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Copiright: Disney Group & Lego Group

Vor kurzem habe ich bei der Jedi-Bibliothek die erste Staffel der Serie Lego Star Wars – Die Abendteuer der Freemaker gewonnen. Vielen Dank dafür! Und damit der Rest von euch auch etwas von meinem Gewinn hat, gibt’s hier das Review zur ersten Staffel. Viel Spaß und frohe Weihnachten!

Fakten

Serie: Lego Star Wars –
Die Abendteuer der Freemaker Staffel 1
Folgen: 13
Laufzeit: ca. 22 Minuten
Medium: DVD

Handlung

Die Freemaker Geschwister Kordi, Zander und Rowan führen auf dem „Ring“, einer Raumstation, ein kleines Familienunternehmen und verdienen mit ihrer Werkstatt und als Schrottsammler ihren Lebensunterhalt. Das Quartett wird durch Roger komplettiert, einen Kampfdroiden, der bereits in den Klonkriegen gedient hat und nun sein Dasein als Assistent und Haushälter fristet.
Bei einer Plündertour entdeckt der jüngste der Drei, der 12-jährige Rowan, durch seine erwachenden Machtfähigkeiten die Überreste eines alten Artefakts, des Kyberschwerts. Die Geschwister werden jedoch von imperialen Truppen überrascht und können sich nur mit Hilfe der mysteriösen Naare in Sicherheit bringen. Diese erkennt sofort Rowans Potential und bietet ihm an ihn zu einem Jedi auszubilden. Außerdem erklärt sie den Freemakern wie wichtig es ist, alle Bruchstücke des Kyberschwertes zu finden um das Artefakt zusammenzusetzen. Doch kann man Naare vertrauen?
So ein mächtiges und somit wertvolles Artefakt ruft natürlich jedoch schnell auch andere Interessenten auf den Plan. Unter ihnen auch Imperator Palpatine höchstpersönlich…

Kurzreview

Als erstes sollte man erwähnen, dass die Abendteuer der Freemaker nicht kanonisch sind. Das steht der Serie in meinen Augen allerdings auch sehr gut, da es ihr neue Möglichkeiten eröffnet. So ist etwa die Darstellung des Imperators mehr eine Karikatur des „echten“ Palpatine und erinnert eher an Robot Chicken denn an die Originaltitel. Schon sein erster Auftritt ist einfach köstlich!
Bleiben wir doch gleich bei den Charakteren. Die Freemaker und Naare stehen natürlich im Vordergrund der Geschichte. Alle Figuren sind relativ Stereotyp, was der eher ziemlich jungen Zielgruppe geschuldet ist. Rowan ist der kleine Junge mit ADHS dem eine völlig neue Macht eröffnet wird, die von ihm verlangt über sich hinaus zu wachsen, wenn er sie meistern will. Das gelingt ihm Anfangs natürlich eher schlecht als recht. Kordi hingegen ist die erwachsenste der Drei. Sie führt den Laden, übernimmt das Kommando und passt auf ihre Brüder auf. Dazu ist sie clever, schlagfertig und durchaus auch mal witzig. Der dritte im Bunde ist der eher etwas einfacher gestrickte Zander. Er ist ein großartiger Mechaniker und Pilot. Manchmal ist er jedoch etwas übermütig, impulsiv und hat eine zu große Klappe. Sieht er einen Raumschiffklassiker in Topzustand gibt es für ihn kein Halten mehr – er muss das Schiff fliegen! Naare und Roger sind auch wenig überraschend, denn Naare ist insgeheim eine aufbrausende Sith, die im Namen des Imperators handelt, und Roger kommt ganz nach den Droiden der Prequeltrilogie oder der Clone Wars-Serie. Doch in der eher kindgerechten Ausrichtung der Serie funktionieren die Hauptfiguren alle gut und habe alle ihre vornehmlich lustigen Momente. Denn der Witz ist ohnehin die größte Stärke der Serie, wenn man den typischen Lego-Humor mag. Manchmal ist er ein bisschen stumpf, manchmal sehr satirisch und hintersinnig. Auf jeden Fall kommt man auch als erwachsener Star Wars Fan auf seine Kosten. Dafür sorgen vor allem die vielen Gastauftritte bekannter Figuren wie Luke, Leia, Jabba the Hutt oder auch vom Kopfgeldjäger Dengar, der in den Originalfilmen nur eine Kleinstrolle einnimmt. Ich freute mich aber auch drüber, wenn Themen der Originalsoundtracks hin und wieder aufgegriffen wurden. Dass dies alles greifen kann setzt natürlich voraus, dass man sich auf die recht simplen Einzelepisoden und die überschaubare Rahmenhandlung einlässt. Und natürlich auf die Lego-Optik. Der Lego-Look ist allerdings gut getroffen, bei weitem aber nicht so detailliert wie etwa im Lego Movie. Beispielsweise Planetenoberflächen und die meisten Gebäude oder Explosionen etc. sind nicht aus Legosteinen nachgebildet. Trotzdem kommt die Legostimmung gut rüber und macht durchaus Spaß. Der recht schlichten Optik mit klaren Formen ist es auch zuzuschreiben, dass das Fehlen einer Blu-Ray-Veröffentlichung zu verschmerzen ist. Denn die sauberen Formen ermöglichen ein schönes Upscaling. Auf der PS3 habe ich nicht wirklich gemerkt, dass es „nur“ eine DVD war. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch wirklich gut gewählte Synchronsprecher. Sowohl in der englischen als auch in der deutschen Spaßfassung macht die Synchro Spaß und passt sehr gut zu den Figuren. Die Extras auf den beiden DVDs sind jedoch nicht wirklich der Rede wert, was mich persönlich allerdings weniger gestört hat.

Fazit

Die Freemaker Adventures sind ein netter Lego Star Wars Happen für zwischendurch. Wegen ihrer kindgerechten Ausrichtung sind Handlung und Figuren der Serie eher einfach gehalten, machen aber Spaß, wenn man dem typischen Legohumor etwas abgewinnen kann. Ich würde mir definitiv eine zweite Staffel anschauen.

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