Wayward Volumes 3-5

Fakten

Comic: Wayward Volume 3: Out From the Shadows
Wayward Volume 4: Threads and Portents
Wayward Volume 5: Tethered Souls
Autor: Jim Zub
Zeichner: Steve Cummings
Koloristen: Tamra Bonvillain, Brittany Peer, Ludwig Olimba
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 128-136
Lesezeit: ca 50-70 Minuten/Band
Format: 16,5 x 0,8 x 25,7 cm
Erschienen: 06.02.2018 (Vol. 5)
Preis: 14,86 € |14,89 €|15,56€ (affiliate Link, Stand: 06.08.18)
Reviews vorheriger Ausgaben: Vol. 1Vol. 2

 

Handlung

Nachdem die Teenies um Rori Lane unter dem Einfluss der Tsuchigumo erste kleine aber sehr erfolgreiche Schlage gegen die Yokai ausführen steht der Nurarihyon unter Zugzwang. Er entscheidet sich einen anderen Teenager mit ganz besonderen Kräften für seien Zwecke zu rekrutieren und mit seiner Hilfe den Verteidigungsminister und somit japanische Verteidigungskräfte unter seine Kontrolle zu bringen. Diese setzt er gegen die Gruppe um Rori Lane ein. Auf unvorhergesehene Weise werden die Jugendlichen erneut getrennt und suchen ihr Heil in der Flucht und tauchen unter…

Kurzreview

Wayward bleibt sich auch in den Bänden 3 bis 5 treu und hält das Erzähltempo ziemlich hoch. Angereichert wird die Geschichte nun auch noch um die eine oder andere schicksalhafte wie unvorhergesehene Wendung. So bleibt die Serie auch in Band 5 immer noch sehr spannend und kurzweilig. Dafür kristallisiert sich leider auch eine Schwäche von Wayward immer weiter heraus: Die Charaktere kommen etwas zu kurz und auf emotionaler Ebene fehlt eine ganze Menge. Die Story marschiert stramm vorwärts und lässt so kaum Luft zum Atmen oder zur Entfaltung der Charaktere, es fehlt an stillen Momenten. Das heißt nicht, dass die Charaktere keine schweren Schicksalsschläge ereilen oder sie keine Entwicklungen durchmachen aber das geschieht meist sehr beiläufig, überhastet und völlig unemotional. Versteht mich nicht falsch, die Charaktere sind alle sympathisch und einigermaßen nahbar, aber eigentlich weiß der Leser am Ende des fünften Bandes immer noch so gut wie gar nichts über die Hauptakteure. Nur ganz langsam und Stück für Stück in ganz kurzen Passagen erfährt der Leser Kleinigkeiten aus den Leben der Figuren vor ihren Kräften. Aber wenn es dann doch mal zu einer Enthüllung oder einem dramatischen Zwischenfall kommt wird dies bestenfalls auf einer Seite in 5 Panels überstürzt abgebacken. Das hohe Tempo von Wayward macht zwar wirklich Spaß und hält bei Laune aber richtig gutes Pacing sieht auch Verschnaufpausen vor. Das klingt jetzt alles nach ziemlich harter Kritik ist aber gar nicht so schlimm wie es sich anhört. Besagte Pausen und Charaktermomente würden die ohnehin schon starke Serie aber nochmal ordentlich aufwerten. Grade bei dem Label Coming of Age habe ich ein bisschen mehr erwartet. Ich hoffe da kommt noch was.
Wer hingegen Spaß daran hat in neue Welten einzutauchen und sich für Mythen und Sagen aller Art interessiert hat ab Band 4 besonderen Grund zur Freude, denn Rori ist natürlich nicht nur zufällig Halbirin. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber auch die grüne Insel mit ihrer reichen Mythen- und Sagenwelt, ihren Runen und Druiden spielt durchaus noch eine Rolle. So viel sei schon verraten: Nicht nur in Japan ist es an der Zeit den Staffelstab an die neue Generation mystischer Mächte zu übergeben und nicht nur in Japan sind die alten Mächte bemüht ihre Machtposition zu behalten. Da könnte also noch großes auf uns zu kommen!
Neben der spannenden Geschichte und dem hohen Tempo bleibt die Optik des Comics weiterhin eines der größten Pro-Argumente. Die Mischung aus Mangastil und US-Comics sieht einfach unfassbar gut aus. Auch die wirklich stimmige wie schöne Licht- und Farbgestaltung trägt einen großen Teil zum Gesamteindruck bei. Bis auf ganz wenige Ausnahmen bei Doppelseiten sind die Panels zudem übersichtlich und nachvollziehbar angeordnet. Grade auf diesen Doppelseiten in denen sich verschiedene Abschnitte verschiedenen Personen widmen oder alles um ein zentrales Panel angeordnet ist kann Comiceinsteigern mal ein wenig die Übersicht abhandenkommen.

Fazit

Auch in den Bänden 3 bis 5 hält Wayward das Tempo hoch und bietet dabei sehr gute kurzweilige Unterhaltung. Lediglich die emotionale und charakterliche Ebene kommt ein wenig zu kurz. Bei der rasanten Story mit den überraschenden Wendungen und der tollen Optik fällt das aber kaum auf.

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