Kurz Kommentiert 15: Netflix-Anime

Heute gibt es einen bunten Strauß Anime, die kürzlich auf Netflix gestartet sind.

0bfbd1c75f56e3b73a329c66a2848e6d6f471692B: The Beginning

Nachdem ich gelesen habe, dass Killer B vom selben Studio produziert wurde wie die Ghost in the Shell Serien dachte ich mir: Hey, da schaust du mal rein!
Die ersten 5 Minuten sahen auch nach einem echt vielversprechenden Krimi/Thriller-Mix aus. Doch leider kamen relativ schnell übernatürliche Elemente dazu. Das muss grundsätzlich erstmal nicht schlecht sein, aber hier durchkreuzte es irgendwie meine Erwartungen. Von dem Serienkiller-Plot ist nämlich ziemlich schnell nichts mehr übrig und der Anime fängt an ziellos umher zu dümpeln. Erst nachdem die halbe Serie durch war fing ganz langsam an sich eine wirklich Handlung abzuzeichnen und um was es eigentlich geht. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon völlig abgeschaltet und lieber am Handy herumgespielt als aufzupassen. Die Story wird später zwar noch solide, war aber bei mir schon lange untendurch bevor sie anfing, weil ich mich nicht auf eine Serie einlassen kann, wenn ich nicht weiß worum es eigentlich geht. Dazu waren die Figuren auch nicht interessant und sympathisch genug. Dafür ist der Anime anständig wenn auch nicht absolut herausragend produziert. Kann man gucken, muss man aber wirklich nicht gesehen haben. Der deutsche Dub ist übrigens ebenfalls solide. „Kurz Kommentiert 15: Netflix-Anime“ weiterlesen

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Kurz Kommentiert 13: Japanuary-Special Part II

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© Netflix

5. Blame! (2017) (Netflix)

Da ich Tsutomu Niheis vielerseits als Meisterwerk angesehenen Cyberpunkmanga Blame von 1997 nie gelesen habe kam mir die Filmumsetzung auf Netflix grade recht. Im Vorfeld war ich zwar skeptisch wegen der CGI, doch im Nachhinein waren diese Zweifel völlig unbegründet. Man muss sich zwar ganz kurz an den Look der Figuren und daran, dass die CGI-Elemente scheinbar mit geringerer Framerate als der Rest gerendert sind gewöhnen, aber sie fügen sich erstaunlich gut in die düster-triste aber hübsch umgesetzte Umgebung ein. Die Menschheit wurde arg dezimiert und musste sich in kleine geschützte Refugien zurückziehen seit sie das „Netzwerkgen“ verloren und die riesenhaften Konstrukteure und andere Maschinen die Herrschaft über ihre Städte übernahmen und sie in gigantische mehrere tausend Ebenen umfassende Geister-Metropolen ausbauten. Aus den tristen Tiefen der Stadt taucht irgendwann der mysteriöse und ziemlich schweigsame Killy auf, der auf seiner Suche nach Menschen, die das Netzwerk Gen in sich tragen, das Leben der Bewohner eines kleinen Dorfes auf den Kopf stellt. „Kurz Kommentiert 13: Japanuary-Special Part II“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 12: Japanuary-Special Part I

Moin zusammen!

Oder doch eher Konnichiwa? Ein paar Blogger, Twitterer und Podcaster haben den Japanuary ausgerufen, den sie wie folgt umschreiben:

Um was geht es? Es geht darum, im Januar 2018 acht japanische Filme anzuschauen und darüber zu schreiben oder zu podcasten. Das Ganze ist inspiriert vom Erfolg des #Horrorctobers. Und warum 8? In der japanischen Kultur gilt 8 als Glücksbringer, findet sich oft an spirituellen Gebäuden und wird „sue-hirogari“ genannt (erfolgreich sein). Jede/r sucht sich seine eigenen acht japanischen Filme aus und jede/r entscheidet selbst, wie und wo sie/er darüber schreiben oder podcasten will. Jede/r kann mitmachen. Der offizielle Hashtag ist #Japanuary.

Quelle: schoener-denken.de

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© Universum Film GmbH

Das habe ich doch gleich zum Anlass genommen auch mal wieder ein paar japanische Filme zu gucken. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn die Auswahl bei Amazon Prime und Netflix ist sehr… nunja, ausgesucht um nicht zu sagen dünn und recht speziell. Meine ersten vier (oder eher drei) Dosen japanischen Kulturguts habe ich hier einmal in der gesehenen Reihenfolge zusammengefasst. „Kurz Kommentiert 12: Japanuary-Special Part I“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 11: Zeitreisen, Zukunftsängste, gute Freunde!

