Kurz Kommentiert 16: Deadpool 2, The Storms of Crait und Happy!

Moin zusammen,

heute habe ich wieder ein buntes Paket für euch geschnürt. Obwohl die heutigen Besprechungsgenstände drei verschiedene Medien sind dreht sich heute alles um Comics beziehungsweise zumindest um ihre Adaptionen.

5afd4b1a3f092Deadpool 2

Zum zweiten Streich des Großmauls mit herausragenden Regenerationskräften kann und muss man gar nicht viel erzählen. Wer den ersten Teil mochte wird auch den zweiten Teil mögen – trotz seiner Schwächen. Wie schon Teil 1 krankt auch der zweite Film wieder an der Story. Klar, sie funktioniert ist aber ziemlich vorhersehbar, dünn und lockt keinen hinter dem Ofen hervor. Vor allem ist Cables Auftritt für das Ende der Geschichte eigentlich völlig Banane – geendet hätte es wahrscheinlich trotzdem ähnlich. Naja, sei’s drum! Es gibt wieder jede Menge Gags, Seitenhiebe und Metahumor. Dabei teilt Wade Wilson nicht nur gegen Marvel Konkurrenz DC sondern auch gegen Comics aus dem eignen Verlag, die X-Men und das MCU aus. Wieder als eher „Insider“-Jokes. Aber auch für alle anderen haut der Merc with a Mouth wieder allerhand flotte, freche und manchmal alberne Sprüche raus. Ein bisschen muss man auf den teils simplen Pipi-Kaka-Penis-Humor stehen. Um es abzukürzen: Der zweite Teil bewegt sich auf demselben Niveau wie sein Vorgänger, macht Spaß und bleibt trotz der durchaus dramatischen Ausgangslage ziemlich seichte Popcornunterhaltung. Der Film hat sich nicht wirklich weiterentwickelt und darf nicht als Deadpool 2.0 gesehen werden, sondern einfach als 2. Teil vom selben. Lediglich die CGI ist noch ein bisschen besser als im Vorgänger, was die durchaus unterhaltsamen Actionszenen durchaus nochmal aufwertet. Das bleibt aber auch die einige wirklich Weiterentwicklung. Deadppol 2 macht Spaß ist aber weit davon entfernt irgendwas Besonderes zu sein. Sollte der Antiheld mit der großen Klappe allerdings auf lange Sicht ins MCU integriert werden dürfte er für einige Auflockerung sorgen.

TLJ-StormsofCrait-FinalStar Wars: The Storms of Crait

Im Zuge der Promotion zu Star Wars Episode VIII erschienen nicht nur einige Romane und Sachbücher, sondern unter anderem auch der Comic Oneshot „The Storms of Crait“. Das Kapitel fügt sich in die Marvel Star Wars (2015) Hauptserie ein und beschreibt einen kurzen Abstecher des Heldentrios Leia/Luke/Han auf den Salzplaneten Crait, der in die letzten Jedi als Schauplatz des Finales dient. Zeitlich spielt der Oneshot nach der Schlacht von Yavin in Episode IV und vor dem Auftakt von Episode V. Die Rebellen sind auf der Suche nach einem geeigneten Planeten für ihre neue Hauptbasis, da sie Yavin IV verlassen mussten. Die Hoffnung, dass Crait die neue Heimat werden könnte ist zwar gering, doch wenn man schonmal in der Nähe schaut man halt mal vor Ort vorbei. Dieses Unterfangen läuft selbstredend nicht unbedingt glatt…
Joa, was soll ich sagen? Der Comic gibt wirklich nicht mehr her als die obige Beschreibung und ist ehrlich gesagt ziemlich überflüssig und durch seine Kürze und Gehaltlosigkeit auch eher mittelprächtig geraten. Obwohl sich andere Zeichner und Koloristen für diesen Oneshot verantwortlich zeichnen krankt er auf optischer Ebene an den gleichen Problemen wie die Hauptserie: Die Gesichter sind häufig getraced und wirklen durch ihren eigenwilligen Stil häufiger mal etwas deplatziert und stechen vor allem aus dem Rest des Bildes hervor. Dabei gefallen mir die Hintergründe und das allgemeine Farbdesign eigentlich gut. In vielen Panels habe ich auch weniger Probleme mit den Gesichtern, wenn sie denn gut getroffen sind – das ist aber leider nicht immer der Fall. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Comic tut zwar nicht weh ist aber in allen Bereichen völlig belanglos und überflüssig.

happy-big.jpgHappy!

Die Serienadaption des Grant Morrison Comics Happy! startete bereits im Dezember auf dem Sender Syfy und schaffte es Ende April schließlich nach Deutschland wo sie beim Streamingdienst Netflix verfügbar ist. Da ich den Comic leider nicht kenne kann ich keinen Vergleich zur Ursprungsfassung ziehen. Aber das erscheint mir auch gar nicht so wichtig, denn die Serie funktioniert auch gut für sich allein genommen. Es geht um den abgehalfterten Ex-Polizisten und Auftragskiller Nick Sax, der ganz unten angekommen ist. Er trinkt und nimmt Drogen aller Art. Doch eines Tages erscheint ihm das kleine fliegende Einhorn Happy und wirbelt sein Leben noch mehr durcheinander. Happy entpuppt sich als der imaginäre Freund von Nicks Tochter, von der er nichts weiß. Die kleine Hailey wurde entführt und ist bei einem Kinderhändlerring gelandet. Kurz: Sie braucht Nicks Hilfe.
Und los geht der wilde Ritt mit jeder Menge Blutvergießen, schrägen, absurden und peinlichen Situationen und allerhand bösen Buben die dran glauben müssen. Happy ist nichts für Jedermann, dazu ist es zu abgedreht, teils vielleicht sogar zu brutal. Aber die Serie ist durchaus spannend und hat auch abseits des Splatterspaßes einiges an schrägem Humor zu bieten. Auch ein paar leise Charaktermomente hat sie zu bieten. Die Serie ist nicht der ganz große Wurf aber gute Unterhaltung für zwischendurch. Wenn euch das übrige Netflixprogramm zu bodenständig ist und ihr ein bisschen Wahnsinn braucht schaut unbedingt mal rein. Eine zweite Staffel wurde übrigens bereits angekündigt.

Kommt gut in die neue kurze Woche. Oder wie Negasonic Teenage Warhead es ausdrücken würde ❤5wDEG5W

 

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