Androiden Bd. 4: Kielkos Tränen

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© Splitter Verlag

Fakten

Comic: Androiden Band 4: Kielkos Tränen
Autor: Jean Charles Gaudin
Zeichner: Viska
Farben: Digikore Studios
Verlag: Splitter Verlag (Leseprobe)
Sprache: Deutsch
Seiten: 56
Lesezeit: ca 50 Minuten
Format: 23 x 1,2 x 32,2 cm
Erschienen: 21.05.2018
Preis: 15,80 € (affiliate Link)

Handlung

Kielko ist ein Android und der persönliche Assistent, das Kindermädchen, der Berater und Chauffeur der dreiköpfigen Familie Morgan. Kielko ist sich bewusst, dass er bloß ein Roboter mit einer künstlichen Intelligenz ist dessen Reaktionen durch Algorithmen und Programme gesteuert werden. Doch warum hat er das… Gefühl, da wäre mehr? Als das Bild der heilen Familie nach und nach Risse bekommt erwacht etwas in Kielko…

Kurzreview

Nachdem ich ganz persönlich den dritten Band nicht so sehr mochte, was daran lag, dass er meiner Meinung nach nicht zum Rest passte und sich zu weit von dem Robotik-Thema entfernte, stimmt mich der vierte und letzte Band nun wieder versöhnlich!
Er befasst sich mit einem wahren Klassiker unter den Science-Fiction Themen: Was ist wenn Roboter so etwas wie Gefühle und ein Persönlichkeit entwickeln, sich selbst hinterfragen und reflektieren und irrationale Entscheidungen treffen? Das Ganze ist einerseits als Portrait einer Kleinfamilie angelegt und andererseits das Portrait des Androiden Kielko und geht später in einen Krimi über. Fast schon Tagebuchartig erzählt Kielko immer wieder aus der Ich-Perspektive und legt dem Leser dar, was ihn so sehr an Menschen fasziniert und was er ohne das Wissen „seiner“ Familie so treibt. Das ist von Beginn an interessant bleibt zunächst aber überraschungsarm und ziemlich kühl und distanziert erzählt – trotz des immer wieder vorkommenden Ich-Erzählers. Interessant ist dabei, dass niemand außer dem Sohn der Morgans wirklich durch und durch sympathisch ist. Von Anfang an wirkt alles so, als sei es nur noch Fassade. Dazu und zum Thema der Reihe passt dieser Erzählton jedoch gut. Dabei geht jedoch die emotionale Ebene ziemlich verloren, was ich bei diesem recht kurzen Comic aber nicht schlimm, sondern eher passend finde.
Auf der Zielgeraden legt der Comic aber nochmal eine ordentliche Schippe drauf und bringt gleich mehrere Wendungen unter, so der der Leser wirklich erst auf den letzten Seiten weiß was wirklich geschah und was Sache ist. Das gefiel mir gut und hat mich bis zum Ende unterhalten. Innerhalb des Comics gibt es aber mehrere kleine Zeitsprünge, die unerfahrene Comicleser vielleicht manchmal etwas verwirren können. Im großen kann man den Panels aber sehr gut folgen.
Dazu sieht der Comic auch wieder wirklich hübsch aus weiß mit dem teils recht kühlen aber durchaus eher realistischen Farbdesign zu überzeugen. Da freut man sich gleich direkt noch mehr über das große Albumformat im schicken glänzenden Hardcover mit den dicken matten Innenseiten.

Fazit

Kielkos Tränen bildet den Abschluss einer insgesamt überzeugenden und unterhaltsamen Science-Fiction Reihe zum Thema Robotik und Robotergesetze. Das Recyclen und neuzusammensetzen bekannter Motive und Themen wirkte dabei immer stimmig und frisch. Für Fans der Thematik eine absolute Empfehlung.

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