Thor: Tag der Entscheidung [Kino]

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© Walt Disney Germany

Fakten

Titel: Thor: Tag der Entscheidung
Regie: Taika Waititi
Drehbuch: Eric Pearson, Craig Kyle, Christopher Yost
Genre: Action, Comedy, Abenteuer, Science-Fiction, Comicverfilmung, Superheld
Produktion: Marvel Studios, Walt Disney Pictures
Verleih: Walt Disney Germany
Laufzeit: 130 Minuten
Start: 31.10.2017

Handlung

Um Ragnarök präventiv zu Verhindern stattet Thor Surtur einen Besuch ab, um ihm seine Krone zu entreißen und so seiner Macht zu berauben. Doch als der Donnergott nach Hause zurückkehrt muss er feststellen, dass sein Vater Odin verschwunden und sein todgeglaubter Halbbruder Loki dafür zurückkehrt ist. Doch seine Mischung aus Zorn und Wiedersehensfreunde wehrt nur kurz, denn Odin liegt im Sterben und ruft seine Söhne über einen Mittelsmann zu sich. Gewissermaßen auf dem Totenbett beichtet Odin dem ungleichen Paar ein Geheimnis: Thor ist nicht sein Erstgeborener.
Die beiden haben eine Schwester, Hela, die Göttin des Todes. Wegen ihrer unersättlichen Gier nach Macht verbannte Odin sie aus Asgard. Doch mit seinem Tod wird auch ihre Verbannung aufgehoben und Hela wird versuchen Asgard und die anderen 8 Welten in einen verheerenden Krieg zu stürzen.
Der ersten Begegnung mit ihrer älteren Schwester entkommen die beiden Götter nur mit knappern Not und stranden dabei auf einer ihnen völlig unbekannten Welt, der sie erst entkommen müssen um Hela zu konfrontieren…

Kurzreview

Die Trailer ließen es schon erahnen: Nach dem eher düsteren Dark Kingdom legt Thor fast eine 180° Wende hin und kehrt als recht buntes Comedyspektakel zurück. Kann das überzeugen?
Fangen wir doch mit der Handlung an: Die ist im Grunde wieder relativ simpel und übersichtlich, funktioniert aber wie gewohnt. Der Held trifft auf eine Bedrohung, scheitert, muss Hindernisse überwinden und sich entwickeln um dem Feind stärker denn je erneut die Stirn zu bieten. Die Formel ist ebenso alt wie effektiv und für den Film absolut ausreichend. Allzu große Charakterentwicklungen sollte man bei den Hauptfiguren allerdings nicht erwarten. Als nur ein winziger Teil des großen Marvel Cinematic Universe ist das aber locker zu verschmerzen. Thor und sein Bruder Loki punkten sowieso mehr denn je durch ihren Charme und Witz. Grade Thor steht das etwas schelmische und die verbale Schlagfertigkeit sehr gut. Fand ich ihn in bisherigen MCU-Filmen etwas zu glatt und zu sauber, so konnte er hier bei mir auf jeden Fall Boden gut machen. Auch der wankelmütige Loki macht Spaß, tut aber genau das was er immer macht: Mal den Guten, mal den Bösen spielen. Doch auch die Nebenfiguren bringen Spaß und machen vor allem die größeren Entwicklungen durch und bereichern das Ensemble. Auch sie sind teils Prominent besetzt und könnten dabei unterschiedlicher nicht sein. Die echten Highlights sind hier Jeff Goldblum als herrlich selbstverliebter Grandmaster oder die winzigen aber umso großartigeren Cameos zu Beginn des Films. Aber auch Cate Blanchett als leider etwas zu unmotiviert erscheinender Bösewicht und Tessa Thompson als untergetauchte Walküre tragen zum Vergnügen bei und harmonieren prima mit den Übrigen Figuren. Blanchett mit schwarzen Haaren ohne ihre Krone tritt vor allem auch verdammt cool auf.
Für zusätzliche Kontraste sorgen die beiden Haupthandlungsorte Asgard und Sakaar. Während Asgard mit nordisch angehauchten sehr Majestätischen Palästen aufwartet ist der Müllplanet Sakaar, der sehr, sehr stark an die Deponia-Adventures erinnert, kunterbunt und abgefahren. Schauwerte hat der Film also schon abseits der Action zu bieten. Doch grade die teils arg überzogenen Actionszenen dürften die Fans Scharenweise ins Kino locken. Sie sind zwar häufig over the Top, machen dafür aber auch jede Menge Spaß. Doch durch den bunten Look und den manchmal ziemlich klamaukigen Humor bewegt sich der Film so häufig gefährlich nah am Trash. Aufgewertet wird der Film durch das außerordentliche hohe Produktionsniveau und die Zeitgemäße CGI. So hat der Film zwar einen verdammt hohen Trash-Appeal, kann aber trotzdem seinen Blockbusterstatus behaupten.

Fazit

Nach dem eher düsteren Dark Kingdome versucht sich der Donnergott in seinem neuesten Solofilm als kunterbunter Partyspaß und kann mit jeder Menge Humor punkten. Doch Teils ist dieser Humor schon sehr klamaukig und die Action so überzogen, dass der Film einen regelrechten Trash-Appeal entwickelt. Dank des hohen Produktionsniveaus verkommt der Film jedoch nicht zu reinem Trash sondern ergibt insgesamt einen zwar recht gehaltlosen dafür aber umso unterhaltsameren Blockbuster ohne große Überraschungen.

Ein Kommentar zu „Thor: Tag der Entscheidung [Kino]

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