Frohes Neues Jahr!

Ich wünsche euch viel Glück und Gesundheit für euch und eure lieben. Über die eher faulen Weihnachstage und die Zeit „zwischen den Jahren“ war ich nicht gänzlich untätig und habe das eine oder andere gesehen, gespielt und gelesen.

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© Dontnod Entertainment & Square Enix

Life is Strange
(Videospiel)

Da ich nach Weihnachten erstmal krank im Bett lag nutzte ich die Gunst der Stunde Life is Strange auf der PS4 nachzuholen. Neuerdings erscheint Life is Strange auch für mobile Endgeräte.
In dieser Mischung aus Zeitreise-Thriller und Coming-of-Age-Independent-Film liegt der Fokus eher auf der spannenden Story und den großartigen Hauptfiguren als auf Spielmechaniken. Das soll heißen, dass man kein Videospiel im klassischen Sinne erwarten darf. Es gibt relativ viele Videosequenzen und vor allem Multiple Choice Gespräche. Der Clue dabei ist, dass sich viele Entscheidungen auf die weitere Handlung und das Endergebnis des Spiels auswirken. Und was macht man, falls man sich dumm entschieden hat oder lieber eine andere Richtung einschlagen möchte? Man dreht die Zeit zurück und führt das Gespräch erneut! Und zwar so oft, bis man das gewünschte Ergebnis erzielt. „Kurz Kommentiert 11: Zeitreisen, Zukunftsängste, gute Freunde!“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 10: Teamgeist, taffe Frauen und Assassinen!

Um ein bisschen was wegzuschaffen gibt es heute Ausgabe Nummer 10 von Kurz Kommentiert!

justice-league-posterJustice League (Kino)

Ja, ich habe ihn endlich gesehen! Und was soll ich sagen? Ich war ziemlich skeptisch und bin ohne größere Erwartungen an den Film gegangen und wurde sogar positiv überrascht!
Nachdem Batman v Superman und Suicide Squad die ersten Tiefpunkte des noch recht jungen DCEU setzten und Wonder Woman hoffnungsvoll stimmte musste Warner jetzt unbedingt nachlegen. Dabei scheint man recht konsequent die größten Schwachpunkte zuerst benannter Werke angegangen zu sein und ging dazu über den Figuren Persönlichkeit und Entwicklung zuzugestehen. Das Team-Up-Setting als Ausgangslage für den ganzen Film ist dafür natürlich besonders dankbar und funktioniert soweit auch ziemlich gut. Das liegt vor allem an der Mischung des Teams. Die eher grimmigen Batman und Cyborg werden ziemlich gut durch den coolen Aquaman, die Wärme von Wonder Woman und den etwas unbedarften zu weilen ängstlichen aber motivierten Flash kontrastiert. Grade da jede der Figuren spürbar anders ist ergibt sich eine nette Dynamik, die zwar nichts wirklich neues bietet, aber zu Unterhalten weiß und alle Figuren auf ihre Weise als sympathisch charakterisiert. Klar, der Bösewicht Steppenwolf ist mal wieder absolut generisch, etwas tumb und zum Gähnen sorgt aber durch seine Stärke und Tricks für ein bisschen Alarm in der Bude. Die CGI stinkt dabei erfreulicherweise nicht so sehr ab wie noch im Wonderwoman Solo-Film. Das mag aber auch daran liegen, dass beim größten CGI-Overkill, dem Finale, fast alles aus dem Computer stammt. So fallen die Effekte im Vergleich zum real gefilmten Bild vielleicht auch nur weniger ab, weil sie weniger vermischt sind. Aber auch das Compositing wie etwa bei der Insel der Amazonen sah zumindest gefühlt besser aus als noch in Dianas Soloauftritt. „Kurz Kommentiert 10: Teamgeist, taffe Frauen und Assassinen!“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 9: Mombies, Lichtgestalten, Demogorgons!

stranger-things-staffel-2Stranger Things Season 02 (TV-Serie, Netflix)

