Goblin Slayer

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© 蝸牛くも・SBクリエイティブ/ゴブリンスレイヤー製作委員会

Fakten

Titel: Goblin Slayer
Genre: Fantasy, Action
Laufzeit: 12 Episoden/ca 24 Minuten
Studio: White Fox
Veröffentlichung: 07.10.18 ‑ 30.12.2018
Sprache: Japanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Stream: wakanim.tv

Handlung

Eine junge Priesterin will unbedingt Abenteurerin werden und hat sich darum bei der Abenteurer-Gilde registriert und gemeinsam mit anderen Anfängern auch gleich den ersten Auftrag angenommen: Eine Gruppe Goblins in einer Höhle soll beseitigt werden, nachdem sie einige Frauen aus der Gegend entführt haben. Doch was ein triumphaler Einstieg in die Welt der Abenteuer sein sollte endet in einer Katastrophe. Sie haben die Goblins hoffnungslos unterschätzt und dafür mit dem Leben bezahlt.
Nur die Priesterin überlebt mit Ach und Krach – denn im letzten Moment taucht der mysteriöse Goblin Slayer auf, rettet ihr das Leben und vernichtet das Goblin Nest.
Der seltsame Eigenbrötler hat zwar den höchsten Abenteurer Rang inne, den ein Normalsterblicher erreichen kann, doch nimmt nur Aufträge an bei denen es um das Töten vermeintlich harmloser Goblins geht, die die meisten anderen Abenteurer ignorieren. Die Priesterin beschließt Goblin Slayer in Zukunft zu begleiten und zu unterstützen…

Kurzreview

Die letzten Jahre fluteten gefühlt mehr Fantasy und Isekai Anime den Markt als jemals zuvor. Die meisten schlagen dabei eher einen Wohlfühlton an und alles ist bunt und schön und die Gemeinschaft steht im Vordergrund. Genau hier schickt sich Goblin Slayer an andere Wege zu gehen. So zumindest der erste Eindruck den man mit der Serie vermittelt. Denn wer hier eine der fröhlich bunten Fantasy-Serien erwartet wird direkt mit einem Schlag in die Magengrube eines Besseren belehrt. Der Gewaltgrad ist hoch und es fliegen jede Menge Blut und Körperteile umher. Doch was einen wirklich schlucken lässt sind schwer verdauliche Folter und Vergewaltigungen. Die Serie macht so unmissverständlich klar: Die Welt von Goblin Slayer ist grausam und alles andere als die übliche Hochglanzfantasy. Cut.
Ab der zweiten, spätestens aber der dritten oder vierten Folge wandelt sich das Bild. Zwar gibt es nach wie vor eine ganze Menge Blut, brutale Kämpfe und jede Menge Leid aber gleichzeitig betritt man doch wieder die gleichen ausgetretenen Pfade. Goblin Slayer wird vom Außenseiter zum Teamplayer und fügt sich als Anführer in ein Team von Abenteurern ein und durchläuft zumindest ein bisschen Entwicklung. Das Miteinander der Gruppe steht im Vordergrund und es gibt immer mehr „Feelgood“ Momente rund um die Gruppe. Da wird wirklich jedes Klischee wieder mitgenommen. Das ist zwar schade, weil es auf den ersten Blick irgendwie inkonsequent erscheint, doch funktioniert die Mischung aus seichter Unbekümmertheit und stumpfer Gewalt erstaunlich gut. Weder die Figuren noch die Welt und schon gar nicht die Geschichte sind auch nur ansatzweise innovativ. Alles kennt man und hat man mitunter auch schon besser gesehen. Insgesamt ist die Serie in ihrer Stumpfheit aber wirklich unterhaltsam und vor allem kurzweilig. Sie dürfte zwar nur wegen ihrer over the Top Gewalt zumindest für kurze Zeit in Erinnerung bleiben aber weiterschauen wollte ich dennoch irgendwie immer. Stumpf ist hier definitiv trumpf!
Den hohen Unterhaltungswert könnte ich ja noch verstehen, wenn die Serie dabei herausragend gut aussehen würde. Das tut sich jedoch keineswegs. Hintergründe, Charakterdesigns und auch die Animationen sind eher aktueller Standard und bieten keinerlei Wow-Momente oder Neuartige Kulissen. Aber zu der Stumpf ist Trumpf Attitüde des Anime erscheint das irgendwie nur angemessen. Manchmal ist der Anime auch etwas cringy und tut alles dafür um nicht ernstgenommen zu werden und torpediert damit irgendwie den Anspruch Erwachsenenunterhaltung zu sein. So wird „Goblin Slayer“ etwa allen Ernstes von den anderen Figuren einfach nur „Goblin Slayer-san“ genannt. Das wäre in etwa so wie wenn sich Freunde im realen Leben bei ihren Videospiele-Nicknames nennen würde: Kann man machen, ist aber halt irgendwie peinlich und unangenehm. Aber auch das trägt zum Unterhaltungswert des Anime bei.

Fazit

Goblin Slayer ist einer dieser seltenen Anime bei denen ich mich schwertue zu verstehen warum er mich gut unterhalten hat. Die dünne Story ist Mumpitz der klischeehaftesten Sorte, die Figuren ziemlich generisch, die Animationen und Hintergründe nur durchschnittlich, die Gewalt over the top und das Ganze manchmal ganz schön cringy. Die blutige Mischung aus bunter Feelgood-Fantasy und Conan der Barbar ist zwar keine große Kunst aber Eskapismus in Reinkultur und sehr kurzweilige Unterhaltung. Die Serie hat man zwar sofort wieder vergessen aber irgendwie hatte ich von der ersten bis zur letzten Minuten meinen Spaß.

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2 Kommentare zu „Goblin Slayer

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