Wotakoi: Keine Cheats für die Liebe / Wotaku ni Koi wa Muzukashii

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© A-1 Pictures

Fakten

Titel: Keine Cheats für die Liebe / Wotakoi: Love is hard for Otaku / Wotaku ni Koi wa Muzukashii
Laufzeit: 11 Episoden/ca 24 Minuten
Startdatum: 13.04.18
Sprache: Japanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Streaming: Amazon Prime Video

Handlung

An ihrem ersten Tag als Büroangestellte in einem größeren Unternehmen trifft Narumi Momose auf ihren Kindheitsfreund Hirotaka Nifuji. Um zu verhindern, dass er sie direkt als Nerd outen kann fährt sie ihm bei der Begrüßung ins Wort um sich mit ihm auf ein paar Drinks zu verabreden. Bei dieser Verabredung beichtet sie ihm, dass sie ihr Otaku-Dasein bisher immer verheimlicht hat, weil sie überzeugt ist, dass dieses ihr immer Probleme bereitet hat und ihre Exfreunde sie immer abserviert haben sobald sie es herausfanden. Nifuji macht aus seinem Nerddasein hingegen keinen Hehl und fährt damit ganz gut. Nur mit den Frauen klappt es nicht so ganz. Da die beiden übereinander Bescheid wissen und einander so akzeptieren können wie sie sind beschließen sie miteinander auszugehen und zu sehen wohin das führt…

Kurzreview

Die Serie, die den gleichnamigen Manga wohl recht werksgetreu umsetzt einige Kapitel jedoch tauscht und ausbaut, erschien international im Simulcast bei Amazon Prime Video. Seit wenigen Wochen ist die Serie nun vollständig und ich habe nachdem ich durchweg positives Feedback gehört und gelesen habe mal reingeschaut.
Über die Story ist mit der obigen Zusammenfassung eigentlich schon alles gesagt obwohl sie nur die erste der elf Folgen zusammenfasst. Die Geschichte um Nifuji und Momose schreitet nämlich sehr gemächlich voran. Das liegt vor allem daran, dass Nifuji jegliche Erfahrung fehlt und er manches nicht so richtig versteht. Aber er ist sehr bemüht. Momose hingegen ist manchmal ein bisschen überrascht wie langsam sich alles weiterentwickelt. Aus vorherigen Beziehungen kennt sie das ganz anders. Aber zum ersten Mal muss sie sich vor einem Partner nicht verstellen und kann ungeniert ihren Hobbies nachgehen. Außerdem schafft Nifuji es immer mal wieder sie doch zu überraschen. Beide sind dabei von Grund auf sympathisch und haben auch ihre Fehler. Das macht beide Figuren nachvollziehbar und nahbar – die Grundvoraussetzung dafür, dass so eine Serie funktionieren kann.
Der ganz frischen Beziehung zwischen Hirotaka und Narumi stellt die Serie die schon länger währende Beziehung zwischen ihren Kollegen Hanako Koyanag und Tarō Kabakura gegenüber. Die beiden sind nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde und Vertraute für die beiden Hauptfiguren und beinahe genauso wichtig. Auch sie sind im weitesten Sinne Otaku und verstehen die Probleme und Interessen mit denen Hirotaka und Narumi zu kämpfen haben und helfen ihnen manchmal etwas auf die Sprünge. Dabei haben sie ihre ganz eigenen Probleme. Und genau das ist einer der Clous der Serie: In dem sie deine frische Beziehung und eine etwas gefestigtere gegenüberstellt kann sie in relativ kurzer Zeit ein breiteres Spektrum an Beziehungsthemen aufgreifen als wenn sie nur ein Pärchen begleiten würde. Das klingt nun alles schon fast nach Beziehungsdrama ist es aber mitnichten! Ganz im Gegenteil. Die Schwierigkeiten aber auch Erfolge werden zwar ernstgenommen aber eher leichtfüßig und immer mit einem gewissen Augenzwinkern behandelt. Überhaupt ist der Ton der Serie eher locker und witzig. Die Beziehung der Kindheitsfreunde ist zwar immer Kernthema der elf Folgen aber es geht hauptsächlich um ihren Alltag – der sich bei Otaku und verliebten sicherlich auch mal vom Alltag anderer unterscheidet. Erfrischend ist dabei, dass es sich bei den Figuren um Erwachsene handelt. Das hebt die Serie schonmal von der Masse der vielen und oft recht quirligen Highschool-RomComs ab, die deutlich in der Überzahl sind. Das gemächliche Erzähltempo trägt ebenfalls dazu bei.
Die Optik und die Animationen des Anime sind zwar ansehnlich aber wenig spektakulär und geizen manchmal mit Details. Man kann aber auch sagen sie konzentrieren sich auf das wesentliche. Das kann man sich auf jeden Fall gut angucken. Bei Amazon Prime Video erschien die Serie im Original mit Untertitel – Wahlweise Englisch und Deutsch. Bei den deutschen Untertiteln fiel mir allerdings auf, dass bei einigen Folgen, bei denen nach dem Abspann noch eine kurze Szene kommt, dort der Untertitel fehlt.

Fazit

Wotakoi oder Keine Cheats für die Liebe ist eine wirklich nette erwachsene Slice of Life RomCom für zwischendurch. Der eher lockere Ton, der Probleme zwar stets ernst nimmt aber sie nie überdramatisiert, der leise Humor und die sympathischen Figuren motivieren stets zum weitergucken. Die Serie ist kein Megahit aber definitiv einen Blick wert. Ich würde mich jedenfalls über eine Fortsetzung freuen, denn alles steht noch ziemlich am Anfang. Da der Manga der Animeadaption allerdings wohl nicht allzu weit voraus ist bleibt abzuwarten ob (zeitnah) mit einer Fortsetzung zu rechnen ist.

Links

Eine alternative Meinungen von Mia vom Blog House of Animanga findet ihr hier.

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