Fakten

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Coverartwork (Quelle: Splitter Verlag)

Comic: Sky Doll Collection: Band 1 – Spaceship
Autoren/Zeichner: Barbara Canepa &
Alessandro Barbucci & Andere
Verlag: Splitter
Seiten: 72
Lesezeit: ca. 45 Minuten Comics
Ca 10 Minuten Bonusmaterial
Format: 23,3 x 1 x 32,2 cm
Erschienen: 24.04.2009
Preis: 15,80 €

Handlung

Die Sky Doll Spaceship Collection 1 erzählt sechs kurze Episoden aus Noas vorherigen Leben. Die kurzen Geschichten zeigen sie vorwiegend in einer Vielzahl verschiedener Jobs. Von der Domina für religiöse Würdenträger über Farmarbeiterin und Chauffeuse war Noa bisher nämlich schon so einiges.

Kurzreview

Diese Sammlung von kurzen Episoden aus Noas Leben zeigt dem Leser wie vielseitig Sky Dolls eingesetzt werden. Noa weiß in der später spielenden Serie allerdings nichts mehr von ihren früheren Berufen, da das Gedächtnis einer Doll regelmäßig gelöscht wird, um keine allzu starke Persönlichkeitsbildung zuzulassen und Probleme zu vermeiden. Das erzählerische Spektrum reicht in diesem Album von Comedy bis Drama und greift mal mehr mal weniger explizit die sexuelle Ausbeutung der Dolls beziehungsweise deren Reduzierung aufs Dasein als Lustobjekt und Religionskritik auf. Das Besondere dabei ist, dass die Autoren der Hauptserie Barbucci und Canepa an der Entwicklung der Szenarios für die einzelnen Geschichten beteiligt waren, die Comics jedoch von völlig anderen Künstlern umgesetzt wurden. Lediglich für die sechste Kurzgeschichte zeichnete sich Barbucci selbst verantwortlich, bedient sich jedoch eines etwas anderen Zeichenstils als im Hauptwerk. Diese Episode könnte man übrigens als Prolog für die Serie sehen. Hier arbeitet die unzufriedene Noa bereits für Gott in seiner Spaceship-Waschanlage Heaven.
Durch die unterschiedlichen Zeichner hat jede Kurzgeschichte einen eigenen Look, wobei Story Nr. 2 „Bang Bang“ sehr grob und skizzenhaft daherkommt, was mir persönlich nicht besonders gut gefällt, orientieren sich „Die Puppe“, „Voodoo Child“ und Barbuccis „Smoke on the Water“ optisch am Original. Die übrigen beiden Geschichten bewegen sich stilistisch zwischen diesen beiden Stilen. Optisch und inhaltlich gefielen mir der Opener „Die Puppe“ und „Voodoo Child“ am besten. Die Puppe erzählt von Noas Ursprung in der Dolll-Fabrik und erinnert vor allem wegen der Farben ans Originalwerk, auch wenn sie etwas blasser sind und die Zeichnungen weniger starke Outlines aufweisen. Voodoo Child erinnert in seinem Stil stark an Barbucci-Werke wie eben Sky Doll aber vor allem auch Ekhö. Diese beiden Geschichten gefallen aber allerdings nicht nur wegen der Optik am besten: Beide Storys erzählen nämlich von den Wünschen der Dolls mehr als nur ein Objekt zu sein. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „Like a Virgin“. Diese Kurzgeschichte schafft es zudem einen sehr reduzierten Stil mit schickem Charakterdesign und kräftigen Rottönen zu verheiraten. Nach Die Puppe und Voodoo Child klar meine Nummer zwei.
Abgerundet wird die Sammlung durch eine kleine Sammlung von Skizzen und kurzen Kommentaren der Autoren/Zeichner zu ihren Arbeiten. Ein nettes Plus.

Fazit

Die Sky Doll Spaceship Collection unterfüttert in sechs teils witzig netten teils aber auch düster dramatischen Kurzgeschichten die Welt von Sky Doll mit interessanten Hintergründen und Facetten, die im Hauptwerk vielleicht weniger oder anders Beachtung finden. Für Fans eine nette Ergänzung.

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