Star Wars: Mace Windu – Jedi of the Republic

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© Marvel

Fakten

Comic: Star Wars: Mace Windu  –
Jedi of the Republic
Autor: Matt Owens
Penciler: Denys Cowan mit Edgar Salazar
Inker: Roberto Poggi mit Scott Hanna
Kolorist: GURU-eFX
Verlag: Marvel
Seiten:
112
Lesezeit:
ca. 80 Minuten
Format:
17,1 x 0,6 x 26 cm
Erschienen:
27.02.2018
Preis:
13,49 € (affiliate Link, Stand: 27.03.18)

Handlung

Die Schlacht von Geonosis ist vorbei und der Klonkrieg hat begonnen. Ab sofort müssen die Jedi, eigentlich Hüter des Friedens, als Generäle der republikanischen Klonarmee einen Krieg führen. Meister Windu soll in diesem Zuge zusammen mit drei anderen Jedi eine geheime Mission durchführen und die Anwesenheit der Separatisten auf dem abgelegenen Planeten Hissrich untersuchen und den Vorstoß zurückschlagen. Dabei muss er immer noch die vielen Verluste in der Schlacht von Geonosis verarbeiten und seine neue Rolle mit seinen Jediwerten vereinbaren…

Kurzreview

Über die Ankündigung einer Miniserie mit Meister Mace Windu in den Klonkriegen hatte ich mich wirklich gefreut, denn von Samuel L. Jackson als glatzköpfiger Jedimeister hat man in der Prequeltrilogie viel zu wenig gesehen. Doch leider ist die Miniserie um den geachteten Meister des Rates ziemlich belanglos und insgesamt enttäuschend geworden.
Dabei klingt die Ausgangslage auf dem Papier sehr vielversprechend: Eine geheime Mission von vier Jedi in einer neuen Rolle die theoretisch schwierig mit ihren eigenen Werten vereinbar ist auf einer von den Separatisten wegen ihrer Ressourcen erschlossenen und mehr oder minder besetzten Welt. Doch leider entpuppt sich das gelegentliche Droiden-Geschnetzel als ziemlich öde und abwechslungsarm und bleibt das potentielle Charakterdrama völlig aus. Man erfährt zwar eine kleine Geschichte aus Mace Windus Vergangenheit und er betont immer wie neu die Rolle doch sei besteht aber immer darauf sie würde völlig Konform mit den Werten des Ordens gehen. Zack bum aus. Keine Unsicherheit, kein Hadern. Auch nicht als einer seiner Begleiter ihn mit genau diesen Vorbehalten konfrontiert. Leider verpufft so jegliches Potential sofort wieder und es will einfach keine Spannung und keine wirkliche Unterhaltung aufkommen. Hier hätte ich mir wirklich einen Fokus auf einen inneren Konflikt, auf persönliche Werte, auf eine kritische Sicht auf den Jediorden gewünscht. Leider geschieht nichts von alldem. Noch blasser bleiben nur der droidische Bösewicht und Windus Begleiter Meister Kit Fisto, der blinde Jedi Prosset Dibs und die junge aber begabte Jedipilotin Rissa Mano.
Passend zu den enttäuschenden Charakteren und der lahmen Geschichte kann der Comic auch optisch nicht punkten. Die Farbgestaltung ist zwar wirklich stimmig und gelungen aber die Zeichnungen selbst sind in den besten Momenten mittelmäßig. Die Ähnlichkeit von Meister Windu mit seinem realen Vorbild Samual L. Jackson ist nur in Statur und Hautfarbe gegeben, die Gesichtszüge sind eher frei interpretiert. Das ist natürlich dem Zeichenstil geschuldet und wäre für mich völlig in Ordnung, wenn die Darstellung nicht so durchwachsen und unterschiedlich wäre. Das gilt übrigens nicht nur für Meister Windu. Häufig sind die Figuren und besonders ihre Gesichter arg deformiert und sie erinnern eher an schlechte Karikaturen. Panelfüllend gehen die Figuren oft noch in Ordnung, aber wenn sie eher im Hintergrund oder ins Szenenbild integriert sind gehen Details verloren, nehmen Verformungen drastisch zu und alles sieht einfach nur noch wirklich hässlich aus. Selbst die schlanken Kampfdroiden verkommen so groben Bauklötzen. Dass Marvel den Comic so durchwinkt gibt mir schon wirklich zu denken. Das optische Highlight sind die Cover der einzelnen Hefte, die von anderen Künstlern gestaltet wurden.

Fazit

Nachdem das Vertrauen in die aktuellen Star Wars Comics bei mir zumindest Teilweise zurückgekehrt war kommt Mace Windu um die Ecke und reißt mit lahmer Story, schwachen Charakteren und einem teilweise wirklich hässlichen Artwork (arge Deformationen) alles wieder ein. Diesen Comic kann man sich getrost schenken, denn auch für Fans ist er schlicht überflüssig und noch dazu einfach alles andere als gut.

Edit:
Beispiele für Deformationen und Detailverlust im Artwork.

20180327_170816.jpg
Dies sind übrigens die bekannten schlanken Kampfdroiden.
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