Wayward Vol. 1: String Theory

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© Image Comics

Fakten

Comic: Wayward Volume 1: String Theory
Autor: Jim Zub
Zeichner: Steve Cummings
Koloristen: Tamra Bonvillain, Ross A. Campbell, Josh Perez, John Rauch, Jim Zub, Ludwig Olimba
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 144
Lesezeit: ca 60 Minuten
Format: 16,3 x 1,3 x 25,7 cm
Erschienen: 25.03.2015
Preis: 13,36 € (affiliate Link, Stand: 03.07.18)

Handlung

Die Halbjapanerin Rori Lane reist von ihrer Heimat Irland nach Tokio um dort fortan bei ihrer Mutter zu leben und die Highschool zu besuchen. Kaum in Tokio angekommen beginnt sie rote Fäden zu sehen, die sie an wichtige Orte führen oder ihr auf mysteriöse Weise den Weg weisen. Doch das ist noch längst nicht alles! Auf einer ersten abendlichen Erkundungstour der Nachbarschaft wird Rori von drei Kappas angegriffen, japanischen Sagenwesen. Doch zu ihrem Glück eilt die quirlige und katzenhafte Ayane zu Hilfe. Mit vereinten und ungeahnten Kräften schlagen sie die Angreifer in die Flucht. Doch Ayane und Rori sind nicht die einzigen Teenagerinnen mit mysteriösen Kräften und die drei Kappas nicht die einzigen Yokai, die irgendetwas aus dem Untergrund aufgescheucht hat…

Kurzreview

Nach mehrfacher Empfehlung und kurzem Googeln von Beispielbildern hatte ich Wayward schon länger auf dem Zettel. Als ich dann im Mai in London Bargeld loswerden musste habe ich bei Forbidden Planet zugeschlagen und direkt die ersten 5 Bände mitgenommen – also macht euch auf ein paar Reviews gefasst!
Die Teenagerin Rori Lane ist als Tochter eines Iren und einer Japanerin in Irland aufgewachsen und beendete noch der Trennung ihrer Eltern die mittlere Reife. Für die Oberstufe startet sie nun in ihr neues Leben bei ihrer Mutter im japanischen Tokio. Sie muss sich also nicht nur mit ihren neuen Kräften, Yokais und Kämpfen herumschlagen, sondern sich auch noch in einem anderen Land, einer anderen Kultur, einem anderen Schulsystem einfinden und einleben. Im Vordergrund steht im ersten Band aber erstmal ganz klar das Worldbuilding, der Aufbau der Ausgangslange und das Zusammenfinden der kleinen Gruppe… „begabter“ Teenager um Rori. Da im ersten Band auf Handlungsebene echt viel passiert geizt der Comic noch ein klein wenig mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Charakteren. Die zentralen Figuren sind aber alle sehr sympathisch und von Anfang an bemüht zu einem Team zusammenzuwachsen und aufeinander Acht zu geben. Das gefällt mir im ersten Eindruck alles schon ziemlich gut. Die Grundsteine für Charaktermomente und vor allem Entwicklung – Stichwort Coming of Age – werden nämlich schon gelegt, zumindest was Hauptfigur Rori angeht. Alles verspricht bisher Drama, Action, etwas Humor und eine recht authentische Darstellung von Japan.
Japan verkommt nämlich nicht zum bloßen Setting, sondern Tokios urbane Eigenheiten, die Mythen und Sagenwelt aber auch etwa der Schulalltag scheinen recht sensibel und vernünftig recherchiert angegangen zu werden. Laut einleitendem Interview des Bandes legen die Macher des Comics auch genau darauf Wert. Diese geerdete Darstellung Japans und Tokios macht einen Teil des Charmes der Serie aus und sorgt dafür, dass sie sich halb wie ein Manga anfühlt. Das spiegelt sich natürlich auch im wirklich hübschen Zeichenstil wieder, der sich am besten als Mischung aus besonders schönem Mangastil und westlichen Mainstreamcomics beschreiben lässt. Auch thematisch vermischt der Comic aktuelle westliche und japanische Comictrends und Motive. Manchmal fühlt sich der Comic ein bisschen wie ein Superheldencomic an und dann wieder überhaupt nicht. Die Darstellung der Kräfte erinnert mich aber eher an Animeserien als an Marvel oder DC. Der Comic ist aber auch für Leser zugänglich, die bisher mit Japan oder Manga wenige bis gar keine Berührungspunkte hatten. Sehr hilfreich sind dabei die augenscheinlich gut recherchierten Beschreibungen der im Comic bisher vorkommenden Yokai, die sich im Skizzenteil am Ende des Bandes befinden.

Fazit

Wayward punktet in Volume 1 mit toller Optik, wirklich straffer und ereignisreicher Handlung, sympathischen Figuren und mit einer gelungenen Mischung aus mystisch angehauchten japanischen Manga und US-Superheldencomics. Der erste Band geizt zwar noch ein wenig mit Charaktermomenten und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Figuren deutet diese aber bereits für den weiteren Verlauf an. Wayward ist bisher verdammt unterhaltsam und der perfekte Comic für alle Mangaleser, die sich an westliche Comics heranwagen möchten, und Comicleser die antesten möchten ob Manga etwas für sie sein könnten.

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2 Kommentare zu „Wayward Vol. 1: String Theory

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