Rascal does not dream of Bunny Girl Senpai

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© CloverWorks

Fakten

Titel: Rascal does not dream of Bunny Girl Senpai / Seishun Buta Yarou wa Bunny Girl Senpai no Yume o Minai
Genre: Romanze, Komödie, Drama, Mystery, Slice of Life
Laufzeit: 13 Episoden/ca 24 Minuten
Studio: CloverWorks
Veröffentlichung: 04.10.18 ‑ 27.12.18
Sprache: Japanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Stream: wakanim.tv

Handlung

Eines Tages begegnet der Oberschüler Sakuta Azusagawa in der Bücherei einem Mädchen in einem anzüglichen Bunny Girl-Kostüm. Seltsamerweise scheint das niemand auch nur zu registrieren, dabei ist Mai Sakurajima eine wahre Schönheit und gefeierte Schauspielerin. Grade legt sie aber eine Schaffenspause ein und geht auf dieselbe Oberschule wie Sakuta. Ziemlich schnell wird Sakuta klar: Außer ihm kann Mai niemand sehen oder hören. Doch warum ist das so? Steckt vielleicht das ominöse „Pubertätssydrom“ dahinter über das im Internet bloß Gerüchte kursieren? Auf der Suche nach des Rätsels Lösung kommen die beiden sich näher und treffen weitere Mädchen mit anderen unglaublichen Problemen…

Kurzreview

Was auf den ersten Blick nach einer absoluten Standard-Anime-Romanze klingt ist im Prinzip auch genau das. Aber in richtig gut! Die Serie vermeidet die gleichen Fehler wie andere Highschool-Romanzen und Komödien zu machen und hat ein starkes tragendes Fundament aus zwei Komponenten.
Die erste Zutat für das Erfolgsrezept ist die Mystery-Komponente. Die verschiedenen Fälle, die jeweils in einem Arc mit zwei bis drei Folgen verarbeitet werden, sind interessant und werden ihrer teils metaphorischen Bedeutung zum Trotz immer durch Phänomene der Quantenmechanik und vor allem aber als Manifestation psychologischer Probleme unterschiedlicher Prägung ergründet und erklärt. Der Clou, der Seishun Buta Yarou wa Bunny Girl Senpai no Yume o Minai von richtigen Mystery-Serien abhebt, ist das hohe Erzähltempo. Sakuta deckt die Probleme der Mädchen recht schnell auf und findet Mittel und Wege um ihnen zu helfen. Hier führt nicht ein Rätsel zum nächsten ohne das es am Ende keine befriedigende Erklärung gibt, sondern die Serie ist bei diesem Aspekt ziemlich straight forward. Dadurch fühlt sich die Serie angenehm gestrafft aber niemals überhastet an. Da kommt als Kontrast nämlich die zweite Komponente ins Spiel: Die Charaktere.
Sakuta und Mai sind sehr authentisch und realitätsnah geschrieben. Die Serie nimmt sich viel Zeit die Figuren, ihre Probleme und ihr Innenleben unter die Lupe zu nehmen. Die beiden Hauptfiguren sind auch einander gegenüber sehr offen, einfühlsam und unterstützen sich gegenseitig wo sie nur können. Sie denken mit und sind von Anfang an zutiefst sympathisch und nahbar – das ist in Anime bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Vor allem aber harmonieren die beiden wunderbar und ergänzen sich. Ihre Dialoge haben wirklich Inhalte glänzen aber auch mit viel Humor und man nimmt ihnen die Wortgefechte jederzeit ab. Es ist zu köstlich und erfrischend, wenn Sakuta einfach sagt was er denkt und Mai so hin und wieder in Verlegenheit oder die Defensive bringt und sie versucht es mit Haltung und Coolness zu kontern. Das fühlt sich alles sehr natürlich an und gefiel mir richtig gut. Zwar steht die Beziehung der beiden nach dem ersten Arc nicht mehr an allererster Stelle doch bleibt sie immer präsent und entwickelt sich weiter. So umschifft die Serie gekonnt die Gefahr in einem Harem-Einheitsbrei zu enden. Trotzdem gibt es neben dem Hauptpaar natürlich noch eine Hand voll Nebenfiguren. Auch diese sind sympathisch, machen Entwicklungen durch und unterstützen die Hauptfiguren oder benötigen ihre Hilfe.
Mit diesen beiden Hauptkomponenten schafft die Serie den seltenen Spagat sich wirklich Zeit für ihre Figuren und deren Beziehungen zu nehmen und auf Storyebene gleichzeitig sehr gestrafft zu sein. Das ergibt eine richtig gute Mischung aus Romanze, Slice of Life, Comedy, Drama und einer Prise Mystery die eigentlich gar keine ist. Optisch gibt sich die Serie auch keine Blöße. Der Zeichenstil ist ganz hübsch aber nichts rausragend besonderes. Das gleiche gilt für das Farbdesign. Dafür sind die Animationen für eine romantische Slice of Life-Serie allerdings überdurchschnittlich bis wirklich hübsch gemacht.

Fazit

Rascal does not dream of Bunny Girl Senpai ist eine der raren Highschool Romanzen die sowohl auf Storyebene als auch mit ihren Charakteren punkten kann ohne dabei typische Fehler (strunzdoofer „Held“, Harem der zu nichts führt, plumpe Ecchi-Einlagen,…) zu begehen. Die ziemlich straff erzählte Rahmenhandlung beziehungsweise die einzelnen Arcs sind kurz und knackig ohne längen erzählt. Gleichzeitig nimmt sich die Serie jedoch viel Zeit für ihre Figuren, ihre Probleme und Beziehungen und schafft emotionalen Tiefgang. So kann das authentisch geschriebene und wirklich tolle Hauptpaar Mai/Sakuta mit seinen Wortgefechten, Flirtereien und stillen Momenten ordentlich auftrumpfen. Definitiv ein Must-Watch wenn man Anime mag und sich auch nur im geringsten für das Thema interessiert.

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