Fakten

Anime-Serie: Kabaneri of the Iron Fortress /
Koutetsujou no Kabaneri
Staffel: 1
Folgen: 12 á ca 23 Minuten
Stream: Amazon Prime
Jahr: 2016

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Quelle: Amazon

Handlung

Vor über 10 Jahren wurde Japan von den Kabane überrannt. Dies sind Zombieähnliche Wesen, die jeden den sie beißen in einen der Ihren verwandeln und die nur getötet werden können in dem man ihr leuchtendes Herz zerstört. Inzwischen leben die Menschen in von großen Mauern umringten Städten und reisen zwischen diesen mit überdimensionalen gepanzerten Zügen umher. Der Junge Ikoma ist am Bau dieser Züge beteiligt und entwickelt in seiner Freizeit eine Waffe gegen die Kabane – den Durchschläger.
Eines Tages wird seine Heimatstadt von den Kabane angegriffen und Ikoma wird gebissen. Mit einer selbstgebauten Vorrichtung gelingt es ihm aber die Verwandlung in einen Kabane zu verhindern. Wie im die mysteriöse Mumei eröffnet ist er nun halb Mensch, halb Kabane – ein Kabaneri! Als solcher verfügt er über unmenschliche Kräfte, benötigt aber menschliches Blut um seine Menschlichkeit zu bewahren. Die beiden verlassen die Stadt mit einem Großteil ihrer Bewohner in einem Zug auf der Suche nach einer neuen Heimat und einem Weg die Kabane zu vernichten.

Kurzreview

Ich muss gestehen, dass die Trailer mich sehr neugierig gemacht haben. Die Animationen waren wirklich „top notch“ und die allgemeine Optik ganz hübsch. Die Handlung sah aber wieder sehr nach Attack on Titan aus. Genau dieser Eindruck bestätigte sich. Genauer Gesagt ist die Geschichte bzw. das Konzept ordentlich zusammengeklaubt. Hier trifft Attack on Titan (Die ummauerten Städte) auf Zombiefilme (Die Kabane eben…), Steampunk, Snowpiercer (die Menschen reisen im riesigen Zügen umher und es kommt zu Konflikten) und auf Ghibli Filme (der „schwarze Rauch“ sieht verdammt nach dem vollgefressenen Ohngesicht aus). Soweit so innovativ. Die eigentliche Handlung ist auch relativ durchschnittlich: Loser wird zu etwas Besonderem. Tausendmal gesehen. In der zweiten Hälfte wird die Handlung aber komplexer und etwas spannender. Hier erfahren wir nämlich mehr Hintergrundinformationen über Mumei und es taucht neben den Kabane ein neuer Feind auf. Denn wie im klassischen Zombiefilm auch geht die größte Gefahr immer noch von anderen Menschen aus. Leider konnten mich die Charaktere nicht wirklich überzeugen. Der Hauptcharakter hat zwar nachvollziehbare Motivationen, verkommt aber zu oft zum Jammerlappen. Am sympathischsten sind leider die Nebenfiguren.
Auch der visuelle Eindruck der Trailer bestätigte sich leider nur zum Teil. Die Actionszenen sind über jeden Zweifel erhaben und sind schön flüssig animiert. Aber wie in den meisten Anime gibt es dennoch auch häufige Standbilder, die das ganze leider doch wieder auf durchschnittliches Niveau runterziehen. Auch was den Soundtrack betrifft bleibt Koutetsujou no Kabaneri leider ein gutes Stück hinter dem Vorgängerwerk Attack on Titan zurück. Der Anime ist bei weitem nicht schlecht, auch klingt dieser Kommentar sicher negativer als er wirklich gemeint ist, aber vollends überzeugen konnte die Serie mich nicht. Positiv ist in meinen Augen aber, dass der aufgemachte Handlungsbogen abgeschlossen ist. Das liegt sicherlich vor allem daran, dass er ein Originalwerk ist und nicht nur als aufgeblasene Werbung für einen Manga, eine Light oder Visual Novel dient.
Als letzter Punkt soll nicht unerwähnt bleiben, dass Amazon Instant Video mit dieser Serie in den Markt für Anime-Simulcasts eingestiegen ist. Eine Entwicklung, die ich als Fan von Anime sehr begrüße und weiterverfolgen werde. Die Qualität des deutschen Untertitels empfand ich außerdem als durchaus gelungen.

Fazit

Für eine zweite Staffel wünsche ich mir eine bessere Handlung und dass die Charaktere interessanter werden, denn das Ausgangssetting mit den Kabane und den Steampunk-Elementen gefällt mir eigentlich gut. Auch die Züge haben durchaus Potential.

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