5 besten am Donnerstag: 5 Alben für die einsame Insel

Moin
Heute gibt es wieder ein neues Thema für die fünf besten am Donnerstag und das könnte für mich nicht besser sein, denn ich liebe Musik! Sie läuft bei mir eigentlich einen Großteil des Tages, doch welche Top-5 Alben würde ich mit auf eine einsame Insel nehmen?
Der erste Platz steht bei mir felsenfest und wird wohl auch lange nicht vom Thron gestoßen werden. Alle anderen sind in etwa gleichwertig und schlicht durchnummeriert. Man sagt den 90ern zwar nach, dass der Metal wegen der Grunge/Alternative-Bewegung tot war, und im Vergleich zu den 80ern (was die Popularität) angeht mag das auch stimmen, aber einige meiner Liebsten Silberlinge stammen aus dem Jahrzent.

1. Blind Guardian – Nightfall in Middle-Earth (1998)

Dieses Konzeptalbum der Krefelder über Tolkiens Silmarillion ist für mich persönlich das beste Metalablum aller Zeiten. Mit seinen teils mittelalterlichen bis keltischen Skalen, seinen Gitarrenharmonien, seiner großen Bandbreite was das Tempo angeht und seinen großartigen Melodien kann ich das Album immer und immer wieder hören. Auch nach mittlerweile 15 Jahren entdecke ich immer wieder – je nach Anlage, Lautsprecher, Kopfhörer – neue kleine Details. Von der Klavierballade bis zur Up-Tempo Power Metal Hymne ist alles dabei und trotzdem ist das Album als Ganzes dabei unfassbar stimmig und wirkt wie aus einem Guss. Ich liebe dieses Album wirklich sehr und kann es gar nicht genug empfehlen! ❤

Anspieltipps: Nightfall, Mirror Mirror und Time stands still (at the Iron Hill)

2. Dissection – The Somberlain (1995)

Als ihr Opus Magnum gilt zwar der Nachfolger Storm oft the Light’s Bane, aber mein Herz gehört ihrem ‘93er Debütalbum (wenn man die Demos mal außen vor lässt) The Somberlain. Die Band hat damals mit der Kombination von Melodien, Black- und Death Metal gemeinsam mit ihren Kollegen von Unanimated den Stockholm Style begründet, der einen etwas anderen aber ähnlichen Approach wie die gleichzeitig aufkommende Göteborger Schule mit Bands wie Dark Trqnauillity, At the Gates oder In Flames hatte. Ich liebe das Album für seine Melodien und seine frostige, dichte Atmosphäre.

Anspieltipps: The Somberlain, Frozen und A Land forlorn

3. Dornenreich – Bitter ist’s dem Tod zu dienen (1999)

Dornenreich verquickten hier ebenfalls Melodien, die eher klassisch bis folkloristisch anmuten, mit gitarrenlastigem (Dark) Folk, moderatem Black Metal und Keyboards. Interessant ist auch die Variation des Gesangs: Vom Black Metal gekeife über klassischen Gesang bis hin zu leisen flüstern ist alles dabei. Der Nachgfolger geht noch ein Stückchen weiter, gilt als ihr bestes Werk, kann mich aber nicht so sehr fesseln wie Bitter ist’s dem Tod zu dienen. Besonders hervorheben möchte ich noch die sehr poetischen und lebensbejahenden deutschen Texte, die im völligen Kontrast zu klassischen Black Metal Themen stehen. Album bei Spotify

Anspieltipps: Nächtlich liebend, Reime faucht der Märchensarg und Woran erkennt mich deine Sehnsucht morgen?

4. Summoning – Oath Bound (2006)

Bei Summoning geht es wieder um die Welten Tolkiens. Die Österreicher vertonen das Ganze in einer sehr getragenen, atmosphärischen, ja geradezu epischen, von Percussion angetriebenen Spielart des Black Metal. Hier stelle ich das Album in einem gesonderten Beitrag etwas näher vor. Album bei Spotify

Anspieltipps: Might and Glory, Northward und Land of the Dead

5. Loreena McKennitt – An ancient Muse (2006)

Das hier ist vielleicht die überraschendste Nennung in dieser Liste. Die Kanadierin Loreena McKennitt widmet sich bereits seit den 80ern der irischen Folklore. In den 90ern kamen dann immer mehr keltische, maurische und östlich-orientalische Einflüsse dazu. Abgerundet mit einer wirklich wunderschönen Gesangsstimme ergibt das sehr entspannende und einfach tolle Musik. Die Frau ist übrigens auch live wirklich super. Es ist schon spannend die vielen sonderbaren und heute unbekannten Instrumente aus längst vergangenen Zeiten zu sehen. Album auf Spotify. Auf YT ist es nicht als komplettes Album zu finden, die enzelnen Tracks jedoch schon.

Anpsieltipps: Caravanserei, The English Ladye and the Knight und Penelope’s Song

Honorable Mentions:

Iron Maiden – A Matter of Life and Death (2006)
Blind Guardian (Alle Alben von 1995-2010; Es ist meine unbestrittene Lieblingsband)
Dark Tranquillity – The Gallery
Loreena McKennit – The Visit (1991), The Mask and the Mirror (1994), The Book of Secrets (1997)
Tori Amos – Little Earthquakes (1992)
Suidakra – Emprise to Avalon (2002)

Zur Aktion geht es übrigens hier entlang und zum Thema des heutigen Tages hier längs.

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9 Kommentare zu „5 besten am Donnerstag: 5 Alben für die einsame Insel

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