star_wars_rebels_season_three_poster
Copyright: Lucasfilm/Disney

Fakten

Serie: Star Wars Rebels Staffel 3.1
Folgen: 11
Laufzeit: ca. 23 Minuten

Handlung

Nach den Ereignissen auf Malachor muss sich der erblindete Kanan erst in seiner neuen Lebenssituation zurechtfinden und zieht sich in sich selbst zurück. Doch grade jetzt nach den Verwicklungen mit Maul und dem Kontakt zur dunklen Seite braucht sein junger noch unerfahrener Padawan Ezra ihn mehr denn je. Der Teenager fühlt sich vernachlässigt und wendet sich der dunklen Seite zu und wird zunehmend aggressiv und überheblich. So gefährdet er nicht nur sich, sondern auch die anderen Crewmitglieder der Ghost und der Phönixstaffel. Nach den Inquisitoren, Agent Kallus und Vader erhebt sich zudem ein weiterer Schatten am Horizont: Der hochintelligente Stratege Großadmiral Thrawn nimmt sich der Rebellion an um sie im Keim zu ersticken.

Kurzreview

In ihrer zweiten Verlängerung vollbringt Star Wars Rebels die Sensation und bringt den von vielen Fans heißgeliebten Großadmiral Thrawn aus dem abgewürgten Expanded Universe zurück. Der neue Bösewicht wird sehr den alten Romanen entsprechend inszeniert und ist der vornehme, berechnende und brillante Taktiker, den die Fans aus der legendären Thrawn-Trilogie kennen. Dabei ist Thrawn nicht übertrieben grausam oder impulsiv wie Vader oder die Inquisitoren. Mitunter ist er sogar geradezu fair und lässt auch mal Gnade walten. Natürlich nur, wenn er sich einen Vorteil davon verspricht. Die Synchronisation mit der deutschen Stimme von Woody Harrelson gefiel mir übrigens sehr gut und passt mit ihrem sehr ruhigen Sprachduktus perfekt zum Charakter. Schätzungsweise in knapp der Hälfte der 11 Episoden kommt der mysteriöse Großadmiral vor und wird dabei über den Umgang mit anderen Militärs und Gefangenen charakterisiert. Der Charakter ist nun also soweit eingeführt, dass die zweite Hälfte der Staffel in die Vollen gehen kann.
Einen Ähnlich großen Anteil als Antagonist nimmt der ehemalige gefallene Sith Maul ein. Er ist in dieser Staffel für mich sogar der interessanteste Charakter, da er tatsächlich nicht rein Böse ist und sich im gewissen Rahmen an Abmachungen hält. Das natürlich auch weil er immer noch hofft Ezra als seinen Schüler zu gewinnen und ein bestimmtes Ziel vor Augen hat.
Die Hauptcharaktere, die Besatzung der Ghost, sind bisher hinreichend bekannt. Allerdings legt die dritte Staffel erfreulicherweise den Fokus darauf, die Charaktere mit Hintergründen weiter auszuschmücken. So widmet sich etwa eine Folge Sabines mandalorianischen Wurzeln oder wir erfahren mehr über Heras kulturelle Hintergründe. Bei Ezra und Kanan werden die neuen Facetten durch die Ereignisse auf Malachor und ihre Folgen aufgedeckt. Nachdem er sein Augenlicht und einen Teil seines Glaubens an die Macht verloren hat ist Kanan ungewohnt verschlossen und unsicher. Diese verletzliche Phase steht dem Charakter sehr gut und bietet ihm zudem die Möglichkeit gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Auch sein Verhältnis zu Ezra leidet unter dem was geschehen ist. Von Maul verführt wendet sich Ezra auf der Suche nach einem Weg die Sith zu vernichten der dunklen Seite zu. Nur Zeb bleibt in diesen ersten Folgen sehr blass. Er hatte in der zweiten Staffel allerdings auch zwei Folgen, in denen er und seine Rasse im Fokus standen. Von daher ist das gut zu verschmerzen.
Die Bühne für die Charaktere bieten die üblichen Bergungs-, Erkundungs- und Rekrutierungsmissionen. Dabei hatte ich jedoch nur bei ein oder zwei Folgen das Gefühl es wäre nichts Relevantes passiert, es wären nur Füller. Das liegt vor allem an dem oben bereits erwähnten Fokus auf die Charaktere. Das gefiel mir gut. Die große Rahmenhandlung um die aufsteigende Mission schreitet allerdings weiterhin eher langsam voran. Das stört aber in keinster Weise. Erst recht nicht wenn die Serie die Qualität weiterhin halten kann.
Optisch und vom Erzählton her hat sich gegenüber der zweiten Staffel nichts getan. Natürlich gibt es wieder ein paar eher kindische Momente. Besonders wenn Hondo mit seiner „Crew“ zu kämpfen hat oder alte republikanische Kampfdroiden auftauchen. Auch sind einige Begebenheiten sehr…. sagen wir reißerisch. Aber sie sind unterhaltsam. Häufig genug kommt jedoch auch wieder der recht düstere Erzählton durch, was der Serie guttut.

Fazit

Nicht nur inhaltlich knüpft Staffel drei von Star Wars Rebels unmittelbar an die Ereignisse auf Malachor, dem Staffelfinale von Season 2, an. Auch der teilweise eher düstere Erzählton setzt sich durch und kindische Comedy wird auf ein angenehmes Maß reduziert. Die Serie konzentriert sich verstärkt auf ihre Charaktere und führt zusätzlich zu Maul den mit dem Expanded Universe verloren geglaubten Fanliebling und Antagonisten Großadmiral Thrawn wieder ein und macht damit absolut Lust auf die zweite Hälfte der Staffel.

Advertisements