Was folgt auf die erste Staffel Stranger Things? Richtig, die zweite! Ende Oktober war es endlich soweit und die langerwartete Fortsetzung der Netzflixserie fand ihren Weg in unsere Wohnzimmer!
Die Handlung setzt ziemlich genau ein Jahr nach den Ereignissen der ersten Staffel ein und bietet von allem etwas mehr – Mehr Szenen in der Upside-Down, mehr Demogorgons, mehr Figuren, mehr Action! Das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Alles wird ein bisschen größer und hat nicht mehr den Underdogcharme sondern die Produzenten standen unter Zugzwang und mussten liefern. Herausgekommen ist dabei eine würdige Fortsetzung, die meines Erachtens allerdings nicht ganz an die wirklich tolle erste Staffel heranreicht. Dabei macht die Staffel eigentlich alles richtig. Vor allem die Erweiterung des Casts ist wirklich toll und passt sehr gut. Das ganze Ensemble harmoniert einfach unglaublich gut und alle Generationen tun mal wieder ihr Möglichstes um die große Katastrophe abzuwenden. Besonders positiv fallen die beiden neuen Figuren Bob und Max auf. Vor allem Bob ist einfach sympathisch – und sorgt für ein schönes Goonies Easteregg! Überhaupt stimmt das 80es-Feeling wieder. Da ist sogar eine Anlehnung an Camerons Aliens drin!
Also: Wer Staffel 1 zu „klein“ fand, dem dürfte Staffel 2 noch besser gefallen als die erste. Und wer schon die erste Staffel gar nicht mochte, der muss in die zweite gar nicht reinschauen. Für alle anderen gilt: Anschauen, wenn nicht schon geschehen! „Kurz Kommentiert 9: Mombies, Lichtgestalten, Demogorgons!“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 8: Teenies, Tiere und Terraner!

Da es schon lange kein „kurz kommentiert“ mehr gab nutze ich die Gelegenheit einmal ein paar Serien zu verwursten, die ich kürzlich gesehen habe.

riverdaleRiverdale Staffel 1 (Netflix) 

In Riverdale, der losen Adaption der Archie- und Betty & Veronica Comics aus dem Archie-Comics-Verlag, dreht sich alles um eine Gruppe von Highschoolschülern, die eben in jener Kleinstadt Riverdale leben, lieben und leiden. Das Ganze muss man sich als eine Mischung aus Soap Opera und Krimi vorstellen. Natürlich in wesentlich hochwertiger als eine Daily Soap!
Grundlage der ersten Staffel ist nämlich der Todesfall an Musterschüler Jason Blossom, der sich ganz schnell als Mordfall entpuppt. Das hebt die Serie um vermeintlich typische Teenie-Probleme wie Mobbing, Streit, Beziehungswirren, Eifersucht, Cliquenrivalitäten und Familienfehden deutlich von echten Soaps ab. Eigentlich alles Dinge mit denen ich gar nichts anfangen kann. Und dennoch: Irgendwie schafft es die Serie wirklich spannend zu sein und richtig Bock auf die nächste Folge zu machen. Und das hat bei mir schon lange keine Serie mehr geschafft! Die Hauptfiguren sind zumindest von Beginn an sympathisch und soweit gut besetzt und gespielt. Dass sich die Sympathien im Laufe der Staffel mitunter durchaus verschieben können ist eine der Stärken der Serie. Keiner ist ein Saubermann mit weißer Weste aber auch niemand ist nur böse, selbstsüchtig oder eine „dreckige Bitch“. Natürlich ist das zum Wohle des Unterhaltungsfaktors alles überzogen, machte mir aber wirklich spaß. Ein bisschen Drama, ein bisschen Komödie, ein bisschen Krimi – Riverdale ist vieles. Sicher hat die Staffel auch Schwächen, aber sie bleibt stets höchst unterhaltsam. „Kurz Kommentiert 8: Teenies, Tiere und Terraner!“ weiterlesen

Kurz Kommentiert #7: The Baby, The Girl & The Junkies

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© Sony Pictures

Baby Driver [Kino]

Auf Baby Driver habe ich sehr lange gewartet, denn ich liebe Scott Pilgrim und die Cornetto Trilogie! Letzten Mittwoch hatte ich dann das Glück Edgar Wrights neues Werk bereits einige Wochen vor Kinostart in einer Sneak-Preview sehen zu dürfen.
Ich wurde nicht enttäuscht! Baby Driver – zugegeben, der Name ist reichlich bescheiden – bietet alles was man an Edgar Wright-Filmen lieben kann: Coole Schnitte, absurd komische Dialoge, schrullige Figuren, auf die Musik abgestimmte Choreografien und andersartige Situationskomik. Das Ganze wildert dieses Mal im Bereich der Heist-Movies und Gaunerkomödien. Die Story ist hierbei absolut Genreüblich: Der (Anti-)Held Baby möchte aus seinem Job als Fluchtwagenfahrer aussteigen nachdem er alle seine Schulden getilgt hat. Dann tritt auch noch die süße Kellnerin Deborah in sein Leben und auf einmal geht es nicht mehr nur um ihm. Doch das mit dem Aussteigen ist in Gangsterkreisen ja immer so eine Sache… „Kurz Kommentiert #7: The Baby, The Girl & The Junkies“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 6: Von Zombies, Helden und Experimenten

