Da ich kürzlich beim 25 Jahre Image Comics Humble Bundle ordentlich zugeschlagen habe, werden in Zukunft immer mal wieder Comics aus diesem Paket ihren Weg auf diesen Blog finden. Um nochmal zwei schnelle Reviews vor meinem Urlaub fertig zu bekommen habe ich mir zuerst ein paar erste Heftausgaben angeschaut. Den Anfang macht heute „Black Road“. Morgen fahre ich dann erstmal für zwei Wochen in den Urlaub!

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Quelle: Image Comics

Comic: Black Road #1 – The Holy North
Autor: Brian Wood
Zeichner: Gary Brown
Kolorist: Dave McCaig
Verlag: Image Comics
Seiten: 32
Lesezeit: 15-18 Minuten
Format: Digital

Handlung

Vor langer Zeit ist die Christianisierung der Wikinger im hohen Norden im vollen Gange. Christliche Auftraggeber treten an den Hünen Magnus heran, denn er soll einen römischen Kardinal auf der gefährlichen „Black Road“ von Iskfold weit Richtung Norden nach Hammaruskk eskortieren. Doch bereits nach der ersten Rast wird das ungleiche Gespann Opfer eines Überfalls. Der Kardinal stirbt doch Magnus kommt mit dem Leben davon. Die junge Julia findet den Krieger, versorgt seine Wunden und verlangt von ihm sie an Stelle des Kardinals nach Norden zu bringen…

Kurzreview

Nur an Hand der ersten Ausgabe eine Prognose abzugeben ist schwierig und würde dem Gesamtwerk wahrscheinlich auch nicht gerecht werden. Doch ein bisschen was lässt sich schon festhalten: Das Setting macht mich auf jeden Fall einigermaßen Neugierig. Die Charaktere haben noch nicht wirklich etwas von sich preisgegeben doch zeichnen sich Konflikte zwischen Christen und Heiden ab. Und zwischen diesen Fronten steht Magnus. Denn er verdingt sich als Söldner und übernimmt auch Aufträge für die christlichen Missionare. Zudem weiß er selbst noch nicht so recht ob er an den alten Göttern, an die er den Glauben verloren zu haben scheint, festhalten soll oder an den neuen christlichen Gott glauben will und auf welcher Seite er im Fall der Fälle stehen wird. Magnus scheint zudem eher ein intelligenter Krieger denn ein tumber Berserker zu sein. Diese Ausgangssituation bietet natürlich jede Menge Potential für Magnus Charakterentwicklung, seinen inneren Zwiespalt, direkte Konflikte zwischen beiden Parteien aber auch Intrigen und Machtkämpfe. Wie sich die junge Julia ins Gesamtbild einfügen wird dürfte auch noch spannend werden.
Was die Optik angeht bin ich mir selbst noch nicht ganz sicher, wie ich den Comic finde. Die Zeichnungen sind mit ihrer sehr reduzierten matten Farbpalette sehr Stimmungsvoll und passen zur rauen Landschaft des hohen Nordens. Doch sind die Zeichnungen eher grob und manchmal fast skizzenhaft. Einige Details gibt es trotzdem zu entdecken. Omnipräsent sind aber vor allem die sehr prägnanten häufig sehr großflächigen pechschwarzen Schatten. Der Comic ist nach meinem Empfinden nicht klassisch schön. Die Optik funktioniert aber, dass sei betont. Sie gefällt mir ganz persönlich nur nicht so sehr. Die Actionszenen sind dafür angenehmen übersichtlich aber dennoch rau und dem Setting angemessen brutal und gnadenlos.

Fazit

Die Frage ist doch ob ich Black Road weiterlesen werde. Nein, werde ich nicht. Das liegt aber nicht daran, dass ich das Setting uninteressant finde, sondern daran, dass ich schon einige andere Serien verfolge. Da mir die Optik nicht zu 100% zusagt zieht die Serie bei mir persönlich gegenüber anderen Werken den Kürzeren. Für Freunde des alten Nordens dürfte die Serie aber wirklich interessant und einen Blick wert sein!

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