möchten. Es geht also um echte Krisen. Auf diesem Niveau bewegen sich alle 12 Folgen der Serie. Trotz der Ausgangslage – Mutter/Frau vor einem halben Jahr verstorben – entschied man sich dafür eher lockere Unterhaltung statt ein Drama zu stricken. So bleibt leider auch die ganz große Charakterzeichnung und -Entwicklung aus. Der Anime lebt vor allem von der – mir fällt einfach kein besseres Wort ein – süßen Vater-Tochter-Beziehung von Kouhei und Tsumugi Inuzaka. Im Alltag der beiden läuft natürlich nicht immer alles glatt, aber mit viel Liebe und Geduld findet Tsumugis Vater doch immer irgendwie den richtigen Weg zum Happy End. Man könnte durchaus sagen, dass die Serie einen gewissen Feelgood-Charakter hat. Dazu trägt vor allem die kleine Tsumugi bei. Die hat ihren eigenen Kopf, ist leicht zu begeistern und zeigt all ihre Emotionen noch ziemlich ungefiltert. Man muss sie einfach gernhaben. Aber auch Kouhei ist ein absoluter Sympathieträger, wenn er sich aufopferungsvoll und mit vollem Einsatz um seine Tochter kümmert, sich sorgen macht oder auch mal ein ernstes Wort mit seiner Tochter spricht. Wie oben schon erwähnt bleibt Kotori als dritte im Bunde leider etwas blass auch wenn sie bei allen  Kochtreffen dabei ist. Nur in ein oder zwei Episoden bekommt sie etwas mehr Solo-Screentime. Aber auch sie ist absolut sympathisch und liebenswert – da hätte man also noch wesentlich mehr rausholen können. Das Dreier-Ensemble wird noch um ein paar ebenfalls sympathische Nebencharaktere ergänzt.
Neben der Story und den Charakteren bliebe da noch die Präsentation. Zeichenstil und Animationen der Serie sind auf einem normalen zeitgemäßen Niveau und fallen weder besonders positiv noch negativ auf. Die japanische Syncho fand ich gut, da alle Sprecher perfekt passten. Die deutschen Untertitel seitens Crunchyroll waren soweit ebenfalls absolut solide.

Anmerkung

Ich bin ja eigentlich der Typ für Binge-Watching. Aber bei dieser Serie fiel es mir ein wenig schwer 9 Folgen am Stück zu gucken (wollte meinen Crunchyroll 48H-Gästepass ausnutzen), obwohl sie abzüglich Opening und Ending nur etwa 20 Minuten dauern. Dies liegt zum einen an der episodischen Erzählweise und dem Fehlen einer wirklichen Rahmenhandlung und zum anderen an dem zwar netten aber auch recht seichten Inhalt des Anime. Somit ist die Serie in meinen Augen gut dazu geeignet ab und zu mal eine oder auch zwei Folgen einzuschieben. Man ist sofort wieder drin.

Fazit

Trotz der harten Ausgangslage bietet Sweetness and Lightning sehr seichte aber nette Slice of Life-Unterhaltung mit sympathischem Cast und Feelgood-Charakter. Die Episodischen Folgen sind schmackhafte Gutelaunesnacks für zwischendurch.

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