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© 2016 Twentieth Century Fox

Das Morgan Projekt

Als ich den Trailer gesehen habe, dachte ich sofort: Ah, eine Mischung aus Ex Machina und Splice, könnte spannend werden! Dass mit der Mischung aus Ex Machina und Splice kommt ziemlich gut hin. Nur dass mit cool leider eher weniger. Die grundsätzliche Handlung ist nämlich leider recht vorhersehbar, genreüblich und verpasst dabei leider eigene Ideen und somit Originalität mit ins Spiel zu bringen. Auch der finale Twist war irgendwie absehbar und wenig überraschend. Dabei fing doch alles mit dem recht spektakulären Marketingkniff an, dass der Trailer zum Film von einer künstlichen Intelligenz geschnitten wurde. Das ist doch mal eine megacoole Idee, wenn es um künstliches Leben geht. Leider hat man verpasst dieselbe Kreativität auch in den Film einfließen zu lassen.
Der Film ist bei weitem nicht schlecht, das Produktionsdesign und die Optik wissen sogar zu gefallen, doch die eher lahme Handlung und die völlig belanglosen uninteressanten Charaktere bremsen das Potential, dass im Themenkomplex der Erschaffung künstlichen Lebens liegt, ziemlich aus. Weder fiebert man mit noch werden moralische oder philosophische Fragen aufgeworfen oder gar behandelt. Was bleibt ist ein Film mit kleinen Logiklöchern, den man sich zwar gut einmal ansehen kann, den man danach jedoch ziemlich schnell wieder vergisst. Schade. „Kurz Kommentiert 6: Von Zombies, Helden und Experimenten“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 5: The Ghost in the Shell 1.5 & Jeeg Robot

The Ghost in the Shell 1.5 – Human Error Processor (Manga, Egmont Manga, Februar 2017)

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Cover. Masamune Shirow/Egmont Manga (Quelle: http://www.egmont-manga.de/buch/human-error-processor/)

Human Error umfasst 4 Kurzgeschichten, die laut Autor in der Schaffensphase um den Original Manga herum entstanden. Aus dieser Zeit hatte Shirow noch allerhand Entwürfe übrig, die nicht mit in den ersten Band passten. Diese Kurzgeschichten erzählen Episoden aus dem Alltag von Sektion 9 nach dem Verschwinden von Major Kusanagi. Der Fokus liegt hier ganz klar auf Togusa und seinem neuen Kollegen Azuma. Natürlich spielt auch Kusanagis ehemaliger Partner Batou wieder eine Rolle.
Wie Masamune Shirow auf den letzten Seiten des Manga erzählt, wollte er verstärkt den Alltag bei der Ermittlungsarbeit Darstellen, da dieser während des Falls um Puppet Master und drum herum eher etwas zu kurz kam. Dabei räumt er auch ein, dass die Kurzgeschichten relativ grob ausgearbeitet sind. An den Zeichnungen ist das nicht auszumachen, die sind Qualitativ auf dem Niveau des Hauptwerkes. Die Geschichten an sich empfand ich auf Grund des fehlenden Zusammenhangs allerdings zwar kurzweilig, längerfristig jedoch eher belanglos. Tiefgang sollte man hier absolut nicht erwarten. Man liest die Geschichten einmal, wird dabei durchaus unterhalten aber vergisst sie auch schnell wieder. Fakt am Rande: Eine der Geschichten scheint den Auftakt von Ghost in the Shell 2: Innocence inspiriert zu haben, denn die Ausgangslage ist schon sehr ähnlich.
Wie Band 1 und 2 der Neuauflage seitens Egmont Manga präsentiert sich auch der Bonusband 1.5 im wirklich wertigen Hardcovereinband. Das ist haptisch wirklich Oberklasse. Auch beginnt jedes Kapitel wieder mit drei Farbseiten. Das sind insgesamt weniger als in den Hauptbänden. Auch der Gesamtumfang fällt deutlich Schmaler aus: Nach 184 Seiten und plus-minus 2 ½ Stunden ist man durch. Bei einem Preis von nur 2 Euro weniger (gegenüber den Hauptwerken), also 23 Euro, fand ich das Preisleistungsverhältnis eher unbefriedigend.

Sie nannten ihn Jeeg Robot (Film, 2015) „Kurz Kommentiert 5: The Ghost in the Shell 1.5 & Jeeg Robot“ weiterlesen