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Copyright: Marvel

Moin,
heute werde ich mich einmal relativ kurzfassen, da es um den finalen Band von Marvels Darth Vader Serie geht. Daher möchte ich natürlich möglichst wenig verraten, schließlich klären sich nun alle offenen Fragen und Verhältnisse.

Fakten

Comic: Star Wars – Darth Vader Vol. 4:
End of Games
Autor: Kieron Gillen
Zeichner: Salvador Larroca
Verlag: Marvel
Seiten: 168
Lesezeit: ca. 60-90 Minuten
Format: 17,1 x 0,6 x 26 cm
Erschienen: 06.12.2016
Preis: 14,95€ (Stand: 19.12.16)

Handlung

Darth Vader verfolgt noch immer seine eigene Agenda und ist auf der Suche nach Dr. Aphra. Inspektor Thanos begeht derweil den Fehler sein Wissen über Vaders geheime Machenschaften zu offenbaren und bezahlt dafür mit seinem Leben. Jedoch nicht ohne davor Aphras Aufenthaltsort zu verraten. Vader schickt die Droiden Triple-Zero und BeeTee-One um die Doktorin zu fangen.
Um ihren Kopf in letzter Sekunde aus der Schlinge zu ziehen wagt Dr. Aphra einen riskanten Plan und erschleicht sich eine Audienz bei Imperator Palpatine und lässt ihren Auftraggeber Vader ins vermeintliche Messer laufen um ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Doch Aphra ist nur eines von Vaders Problemen: Cylo, Vaders letzter Konkurrenz um Palpatines Gunst, verfolgt inzwischen eigene Ziele und wendet sich gegen das Imperium…

Kurzreview

Wie eingangs erwähnt möchte ich mich dieses Mal kurzfassen. Über die Charaktere gibt es ohnehin nicht mehr viel zu erzählen. Der spannendste Charakter in diesem Band ist wieder der namensgebende dunkle Lord, denn über Rückblenden und Gedanken erfahren wir mehr über sein Trauma, dass er damals auf Mustafar erlitten hat. Die Charakterzeichnung der übrigen Figuren ist größtenteils abgeschlossen und die Geschichte konzentriert sich auf die Auflösung von Vaders Geheimnissen vor dem Imperator, auf Aphras Schicksal und auf die finale Konfrontation mit Cylo, klammert also den Konflikt mit der Rebellenallianz aus. Dem entsprechend gibt es wieder einen guten Anteil von Actionsequenzen, die sich jedoch mit Dialogen etwa die Waage halten. Das Ganze findet im gewohnt düsteren kühlen Ton statt. Nur die Droiden sorgen wieder für Auflockerung und geben eine ganze Menge amüsante Kommentare von sich. Ich mag Triple-Zeros bisweilen wirklich bösen Humor! Die Auflösung von Vaders Geheimnissen vor dem Imperator fand ich durchaus gelungen, ebenso wie Aphras weiteres Schicksal. Der Konflikt gegen Cylo war in meinen Augen allerdings ziemlich durchschnittlich und nur bedingt wirklich spannend. Das Niveau des 2. Und 3. Sammelbandes erreicht der Abschluss der Geschichte leider nicht ganz, kann aber dennoch gut unterhalten. Trotz fortgeschrittener Uhrzeit und Müdigkeit war ich vom Comic immerhin so gefesselt, dass ich ihn nach um 1 Uhr in einem Rutsch durchgelesen habe. Leider musste Inspektor Thanos viel zu früh dahinscheiden. Der Sherlock-Holmes Verschnitt hätte durchaus mehr Raum verdient. Grade nach seiner fatalen Aussprache mit Vader hätte das Verhältnis zwischen den beiden Figuren richtig spannend werden können. Nach Band zwei und dem Rebel Jail Arc der Parallelserie haben wir leider auch nur noch sehr wenig über Aphra erfahren. Das ist sehr schade, da der Charakter so weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Für die Fortsetzung im bereits laufenden Spin-Off Dr. Aphra wünsche ich mir mehr Tiefgang für die namensgebende Heldin um sie weiter von „Han Solo und Indiana Jones in weiblich“ abzuheben und ihr eine eigene Note zu verleihen.
Optisch kann sich der Comic auf jeden Fall wieder sehen lassen. Die Bilder sind von kräftigen dunklen Farben und starkem Kontrast gezeichnet. Manchmal sehen die Zeichnungen aber arg am Computer entstanden aus. Das ist nicht weiter schlimm, wirkt aber in einigen Panels ein wenig steril bis künstlich.

Fazit

Der Titel End of Games fasst die Story des Abschlussbandes bestens zusammen: Vaders und Aphras doppeltes Spiel und Palpatines Spielchen seinen Schüler mit Konkurrenz zu konfrontieren stehen im Zentrum. Entsprechend konzentriert sich der Band auf die Auflösung aller Handlungsstränge und liefert ein solides aber kein herausragendes Finale der Serie.

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