Star Wars: Women of the Galaxy

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© Chronicle Books

Fakten

Titel: Star Wars: Women of the Galaxy
Autorin: Amy Ratcliffe
Zeichner: Diverse
Verlag: Chronicle Books
Seiten: 232
Sprache: Englisch
Format: 21,3 x 2,2 x 26,4 cm
Erschienen: 30.10.18
Preis: 22,69 € (affiliate Link, Stand: 07.11.18)

Review

Vor ein paar Wochen las ich eine Ankündigung zu Amy Ratcliffes Women of the Galaxy und musste es direkt vorbestellen. Letzte Woche traf das Buch schließlich bei mir ein und ich habe seitdem immer mal wieder darin geblättert und ein paar Seiten gelesen. Das beschreibt das Buch eigentlich ziemlich passend, denn Women oft he Galaxy lässt sich wohl am ehesten als „Coffee Table Book“ bezeichnen, das man gerne immer wieder aber selten länger zur Hand nimmt. Es ist eine Mischung aus Bildband und eher rudimentärem und oberflächlichem Nachschlagewerk und widmet sich auf 232 Seiten gänzlich 75 großen und kleinen Heldinnen, Schurkinnen, Jedi, Sith, Töchtern und Müttern der weit, weit entfernten Galaxis die alle mal mehr mal weniger große Beiträge geleistet und das Franchise (im neuen Kanon) geformt haben.

Angefangen hatte Ende der 70er alles mit Prinzessin Leia. Wenn es sein musste war sie schon damals schlagfertig, mutig, intelligent und als Gallionsfigur der Rebellion gegen das Imperium von enormer Bedeutung. Mit ihr fing alles an. Auch die Tradition, dass Frauen in Star Wars oftmals tragende Rollen spielen und das Schicksal einzelner, vieler oder der ganzen Galaxis in Händen halten. Da ist es umso schöner, dass dieses Buch der leider verstorbenen Prinzessin Leia Darstellerin Carrie Fisher gewidmet ist.
Eingeleitet wird das Buch passenderweise mit einem kurzen leider etwas nichtssagenden Vorwort von Lucasfilm Präsidentin Kathleen Kennedy. Solltet ihr sie nicht kennen: Seit der Übernahme des Franchise und den Reboot des Kanons durch Disney im Oktober 2012 ist sie gewissermaßen Regentin über das Franchise und als Produzentin Maßgeblich an allen neuen Filmen beteiligt. Autorin Amy Ratcliffe lässt sich jedoch ihre eigene kurze Einleitung nicht nehmen, in der sie recht interessant schildert wie sie zu Star Wars und zum Schreiben des Buches kam.
Nach der kurzen Einleitung geht es dann auch direkt mit den Portraits der Frauen und Mädchen los. In wenigen Sätzen werden die für das Franchise wichtigsten und relevantesten Stationen und Handlungen der Heldinnen, Schurkinnen und allem dazwischen geschildert. Dort wo es passt werden die Texte noch um kleinere Anekdoten oder Wissenswertes rund um die Schauspielerinnen, Synchronsprecherinnen und so weiter ergänzt. Die 75 Portraits widmen sich dabei den unterschiedlichsten Figuren und der vollen Bandbreite an aktuellen kanonischen Star Wars Medien. Neben den bekannten Filmheldinnen wie Jyn Erso und Prinzessin Leia sind auch viele Romanfiguren wie Norra Wexley (Aftermath-Trilogie), Comicfiguren wie Doctor Chelli Aphra (u.a. Doctor Aphra) und Evaan Verlaine (Prinzessin Leia), Videospielfiguren wie Iden Versio (Battlefront 2) oder Seriencharaktere wie Hera Syndulla (Rebels) und Barriss Offee (Clone Wars) mit von der Partie. Je nachdem wie groß oder klein die Beiträge der Figuren und ihre Rollen in den verschiedenen Medien sind, sind die Portraits meistens zwischen zwei und sechs Seiten lang, wobei auf jeder Doppelseite immer nur eine Seite beschriftet ist. Die andere Seite nimmt ein oft ganzseitiges aber immer mindestens großformatiges Bild der beschriebenen Figur ein. Das Schriftbild wirkt mit dem breiten Rand sehr Licht, was zu einem ziemlich edlen Eindruck wie in einem Fotobildband führt. Aber zurück zu den Bildern: Diese stammen von 18 verschiedenen Künstlerinnen und Non-Binary-Artists. Das finde ich zum einen passend zum Buch und zum anderen ein tolles und wichtiges Zeichnen gegen all die Hater, die Star Wars den echten Fans speziell seit The Force Awakens mit Frauen- und LGBT-Feindlichkeit madig machen wollen. Die Stile der KünstlerInnen sind dabei sehr verschieden und decken von eher flächigen und pastelligen schlichten Zeichnungen bis hin zu eher düsteren sowie realistischeren Gemälden alles ab. Ganz am Ende des Buches werden die beteiligten KünstlerInnen in ganz kurzen Absätzen nochmal vorgestellt und gekennzeichnet wer welche Seite illustriert hat.
Verlagsseitig hat man sich für eine ziemlich schicke Hardcoverumsetzung in einem für Bildbände eher kleineren Format von circa 21 mal 26 cm entschieden. Unter dem Schutzumschlag ist der nackte matte und angenehm dicke Hardcovereinband nochmal mit denselben Motiven (Rey auf der Vorder- und Leia auf der Rückseite) in Pastelltönen bedruckt – jedoch ohne störende Textelemente oder Barcodes. Das Buch macht sich also auch toll als dekoratives Ausstellungsstück. Auch die Innenseiten sehen mit ihrem schlichten und lichten Design edel aus. Alles in allem eine wirklich gelungene Umsetzung.

Fazit

Star Wars: Women of the Galaxy ist ein schickes Coffee Table Buch, das man zwar eher nur kurz dafür aber gern häufiger in die Hand nimmt um darin zu schmökern oder sich einfach nur die Bilder anzusehen. Die Texte hätten gerne etwas umfangreicher und gehaltvoller sein können aber als Überblick über die wichtigsten Frauen der weit, weit entfernten Galaxis funktioniert das Buch gut. Die vielfältigen Bilder der 18 Künstlerinnen und Non-Binary-Artists sowie das gefällige Design machen das Buch zusätzlich zu einem echten Hingucker. Vor allem aber ist das Buch ein wichtiges Zeichen gegen all die Hater, die das Franchise den wahren Fans mit ihrer Frauen- und LGBT-Feindlichkeit madig machen wollen. Ich glaube das hätte der verstorbenen Carrie Fisher, mit der alles angefangen hat und der dieses Buch gewidmet ist, gefallen.

2 Kommentare zu „Star Wars: Women of the Galaxy

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