Moin,

seit vielen Jahren bin ich mal mehr mal weniger intensiv PC- und Videospielespieler. Eigentlich seit ich denken kann. Angefangen hat es damals mit dem PC, der ersten Playstation und hin und wieder dem NES oder SNES bei Freunden. Viel später trat dann die Fotografie in mein Leben. Zunächst übernahm ich in Urlauben das Fotografieren und interessierte mich schließlich immer mehr dafür. Seit Mitte 2011 bin ich nun mit eigenen Kameras unterwegs und semiprofessionellen Ansprüchen verhaftet. Aber was hat das miteinander zu tun? 

Eigentlich schon fast immer boten PC-Spiele die Möglichkeit Screenshots anzufertigen. Einfach Schnappschüsse des aktuellen Bildschirms. Irgendwann kamen dann Spiele, die eine Kamera als Spielelement etablierten, wie etwa die Project Zero Reihe oder gar Pokemon Snap. Und heute? Da gibt es die Smartphonekamera von GTA V, die eigene soziale Netzwerke füllt, oder das aktuelle Final Fantasy. Noch spannender sind einige Mods für Spiele wie Mafia, die erlauben mit „richtigen“ Kameras herumzulaufen und wirklich zu fotografieren.

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Screenshot aus The Last Guardian, PS4

Die aktuelle Spitze ist für mich jedoch der sogenannte Fotomodus in spielen wie Horizon Zero Dawn. Dieses Spiel ist auch der Anlass für diesen Artikel. Ursprünglich wurde dieses Tool wahrscheinlich entwickelt um für Marketingzwecke besonders schöne Screenshots erstellen zu können und das Spiel von seiner besten Seite zu präsentieren. Doch zum Glück hat es dieses Tool auch in die Verkaufsversion des Spiels geschafft, denn als Fotograf, (im studentischen Rahmen) Regisseur, Director of Photography und Beleuchter habe ich dieses Tool innerhalb weniger Tage lieben gelernt. Warum? Weil moderne Spiele einfach traumhaft schöne, düstere, gruselige oder einfach coole Kulissen bieten, die ich auch im echten Leben fotografieren wollen würde. Und dieser Modus gibt mir im gewissen Rahmen freie Gestaltungsmöglichkeiten, was die Wahl des Bildausschnitts, der Winkel, der Tiefenschärfe, des Farbfilters etc. betrifft. Sogar die Tageszeit kann ich meistens frei bestimmen und so meinem Geschmack anpassen oder den günstigsten Sonnenstand herausfinden – egal wann ich den Ort besuche.

Die Fragen, die ich mir jedoch stelle, sind: Ist das Kunst oder kann das weg? Ist es klassische Fotografie oder was völlig neues Eigenständiges? Was für Möglichkeiten eröffnet so ein Tool?
Fragen auf die ich keine Antworten habe, die mich aber brennend interessieren, denn: Ich liebe den Fotomodus von Horizon Zero Dawn! Ich könnte mir jedenfalls ernsthaft vorstellen unter Umständen einen kleinen Comic aus Horizon Zero Dawn-Fotos zu machen, da ich kein Stück zeichnen kann. Hierfür wäre es das perfekte Tool. Was hieltet ihr von solchen Ideen? Benutzt ihr solche Modi? Wie findet ihr sie?
Warum ich vom Fotomodus so begeistert bin möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Aber statt euch zuzutexten zeige ich euch lieber einfach meine liebsten Fotos aus den ersten Stunden des Spiels, denn die spaktakulären Landschaften und Beleuchtungseffekte sind einfach traumhaft schön und sprechen für sich!

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Zu diesem Artikel wünsche ich mir übrigens eine lebhafte Diskussion, weil mich wirklich interessiert was andere zu dem Thema denken und ob ihr auch so viel Spaß an Fotomodi habt oder tolle Screenshots sammelt. Ich würde mich also freuen, wenn dieser Artikel fleißig geteilt, getweetet, gereblogt und ähnliches wird 🙂

Nachtrag von heute:

Geht das Design der Breeding Grounds/Brutstätten als Tribut an H. R. Giger und Alien durch? Es lädt jedenfalls zu einer derartiger Inszenierung ein.

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In diesem Sinne:

Frohe Ostern!

Interessanter Link zum Thema:

http://videogametourism.at/content/art-game-photography

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