The Ghost in the Shell 1.5 – Human Error Processor (Manga, Egmont Manga, Februar 2017)

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Cover. Masamune Shirow/Egmont Manga (Quelle: http://www.egmont-manga.de/buch/human-error-processor/)

Human Error umfasst 4 Kurzgeschichten, die laut Autor in der Schaffensphase um den Original Manga herum entstanden. Aus dieser Zeit hatte Shirow noch allerhand Entwürfe übrig, die nicht mit in den ersten Band passten. Diese Kurzgeschichten erzählen Episoden aus dem Alltag von Sektion 9 nach dem Verschwinden von Major Kusanagi. Der Fokus liegt hier ganz klar auf Togusa und seinem neuen Kollegen Azuma. Natürlich spielt auch Kusanagis ehemaliger Partner Batou wieder eine Rolle.
Wie Masamune Shirow auf den letzten Seiten des Manga erzählt, wollte er verstärkt den Alltag bei der Ermittlungsarbeit Darstellen, da dieser während des Falls um Puppet Master und drum herum eher etwas zu kurz kam. Dabei räumt er auch ein, dass die Kurzgeschichten relativ grob ausgearbeitet sind. An den Zeichnungen ist das nicht auszumachen, die sind Qualitativ auf dem Niveau des Hauptwerkes. Die Geschichten an sich empfand ich auf Grund des fehlenden Zusammenhangs allerdings zwar kurzweilig, längerfristig jedoch eher belanglos. Tiefgang sollte man hier absolut nicht erwarten. Man liest die Geschichten einmal, wird dabei durchaus unterhalten aber vergisst sie auch schnell wieder. Fakt am Rande: Eine der Geschichten scheint den Auftakt von Ghost in the Shell 2: Innocence inspiriert zu haben, denn die Ausgangslage ist schon sehr ähnlich.
Wie Band 1 und 2 der Neuauflage seitens Egmont Manga präsentiert sich auch der Bonusband 1.5 im wirklich wertigen Hardcovereinband. Das ist haptisch wirklich Oberklasse. Auch beginnt jedes Kapitel wieder mit drei Farbseiten. Das sind insgesamt weniger als in den Hauptbänden. Auch der Gesamtumfang fällt deutlich Schmaler aus: Nach 184 Seiten und plus-minus 2 ½ Stunden ist man durch. Bei einem Preis von nur 2 Euro weniger (gegenüber den Hauptwerken), also 23 Euro, fand ich das Preisleistungsverhältnis eher unbefriedigend.

Sie nannten ihn Jeeg Robot (Film, 2015)

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Deutscher Vertrieb: Panastorm Pictures

Der Kleinkriminelle Enzo schlägt sich in Rom irgendwie durch. Als er eines Tages auf der Flucht vor der Polizei ist versteckt er sich im Tiber und beschädigt dabei ein Fass mit Radioaktivem Müll – und hat am nächsten Tag Superkräfte! Er ist relativ unverwüstlich und enorm stark. Zunächst setzt er seine Kräfte nur zu seinem eigenen Vorteil ein. Er stielt mal eben einen ganzen Geldautomaten und überfällt einen Geldautomaten. Doch die seit dem Verlust ihrer Mutter seelisch gestörte Nachbarstochter sieht in Enzo den für das Gute kämpfende Anime Helden Jeeg Robot. Nicht nur durch sie, aber mit ihrer Hilfe lernt Enzo seine gute Seite kennen und beginnt Verantwortung für seine Kräfte zu übernehmen und sie nicht nur zu seinem eigenen Vorteil einzusetzen.
Die italienische Produktion weiß in jedem Fall zu unterhalten. Das liegt zum einen an der Charakterzeichnung des Protagonisten und zum anderen an der einen oder anderen durchaus ganz witzigen Stelle und gekonnten practical Effects. Erfreulicherweise verzichtet man weitestgehend auf schlechte CGI (einigen Kampfszenen oder Stürzen musste man natürlich trotzdem auf die Sprünge helfen) und konzentriert sich auf die Handlung und die Charaktere. Enzos Wandlung steht dabei im Vordergrund und läuft dabei angenehm langsam und vor allem Nachvollziehbar ab. Doch die Bösewichter bleiben leider ziemlich unmotiviert und belanglos. Hätte man diese besser ausgearbeitet wäre aus Jeeg Robot ein richtig guter Film geworden. So ist er jetzt immer noch ein etwas anderer Superheldenfilm, dem man mal eine Chance geben sollte, der aber leider nicht übers Mittelmaß hinausreicht.

Hinweis: Die Links der Titel sind affiliate-Links.

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