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Fakten

Serie: Star Wars Rebels Staffel 2
Folgen: 22
Laufzeit: ca. 23 Minuten

Handlung

Nachdem sich die Crew der Ghost um die Jedi Kanan und Ezra am Ende der ersten Staffel einem größeren Rebellenverbund, der Phönixstaffel, angeschlossen hat, ändern sich ihre Missionen etwas: Kleinere Sabotagen oder Diebstähle zur Selbstversorgung gehören nun der Vergangenheit an. Ab sofort dient die Crew einem höheren Zweck: Der Rebellion als Bewegung. So spielt sich der Großteil der Handlung nun nicht mehr im Dunstkreis von Lothal ab, sondern die Freunde bereisen den gesamten äußeren Rand auf der Suche nach neuen Verbündeten, einer geeigneten Basis und neuen Schiffen. Doch das Imperium ruht nicht. Agent Kallus, Darth Vader und vor allem weitere Inquisitoren machen der Rebellion das Leben schwer. Als wäre das nicht genug hat Kanan alle Hände voll damit zu tun den Jungen Ezra auszubilden, denn dessen Fähigkeiten wachsen schneller als Kanan mit dem Lehren seines Schülers hinterherkommt… Zum Glück kann er sich Rat bei der ehemaligen Ahsoka Tano und dem verschwundenen Meister Yoda suchen.

Kurzreview

Staffel zwei der Serie knüpft direkt an die erste Staffel an und setzt das Konzept unmittelbar fort. Die lockere Rahmenhandlung wird vor dem Hintergrund in sich abgeschlossener Einzelepisoden erzählt. Jedoch bauen die folgen minimal stärker aufeinander auf als in der vorigen Staffel. Zu Beginn und zum Ende der Staffel gibt es wieder einen jeweils zwei folgen umfassenden größeren Story-Arc. Besonders das Finale gefiel mir vor der düsteren Kulisse eines alten Tempels und mit dem Wiedersehen eines alten Bekannten außerordentlich gut. Die ganze Staffel arbeitet dieses Mal rückblickend betrachtet auch etwas konsequenter auf das Finale hin. Gelungen.
An dieser Stelle spare ich mir eine Charakterisierung der bereits etablierten Hauptfiguren und verweise auf mein Review zur ersten Staffel und reiße hier kurz die Neuzugänge an. Wie eingangs erwähnt macht die Rekrutierung neuer Rebellen nun einen erheblichen Teil der Arbeit für Hera Syndulla und ihre Crew aus. Die wichtigsten zwei neuen sind zum einen die ehemalige Jedi Ahsoka Tano und der alre Klonkrieger Rex. Ahsoka hat dem Jediorden zwar den Rücken zugewand, verkörpert jedochc nach wie vor alles wofür die Jedi stehen. Vielleicht so besser als sie es als Jugendliche in den Klonkriegen konnte. Bisher hat Ahsoka in Rebels nur wenig Neues von sich preisgegeben. Sie ist aber auf Grund ihrer Backgroundstory mit ihrer Verbindung zu Anakin Skywalker auf jeden Fall ein interessanter und spannender Charakter, der eine weitere kleine Facette zur Serie hinzufügt. Weniger spannend, aber aus Sicht des Transmedia Storytellings, das ich euch im Rahmen dieser Themenwoche hoffentlich näher bringen kann, interessant, ist der alte Klonkrieger Rex. Er ist ein alter Freund von Ahsoka Tano und war einer der wichtigsten Klone in Star Wars Clone Wars. Als ausgedienter Soldat verfügt er über jede Menge praktische Kampferfahrung und taktisches Verständnis. Mit diesen Fähigkeiten ist er ein wichtiger Verbündeter in den Reihen der Rebellion. Beide neuen Nebenfiguren begleiten die Crew der Ghost hin und wieder auf ihren Missionen, gehören aber nicht zur Stammbesatzung. Auf Seiten des Imperiums wurde der Großinquisitor durch zwei weitere, meistens gemeinsam auftretende neue Inquisitoren abgelöst. Diese verfügen über die zwar ganz witzige aber völlig hanebüchene Fähigkeit ihre rotierenden doppelseitigen Lichtschwerter zum Fliegen einzusetzen. Durch solche Moves sind die recht häufigen Laserschwertduelle (vor allem mit der agilen Ahsoka) aber flott und cool inszeniert und können sich sehen lassen. Weitere Zugeständnisse an eine Junge Zielgruppe sind nach wie vor wieder Choppers Slapstickeinlagen oder ein paar over the Top-Momente. Etwa wenn Kanan und Erza auf der Außenhülle eines Raumschiffes mitfliegen. Durch den teils etwas düsteren Ton und die Verlagerung des Fokus auf die Rebellion als größere Bewegung erschien mir die zweite Staffel dennoch etwas erwachsener als die vorige Season. Vor allem geht der kindgerechte Humor etwas zurück. Wo wir bei Humor sind sollte die Folge Nr. 8 nicht unerwähnt bleiben! Kanan und der Klon Rex machen sie mit ihren Meta-Kommentaren für mich als Fan nämlich zum humoristischen Highlight der Staffel! Ich sage nur: „Warum lässt uns das Imperium nur dauernd diese Dinger stehlen?“ oder „Du schießt schon wie ein echter Sturmtruppler!“ – „Ich kann in diesem Ding überhaupt nichts sehen!“
Zu Kanan und Ezra muss ich nun aber doch noch ein paar Worte verlieren, denn um die beiden dreht sich neben der Rebellion an sich ein Großteil der Handlung. Kanan merkt ziemlich schnell, dass er selbst ein besserer Jedi und stärker werden muss um Ezra angemessen trainieren zu können, denn Ezra wird von Tag zu Tag mächtiger. Aber mit seinem Mangel an Disziplin und seiner Trauer über den Verlust seiner Eltern und seiner Wut auf das Imperium ist Ezra empfänglich für die Dunkle Seite. Dies dürfte eines der zentralen Motive für den weiteren Verlauf der Serie werden. Bereits das Finale dieser Staffel, wenn man aufmerksam war aber bereits auch schon kleinere Hinweise zuvor, deuten immer wieder in diese Richtung und versprichen eine spannende Zukunft. Besonders die dauernde Konfrontation mit Inquisitoren oder Vader persönlich dürften hier von besonderem Interesse sein.

Fazit

Staffel Nummer zwei ist eine konsequente Fortsetzung der ersten Staffel und schafft es die etwas kindischen Aspekte zugunsten erwachseneren Humors und eines Teils etwas düstereren Tons zurückzufahren. Das steht der Serie gut und macht Lust auf mehr. Grade im Hinblick auf Transmedia Storytelling gefällt mir die Serie.

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