Kurz Kommentiert 10: Teamgeist, taffe Frauen und Assassinen!

Um ein bisschen was wegzuschaffen gibt es heute Ausgabe Nummer 10 von Kurz Kommentiert!

justice-league-posterJustice League (Kino)

Ja, ich habe ihn endlich gesehen! Und was soll ich sagen? Ich war ziemlich skeptisch und bin ohne größere Erwartungen an den Film gegangen und wurde sogar positiv überrascht!
Nachdem Batman v Superman und Suicide Squad die ersten Tiefpunkte des noch recht jungen DCEU setzten und Wonder Woman hoffnungsvoll stimmte musste Warner jetzt unbedingt nachlegen. Dabei scheint man recht konsequent die größten Schwachpunkte zuerst benannter Werke angegangen zu sein und ging dazu über den Figuren Persönlichkeit und Entwicklung zuzugestehen. Das Team-Up-Setting als Ausgangslage für den ganzen Film ist dafür natürlich besonders dankbar und funktioniert soweit auch ziemlich gut. Das liegt vor allem an der Mischung des Teams. Die eher grimmigen Batman und Cyborg werden ziemlich gut durch den coolen Aquaman, die Wärme von Wonder Woman und den etwas unbedarften zu weilen ängstlichen aber motivierten Flash kontrastiert. Grade da jede der Figuren spürbar anders ist ergibt sich eine nette Dynamik, die zwar nichts wirklich neues bietet, aber zu Unterhalten weiß und alle Figuren auf ihre Weise als sympathisch charakterisiert. Klar, der Bösewicht Steppenwolf ist mal wieder absolut generisch, etwas tumb und zum Gähnen sorgt aber durch seine Stärke und Tricks für ein bisschen Alarm in der Bude. Die CGI stinkt dabei erfreulicherweise nicht so sehr ab wie noch im Wonderwoman Solo-Film. Das mag aber auch daran liegen, dass beim größten CGI-Overkill, dem Finale, fast alles aus dem Computer stammt. So fallen die Effekte im Vergleich zum real gefilmten Bild vielleicht auch nur weniger ab, weil sie weniger vermischt sind. Aber auch das Compositing wie etwa bei der Insel der Amazonen sah zumindest gefühlt besser aus als noch in Dianas Soloauftritt.
Natürlich ist die Handlung recht vorhersehbar und dass keiner der Helden vielleicht sogar stirbt eigentlich von vorne rein klar. Trotzdem ist der Film keinesfalls langweilig. Das liegt vor allem an dem tollen Cast und dem immer mal wieder eingestreuten Humor. Hier kann vor allem Ezra Miller als Flash richtig punkten. Insgesamt ist Justice League ein recht solider Film der in jedem Fall gut unterhalten kann und Spaß macht. Noch besteht also wirklich Hoffnung für das DCEU! Im nächsten Schritt wäre dann toll, wenn Marvel und DC sich ein wenigen gegenseitig antreiben und befruchten würden.

Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen (VOD, Blu-Ray)

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Nachdem ich den Film vergangenen Winter im Kino verpasst habe wurde es Zeit ihn jetzt einmal nachzuholen. Das war ein relativ spontaner Impuls und einer den ich absolut nicht bereut habe, denn der Film war wirklich gut!
Zum einen ist das Setting wirklich spannend und heutzutage leider als Erinnerung irgendwie auch ziemlich aktuell. Denn es geht um drei farbige Frauen die es in den 60ern alles andere als leicht im Beruf haben. Trotz ihrer akademischen Fähigkeiten gewährt ihnen keiner eine Chance, die große Bühne oder überhaupt die Möglichkeit ihr Können einzusetzen. Doch die Powerfrauen lassen sich nicht unterkriegen und tun ihr Möglichstes um ihren Teil dazu beizutragen die Menschheit ins All vorstoßen zu lassen und tragen so ihren Teil zur Verbesserung der Lage farbiger Frauen innerhalb der NASA bei.
Man merkt dem Film von vorne bis hinten an, dass er von vornerein mit dem Gedanken produziert wurde ins Oscarrennen zu starten. Wie so oft basiert auch Hidden Figures auf einem Tatsachenroman. Dass die Story spannend bleibt liegt zum einen am Thema und zum anderen an den toll geschriebenen Figuren und Schauspielern. Nicht nur die drei Hauptdarstellerinnen Octavia Spencer, Taraji P. Henson und Janelle Monáe machen ihre Sache großartig, sondern auch die Nebendarsteller wie Kevin Costner und Jim Parsons können überzeugen. Den Film tragen aber die drei Frauen mit ihrer wirklich starken Performance. Man muss die drei Damen einfach mögen! Wie es sich für einen Oscarkandidaten gehört vereint der Film Drama, Komödie, Feelgood-Film, Biografie und die Beschreibung eines Bedeutsamen Zeitabschnitts in der amerikanischen Geschichte – und das macht er wirklich hervorragend und unglaublich unterhaltsam! Ich hatte recht hohe Erwartungen und wurde dennoch positiv überrascht. Unbedingt anschauen.

Assassination Classroom Season 1 & 2 (VOD, Netflix)

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Kürzliche packte mich die Lust mal wieder einen Anime zu sehen. Auf Netflix sprang mir dann so gleich der hierzulande meines Empfindens nach sehr gehypte Serie Assassination Classroom ins Auge.
Auch nach zwei Staffeln mit jeweils 24 Folgen muss ich zugeben, dass sich der Hype mir noch nicht so wirklich erschlossen hat. Klar, die Serie ist „ganz nett“ hat ein paar Schmunzler und recht sympathische Figuren. Dass der Funke nicht so recht überspringen wollte liegt glaube ich am völlig hänebüchenen Setting.
Ein vermutlich außerirdisches oktopusähnliches Wesen, das sich mit Mach-20 fortbewegen kann, hat den Mond zerstört. Mit herkömmlichen Waffen ist ihm nicht beizukommen – doch spätestens nach genau einem Jahr wird er die Welt zu zerstören! Er fordert die Förderklasse 3-E einer Mittelschule unterrichten zu dürfen und sichert der Regierung zu ihnen kein Haar zu krümmen. Unter der Bedingung, dass niemand anderes versuchen wird ihn umzubringen, dürfen die Schüler das eine Jahr nutzen um den „Oktopus“ Koro-Sensei zur Strecke zu bringen. Bitte was? Genau!
Dieses völlig absurde Setting und wie ernst es alle nehmen (es ist und bleibt trotzdem eine Komodie!) konnte ich einfach nicht akzeptieren. Die Animationen und auch der deutsche Dub können sich aber auf alle Fälle sehen und hören lassen! Der Look ist zeitgemäß aber nicht übermäßig detailliert. Alles im grünen Bereich. Die zweite Hälfte der Zweiten Staffel zieht aber deutlich an, weil tatsächlich Ursprünge geklärt werden und die Klasse endlich anfängt sich logischer zu verhalten. Ein für Anime nicht unbedingt selbstverständlicher Pluspunkt ist ein vorhandenes Ende. Kann man meiner Meinung nach gucken ohne es zu bereuen man verpasst jedoch nichts, wenn man die Serie auslässt.

2 Kommentare zu „Kurz Kommentiert 10: Teamgeist, taffe Frauen und Assassinen!

  1. Danke für deine Meinung zum Anime (icb lass den Titel jetzt mal weg, der ist mir zu lang😉), der stand auch auf meiner Liste aber auf der steht zur Zeit sooo viel, dass ich ganz froh bin wenn mal irgendwas ein paar Plätze nach unten in der Dringlichkeitsskala nach unten rutschen kann😉

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