Wayward Volume 6: Bound to Fate

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© Image Comics

Fakten

Comic: Wayward Volume 6: Bound to Fate
Autor: Jim Zub
Zeichner: Steven Cummings
Koloristen: Tamra Bonvillain, Brittany Peer, Ludwig Olimba
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 152
Lesezeit: ca 60 Minuten
Format: 16,5 x 0,8 x 25,7 cm
Erschienen: 11.12.2018
Preis: 15,87 € (affiliate Link, Stand: 09.01.19)
Reviews vorheriger Ausgaben: Vol. 1Vol. 2 | Vol. 3-5

Handlung

Rory ist zurück bei ihren Freunden in Japan und die finale Schlacht steht bevor! Die begabten Teenager stehen den Yokai gegenüber, die seit Jahrhunderten das Schicksal Japans aus den Schatten heraus lenken und ihre eigene Macht zementieren. Bedeutet dies das Ende einer Ära und den Beginn von etwas Neuem oder können die Yokai den Status Quo erhalten?

Kurzreview

Es ist endlich soweit – das Finale von Wayward ist gekommen! Die Serie hat mich gut unterhalten auch wenn sie einige Schwächen hatte, die in ihrem Verlauf immer gravierender auffielen. Alles was ich in den bisherigen Reviews geschrieben habe trifft auch hier wieder zu: Das Erzähltempo ist unglaublich hoch. Charaktere wie Leser haben kaum Zeit das erlebte und gesehene zu verarbeiten. Es fehlt etwas an Ruhepausen und stillen Momenten. Das lässt zwar niemals Langeweile aufkommen, führt aber zu einem anderen Problem: Alles was geschieht erzeugt kaum Emotionen beziehungsweise lässt diesen Einfach keinen Raum. Selbst die kleine Romanze zwischen Emi und Shirai oder Emis Familienschicksal ließen mich trotz der dramatischen Entwicklungen völlig kalt. Ich fand alle Figuren einigermaßen sympathisch, aber durch den extremen Fokus auf die Story kamen die Figuren viel zu kurz. Über ihr Innenleben war zu wenig bekannt. Sie blieben bis zum Schluss unnahbar – jedenfalls für mich. In Folge dessen hat das Finale und seine Auswirkungen leider auch nicht den Effekt den es habe haben können. Es ist immer noch okay, wirkt aber nicht nach.
Dass der Comic trotzdem bei der Stange hält liegt an dem schicken Setting, dass sich wirklich halb nach Manga halb nach westlichem Superhelden-Comic anfühlt. Zu diesem Eindruck trägt aber nicht nur die Story bei sondern auch das wirklich tolle Artwork. Als bloße Linearts (zwei sind ganz hinten im Band zu sehen) sieht das ganze schon verflucht gut und absolut nach einem Manga aus. Aber Bonvillains Koloration hebt die Optik auf ein völlig anderes Level und bringt mit ihren kräftigen Farben und Schattierungen Tiefe und Lebendigkeit in die Panels. Die Optik ist neben dem Setting auch das größte Argument für diesen Comic.
Ich könnte hier noch eine halbe Seite mehr schreiben. Aber dann würde ich mich wiederholen. In meinen Reviews der vorherigen fünf Bände habe ich bereits alles gesagt was es zu wissen gilt. Das Finale kann insgesamt das Niveau der Serie halten.

Fazit

Auch wenn der Comic wegen der fehlenden Emotionalität hinter seinen Möglichkeiten bleibt ist Wayward wirklich unterhaltsam und vor allem sehr kurzweilig. Es hätte der Serie gutgetan, wenn sie fünf Hefte, also ein Paperback mehr, umfasst hätte. Dafür hätten einige Dialoge und persönliche Hintergründe ergänzt und ab und an das Tempo gedrosselt werden müssen. Dann wäre Wayward ein echtes Must-Read. So reicht es jetzt insgesamt für das Prädikat „Gute Unterhaltung ohne größeren Tiefgang“. Ich hatte meinen Spaß und das nicht nur wegen der tollen Optik.

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