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Was wäre die #StarWarsWoche OHNE ein Review zu einem der Filme? Richtig, unvollständig! Daher bekommt ihr heute mein Review zu The Force awakens, welches ich vor einem Jahr, also lange vor diesem Blog geschrieben habe. Viel Spaß!

Fakten

Titel: Star Wars Episode VII:

Das erwachen der Macht

Regie: J. J. Abrams
Genre: Science-Fiction, Action, Space Opera
Studio: Disney/Lucasfilm
Laufzeit: 136 Minuten
Erschienen: 17.12.2015

Review (Spoilerfreier Teil)

Die gute Nachricht zuerst: Der Film fühlt sich wieder richtig nach Star Wars an und er unterhält gut. Es ist staubig, dreckig und nicht so blankgeputzt wie die leblose CGI-Welt der Prequeltrilogie. Die Alienkostüme sind zudem um einiges charmanter als bloße CGI. Und die CGI die es gibt ist natürlich über jeden Zweifel erhaben.
Die neuen Darsteller machen im Großen und Ganzen eine gute Figur. Besonders John Boyega/Finn und Daisy Ridley/Rey stechen hervor und harmonieren einfach prima zusammen. Rey finde ich als weibliche Hauptrolle spitze. Finn und Rey sind vor allem eines: Sehr menschlich und nachvollziehbar. Überhaupt gefallen mir die Figuren gut. Besonders die Auftritte der alten Helden lassen jedes Fanherz höher schlagen. Han Solo flucht wie eh und je und ist auch als Opa immer noch eine coole Socke mit seinem schiefen Lächeln und markigen Onelinern. Da sind wir auch gleich beim nächsten Punkt: Star War glänzt auch mit viel Humor ohne an ernst einzubüßen. Der Witz steht wieder stark in der Tradition der alten Trilogie. Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, denn in Szenen und im gesprochenen Wort wird häufig auf die anderen Star Wars Filme angespielt und fleißig zitiert.
Und eines muss noch unbedingt gesagt werden: Das Lichtschwertduell fühlt sich großartig an! Roh, wütend und vor allem verdammt… wie soll ich sagen? Physisch. Es fühlt sich einfach „echter“ an und das ist großartig und macht Spaß. Neben all dem Lob gibt es aber auch Kritikpunkte, die ich allerdings in dem Spoiler stecken muss.

Review (Teil enthält Spoiler)

Rey und Finn haben viel Screentime und sind eindeutig die Hauptfiguren. Die meisten anderen Figuren (außer Han Solo und Chewy) bleiben recht blass. Über Poe Dameron, Captain Phasma, Supreme Leader Snoke und vor allem Kylo Ren weiß man viel zu wenig. Tausend fragen bleiben offen und bieten potential für großartige Fortsetzungen, das hoffentlich genutzt wird! Was ist damals mit Kylo Ren passiert? Wer oder Was waren die Knights of Ren? Wer ist Supreme Leader Snoke und woher kommt er? Was für eine Rolle wird Fliegerass Poe Dameron noch spielen? Wie ist Lukes/Anakins altes Lichtschwert wieder aufgetaucht?
Ein Neutraler Punkt wäre das aufgreifen bereits bekannter Motive – allem voran die Vater-Sohn-Thematik, die sich durch alle Star Wars Filme zieht. Ich finde sie eigentlich nicht schlecht… Aus Kylo Ren muss man allerdings mehr machen!
Aber nun zu den wirklich negativen Seiten: Allem voran ist das größte Manko die Story. Todesstern 3.0? Rebell mit wichtigem Wissen wird von der First Order gefoltert, wird befreit und flüchtet dann? Die Starkiller Base muss – Überraschung! – wieder vernichtet werden indem der Generator zerstört wird? Are you Serious? What the Fuck?
A New Hope trifft Return of the Jedi würden böse Zungen behaupten und lägen gar nicht mal so falsch. Die Story – ist als Kenner der Serie – Mist! Da hätte man sich wirklich weiter aus dem Fenster lehnen müssen! Aber trotzdem weiß der Film durchaus zu gefallen wenn man in der Lage ist über diesen zugegebenermaßen wirklich großen Kritikpunkt hinwegsehen kann. Ein weiterer Kritikpunkt ist die angedeutete innere Zerrissenheit von Kylo Ren. Er spricht drüber, gesteht es sogar seinem Meister und verhält sich dann doch nicht so. Die Ambivalenz des Charakters hätte man mehr ausspielen müssen. Hoffentlich kommt das in den Fortsetzungen deutlicher zum tragen. Bisher benimmt der sich leider eher wie ein bockiges Kind. Und dann wäre da noch das tragische Ende der Ikone Han Solo… Dieser Meilenstein der Filmgeschichte, einer der kultigsten Charaktere überhaupt und einer der absoluten Fanlieblinge hätte einen dramatischen würdigeren Abgang verdient! Nein, er hätte ihn bekommen MÜSSEN! Das fand ich wirklich enttäuschend. Nicht, dass sie ihn haben sterben lassen. Jeder muss mal gehen, auch Helden, nur so werden sie unsterblich. Aber es ist die Art und Weise die dieser Figur unangemessen ist.
Dann fallen mir spontan noch drei kleinere Kritikpunkte ein, die zumindest mich stören. Erstens: Die Starkillerbase zerstört mehrere Planeten. Unter anderem Hosnian Prime, den Regierungssitz der Republik und niemanden scheint’s zu stören? Die Zerstörung der Basis mag die Reaktion darauf sein, aber irgendwie zeigt niemand eine angemessene Reaktion auf diese Zerstörung. Fühlte sich für mich ein wenig eigenartig an. Und Zweitens: General Hux, Oberster Befehlshaber der First Order, ist in meinen Augen vieeel zu Jung! Ich Mag Domhnall Gleeson als Schauspieler, das ist nicht der Punkt. Der sieht aber eben nun mal verdammt Jung aus. Alleine darum nehme ich ihm diese Rolle nicht ab. Das wirkt ein bisschen bei den Haaren herbeigezogen.

Fazit (Spoilerfrei)

Star Wars lebt! Es ist wieder dreckiger, lebendiger und echter als die Prequeltrilogie und allem voran fühlt es sich wieder nach Star Wars an. Trotz verschenkten Potentials durchaus ein guter Film. Wird das angedeutete Potential in den Fortsetzungen genutzt und sich der aufgeworfenen Fragen angenommen, dann kann die neue Trilogie super werden. Den ersten Film alleinstehend zu betrachten dürfte nur bedingt funktionieren. Achja! BB-8 ist super und komplettiert das Droidentrio perfekt!

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