GUARDIANSOFTHEGALAXYSPECIAL1_Heft_363
© Panini Comics

Fakten

Comic: Guardians of the Galaxy Special 1-3
Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Steve McNive & Sara Pichelli
Verlag: Panini (Marvel)
Seiten: 60/68/68
Lesezeit: ca 25/35/35 Minuten
Format: 16,9 x 0,3 x 25,9 cm
Erschienen: Mai & Juni 2017
Preis: 4,99€ pro Heft

Handlung

Nachdem Star Lord dem frisch zu den Guardians gestoßenem Tony „Iron Man“ Stark einen Schwank aus seiner Jugend erzählt hat, taucht bald sein alter Herr, der Herrscher von Spartax auf, der Peter – so Star Lords echter Name – von der Erde fernhalten will. In einem Konzil hat er die Anführer aller galaktischen Imperien zusammengerufen um die Erde für Tabu zu erklären und jegliche Kontaktaufnahme hart zu bestrafen. Als die Erde von den hinterhältigen Badoon dennoch angegriffen wird greifen die Wächter ein um die Erde zu schützen… und werden seitdem gejagt.

Kurzreview

In Anbetracht des Erfolgs der Guardians of the Galaxy Kinofilme ist es nicht weiter verwunderlich, dass Panini mit diesem Special ein kleines Schnupperpaket für interessierte Neulinge geschnürt hat. Die drei Ausgaben dieses Specials umfassen jeweils 60-68 Seiten und bieten jeweils circa 25-35 Minuten Lesevergnügen. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Ausschnitt aus der aktuelleren Guardians Historie und funktioniert in den ersten beiden Heften für Einsteiger auch recht gut. Das liegt vor allem daran, dass Peter Quills Originstory zu Beginn neu erzählt wird und ein neuer Handlungsbogen beginnt – das Verhängen das Tabus über die Erde. Erst im dritten Heft wird ein bisschen näher auf die Gründe eingegangen und es taucht ein neuer Charakter auf. Dieses Heft ist es auch, dass in meinen Augen nur bedingt für Einsteiger geeignet ist, da es zum einen die Handlung nicht wirklich abschließt und sich zum anderen zu sehr auf wichtige Ereignisse im Marveluniversum bezieht, die man zum besseren Verständnis kennen sollte.
Die Kürze der Hefte und die Tatsache, dass es sich nur um einen winzigen Ausschnitt aus dem Marveluniversum handelt führt auch dazu, dass es kaum Charakterentwicklung gibt und Neuleser kaum an die Charaktere herangeführt werden. Kennt man die Kinofilme hat man jedoch genügend Wissen um die Charaktere um schnell reinzukommen. Auch wenn das Marvel CInematic Universe (MCU) und das Marvel-Comicuniversum zwei verschiedene Paar Schuhe sind hat Rocket etwa genauso eine große Klappe wie im Film und auch Gamora ist hier die gnadenlose Kämpferin mit starker Persönlichkeit und so weiter. So findet man sich auch als Neuling recht gut zwischen den Figuren zurecht. Motivationen und Entwicklung fehlen trotzdem ein bisschen.
Optisch gibt sich der Comic keine Blöße und weiß mit schicken Zeichnungen und kräftigen Farben zu überzeugen. Mir gefiel persönlich sehr gut, dass der Comic die gewohnte Struktur „erst Linke, dann rechte Seite“ häufiger aufbricht und die Panels über eine Doppelseite hinweg in drei Zeilen anordnet. Möchte man etwas kritisieren, dann könnte man anmerken, dass der Zeichenstil sehr generisch ist und vielen anderen Superheldencomics zum Verwechseln ähnlich sieht.

Fazit

Wer die Guardians oft he Galaxy im Kino mochte und einmal in den Comicursprung reinschnuppern möchte um zu sehen ob sich ein Einstieg lohnt, der ist bei diesem Special genau richtig. Wer sich eine wirklich abgeschlossene kurzweilige Miniserie erhofft oder ohnehin schon Marvelleser ist, der kann dieses Special ruhig überspringen.

 

Advertisements