Doctor Strange (Jason Aaron Run) Bd. 1-3

Fakten

Comics: Doctor Strange Bd. 1: Der Preis der Magie
Doctor Strange Bd. 2: Die letzten Tage der Magie (Teil 1)
Doctor Strange Bd. 3: Die letzten Tage der Magie (Teil 2)
Autor: Jason Aaron und andere
Zeichner: Chris Bachalo und andere
Kolorist: Chris Bachalo und andere
Verlag: Panini Comics (Marvel)
Seiten: 108-124/Band
Sprache: Deutsch
Lesezeit: ca. 50-75 Minuten/Band
Format: 16,9 x 1 x 25,9 cm
Erschienen: Bd. 3: 11.04.17
Preis: 14,99 € | 12,99 € | 14,99 € (affiliate Links)

Handlung

Alles hat seinen Preis. Ganz besonders die Magie. Und für Doctor Stephen Strange, den obersten Magier der Erde, gilt das ebenso. Viel zu lange hat er die Zeche geprellt und nun pocht das Schicksal in Form der Empirikul an die Sprichwörtliche Tür der Bleecker Street 177A.
Unter Führung des „Imperators“ fallen die Empirikul mit ihren Wölfen und Maschinen über alle Dimensionen und Parallelwelten her um jeden Magier oder Magiebegabten zu töten und sogar die Magie selbst zu vernichten. Unter Führung von Strange formiert sich auf der Erde der finale Widerstand.

Kurzreview

Nachdem mir der Doctor Strange Film mit Benedict Cumberbatch gefallen hat und ich nur gutes vom Jason Aaron Run gehört habe wurde es Zeit mir den endlich einmal anzuschauen.
Da die Figur des Doctor Strange schon recht lange im Dienst ist, darf man zwar keine richtige Originstory erwarten aber Aaron erleichtert Neulingen den Einstieg in die Serie dadurch, dass er Stranges Vergangenheit in einigen wenigen Panels zusammenfasst und alles Wichtige zur Sprache bringt. Dennoch steigt der Run unvermittelt in den ersten Arc ein und legt ein ziemlich hohes Erzähltempo an den Tag. Dabei führt der erste Band „Der Preis der Magie“ das Problem beziehungsweise den großen Gegner der ersten drei Bände ein, die Empirikul. Die streben danach jegliche Magie im Multiversum auszumerzen. Dabei legen sie Reihenweise mächtige Magier aller Dimensionen um und scheuchen allerhand magische Wesen auf. Noch bevor Stephen Strange etwas von der Bedrohung durch die Empirikul weiß spürt er bereits erste Auswirkungen in New York und weiß instinktiv, dass etwas nicht stimmt und geht der Angelegenheit auf den Grund. Im zweiten Band drosselt Aaron das Tempo ein wenig um Stranges Mitstreiter im Kampf gegen die Empirikul vorzustellen. Das fühlt sich einerseits ein bisschen wie Fillerkapitel an ist aber andererseits durchaus unterhaltsam und fügt sich mehr oder minder zu einem sinnigen Gesamtkonstrukt und gibt eine kleine Atempause bevor es dann im dritten Band auf in die finale Schlacht geht, die Stranges Leben und die Magie wie er sie kennt nachhaltig verändern wird…
Da der Run kein Neustart sondern eine Forstsetzung ist, ist der Hauptcharakter schon weitestgehend definiert und gefestigt. Stephen ist bei weitem nicht mehr so arrogant wie er früher einmal war und ist bereit große Opfer zu bringen. Dabei hat er sichtlich sein Päckchen zu tragen, muss ordentlich einstecken aber teilt auch gut aus. Wenn es sein muss ohne Rücksicht auf Verluste und unter Einsatz des eigenen Lebens. Trotz aller Anstrengungen und im Angesicht der Gefahr ist er nie um einen flotten Spruch oder eine dumme Antwort verlegen und kommt durchaus vielschichtig rüber. Die Nebenfiguren sind dafür recht unbedeutend und blass aber ebenfalls sympathisch. Alles in allem ein unterhaltsames Ensemble. Wo wir schon bei unterhaltsam sind sollte ich den Humor nicht unterschlagen. Denn trotz aller Ernsthaftigkeit lässt Aaron immer wieder Raum für lustige Momente, Sprüche oder Zeichnungen und lockert damit die eher düstere Atmosphäre und die Spannung etwas auf.
Ebenfalls sehr gefällig sind die schönen Zeichnungen mit tiefschwarzen Schatten, kräftigen Outlines und eher dunklen aber kräftigen Farben. Die bei Panini eher unübliche Wahl des matten Papiers passt hierzu übrigens wunderbar zu den Bildern. Ganz besonders mag ich an den Zeichnungen jedoch die vielen versteckten Eastereggs und Anspielungen auf andere Werke. Wer sich die Panels genauer ansieht entdeckt unter anderem die Rose unter der Glashaube aus die Schöne und das Biest, eine Frau die von einem fliegenden Teppich stürzt die verdächtig an Prinzessin Jasmin aus der Disneyversion von Aladdin erinnert oder einen Jungen mit Zauberstaub der unter einer Treppe kauert und ein prominent platziertes Pflaster auf der Stirn trägt.

Fazit

Der erste Arc des Doctor Strange Runs aus der Feder von Jason Aaron kann auf ganzer Linie überzeugen. Das hohe Erzähltempo sorgt für die nötige Spannung, Stephens flotte Sprüche sorgen für eine gehörige Prise Humor und die tollen Zeichnungen wissen ebenso zu gefallen. Die einzige Frage die bleibt ist wieso sich Stephen nicht einfach Hilfe bei seinen Defender- oder Avenger-Kollegen holt und riskiert, dass alle Magie für immer ausgelöscht wird. Aber sei es drum, denn dem sehr hohen Unterhaltungsfaktor tut dies keinen Abbruch.

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