Kakegurui – Das Leben ist ein Spiel [Netflix]

kakegurui-posterFakten

Titel: Kakegurui
Laufzeit: 12 Episoden/24 Minuten
Startdatum: 01.02.18
Sprache: Deutsch

Handlung

An der Hyakkaou-Privatakademie dreht sich alles nur ums Glücksspiel. Es zählt immer nur das nächste Spiel, das nächste Risiko, der fette Gewinn. Wer alles verzockt und sich verschuldet verliert seinen Status als Mensch und wird auf die Stufe eines Haustieres herabgesetzt. Die wenigsten Schüler schaffen es diesen Status wieder loszuwerden. Der gnadenlose Schülerrat, der dieses System installiert hat, hat auch gar kein Interesse daran.
Der junge Ryouta Suzui ist ein ebensolches Haustier. Darum fällt ihm die Aufgabe zu die neue Mitschülerin Yumeko Jabami durch die Schule zu führen und ihr alles zu zeigen. Die ebenso geniale wie spielsüchtige und risikofreudige Yumeko wird innerhalb kürzester Zeit zum Star und zieht den Unmut des Schülerrates und anderer reicher Mitschüler auf sich. In ihrem Schatten ändert sich auch für Ryouta, der sich mit dem Mädchen angefreundet hat, auf einmal alles…

Kurzreview

Wenn Netflix eine Anime-Serie lizensiert und direkt auf Deutsch veröffentlicht schaue ich natürlich rein. So auch bei Kakegurui. Normalerweise spricht mich das Spielersetting nur bedingt an und die Serie konzentriert sich sehr auf grade diesen Aspekt. Dass die Serie für mich trotzdem funktioniert liegt nicht etwa an einer spannenden Rahmenhandlung – die ist hier ziemlich zu vernachlässigen – sondern an den Figuren und ihren Verhältnissen untereinander. Allen voran an der auf den ersten Blick sehr manierlichen, höflichen und adretten Yumeko. Denn hinter der Fassade verbirgt sich ein genialer Geist und eine gehörige Portion Wahnsinn. Für die spielsüchtige und risikobereite junge Frau gibt es nichts außer dem nächsten Spiel, dem nächsten Kick. Und dabei ist es für sie sogar zweitrangig ob sie jedes Mal gewinnt. Und grade dieser Wahnsinn, dem nicht nur Yumeko sondern auch ein paar andere Schüler anheimgefallen sind, sorgt für einen gewissen Unterhaltungsfaktor. Vor allem kontrastiert er in seiner Inszenierung das recht hübsche Charakterdesign und den Fanservice mit hässlichen Grimassen und Fratzen, gefletschten und knirschenden Zähnen und verrücktem Gelächter. Gleichzeitig sind die besten Spieler aber auch eiskalt, berechnend und stets auf ihre Strategie bedacht. Diese Mischung sorgt dafür, dass man stets bei der Stange bleibt, obwohl das Setting mit dem totalitären Regime der Schule, dem Fokus aufs Glückspiel und den überzeichneten Figuren nicht unbedingt glaubwürdig ist. Es ist sogar ziemlicher Humbug. Aber eben auch sehr interessant. Außerdem sind die Matches wenigstens abwechslungsreich.
Würde es sich um einen anderen Anime handeln wäre ich an dieser Stelle mit meinem Review erst halb durch, doch über Kakegurui gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Die Animationen sind gut aber nicht hervorragend und es gibt immer mal wieder Standbilder, wie man es von Anime eben kennt. Die Hintergründe sind nett aber nicht übermäßig detailliert. Lediglich die Darstellung des Wahnsinns ist eine willkommene Abwechslung zu anderen Serien. Grade dadurch, dass sie sich von der sonst recht gewöhnlichen Optik deutlich abhebt. Übrigens kann sich auch der deutsche Dub wirklich hören lassen.

Fazit

Zu Kakegurui kann man gar nicht viel sagen, da es weder eine nennenswerte Rahmenhandlung noch große Charakterentwicklungen gibt. Dass die Serie trotzdem solide bis gut unterhält liegt an den besessenen fast schon wahnsinnigen Figuren, den abwechslungsreichen, manchmal etwas zu spannungsarmen Glücksspielmatches und dem hanebüchenen aber interessanten Setting. Für die Dauer von 12 Episoden mit jeweils wenig mehr als 20 Minuten kann die Serie locker unterhalten. Für die bereits angekündigte zweite Staffel muss aber etwas mehr Substanz her.

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