Kurz Kommentiert 11: Zeitreisen, Zukunftsängste, gute Freunde!

Frohes Neues Jahr!

Ich wünsche euch viel Glück und Gesundheit für euch und eure lieben. Über die eher faulen Weihnachstage und die Zeit „zwischen den Jahren“ war ich nicht gänzlich untätig und habe das eine oder andere gesehen, gespielt und gelesen.

LIS
© Dontnod Entertainment & Square Enix

Life is Strange
(Videospiel)

Da ich nach Weihnachten erstmal krank im Bett lag nutzte ich die Gunst der Stunde Life is Strange auf der PS4 nachzuholen. Neuerdings erscheint Life is Strange auch für mobile Endgeräte.
In dieser Mischung aus Zeitreise-Thriller und Coming-of-Age-Independent-Film liegt der Fokus eher auf der spannenden Story und den großartigen Hauptfiguren als auf Spielmechaniken. Das soll heißen, dass man kein Videospiel im klassischen Sinne erwarten darf. Es gibt relativ viele Videosequenzen und vor allem Multiple Choice Gespräche. Der Clue dabei ist, dass sich viele Entscheidungen auf die weitere Handlung und das Endergebnis des Spiels auswirken. Und was macht man, falls man sich dumm entschieden hat oder lieber eine andere Richtung einschlagen möchte? Man dreht die Zeit zurück und führt das Gespräch erneut! Und zwar so oft, bis man das gewünschte Ergebnis erzielt. „Kurz Kommentiert 11: Zeitreisen, Zukunftsängste, gute Freunde!“ weiterlesen

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Kurz Kommentiert 9: Mombies, Lichtgestalten, Demogorgons!

stranger-things-staffel-2Stranger Things Season 02 (TV-Serie, Netflix)

Was folgt auf die erste Staffel Stranger Things? Richtig, die zweite! Ende Oktober war es endlich soweit und die langerwartete Fortsetzung der Netzflixserie fand ihren Weg in unsere Wohnzimmer!
Die Handlung setzt ziemlich genau ein Jahr nach den Ereignissen der ersten Staffel ein und bietet von allem etwas mehr – Mehr Szenen in der Upside-Down, mehr Demogorgons, mehr Figuren, mehr Action! Das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Alles wird ein bisschen größer und hat nicht mehr den Underdogcharme sondern die Produzenten standen unter Zugzwang und mussten liefern. Herausgekommen ist dabei eine würdige Fortsetzung, die meines Erachtens allerdings nicht ganz an die wirklich tolle erste Staffel heranreicht. Dabei macht die Staffel eigentlich alles richtig. Vor allem die Erweiterung des Casts ist wirklich toll und passt sehr gut. Das ganze Ensemble harmoniert einfach unglaublich gut und alle Generationen tun mal wieder ihr Möglichstes um die große Katastrophe abzuwenden. Besonders positiv fallen die beiden neuen Figuren Bob und Max auf. Vor allem Bob ist einfach sympathisch – und sorgt für ein schönes Goonies Easteregg! Überhaupt stimmt das 80es-Feeling wieder. Da ist sogar eine Anlehnung an Camerons Aliens drin!
Also: Wer Staffel 1 zu „klein“ fand, dem dürfte Staffel 2 noch besser gefallen als die erste. Und wer schon die erste Staffel gar nicht mochte, der muss in die zweite gar nicht reinschauen. Für alle anderen gilt: Anschauen, wenn nicht schon geschehen! „Kurz Kommentiert 9: Mombies, Lichtgestalten, Demogorgons!“ weiterlesen

Durchgespielt: Uncharted – The Lost Legacy [PS4]

81TvP1zfMjL._SL1500_Titel: Uncharted – The Lost Legacy
Testplattform: PS4
Studio: Naughty Dog
Publisher: Sony Interactive Entertainment
Genre: Action-Adventure, Deckungsshooter
Setting: Indien
Erscheinungsdatum: 22.08.2017
Preis: 41,99€ (affiliate Link, Stand: 30.08.17)

Nachdem ich im Mai endlich einmal die komplette Uncharted Reihe binnen 2-3 Wochen nachgeholt habe war ich richtig heiß auf the Lost Legacy. Das die sehr cineastischen Spiele machen einfach von vorne bis hinten jede Menge Spaß. Eines vorweg: Wer Uncharted 4 mochte, der wird auch the Lost Legacy mögen, wenn er denn nicht übersättigt ist.

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Besonders die nassen Böden sind nahezu fotorealistisch. Ingame Screenshot.

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Gespielt: Hellblade: Senua’s Sacrifice [PS4]

Fakten

Titel: Hellblade: Senua’s Sacrifice
Testplattform: PS4
Weitere Plattformen: PC
Studio: Ninja Theory
Genre: Action-Adventure
Setting: Psychosen, Kelten, Wikinger, Unterwelt
Erscheinungsdatum: 08.08.2017
Preis: 29,99€ (nur digital)

Ninja Theory sind ein riskantes Wagnis eingegangen und haben mit Hellblade: Senua’s Scrifice ihren ersten selbsternannten „AAA Independent“-Titel geschaffen und veröffentlicht. Warum diese Entscheidung für ihr neuestes Spiel offensichtlich eine gute Entscheidung war, möchte ich in diesem Text einmal umreißen.Hellblade: Senua's Sacrifice™_20170809160743

Story und Welt: Abstieg einer gequälten Seele in die Hölle

Im Zentrum des Spiels steht die keltische Kriegerin Senua. Schon als Kind litt sie an Psychosen, hörte Stimmen die niemand sonst vernahm und entdeckte Gesichter in den Wänden wo für andere keine waren. Der erste große Lichtblick in ihrem Leben war der junge Mann Dillion. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit Senua und nahm ihr den Geliebten und stieß sie zurück in die Finsternis. Um die Seele des Mannes zu retten tritt die Kriegerin der Pikten nun die weite Reise von den Orkney Inseln in die nordische Unterwelt Helheim an. Von Hella, der Herrscherin über das Reich der Toten, will sie Dillions Seele zurückfordern um ihr Frieden zu schenken und ihre eigenen Schuldgefühle zu besänftigen.

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Is Video Game Photography a Thing now? [Horizon Zero Dawn]

Moin,

seit vielen Jahren bin ich mal mehr mal weniger intensiv PC- und Videospielespieler. Eigentlich seit ich denken kann. Angefangen hat es damals mit dem PC, der ersten Playstation und hin und wieder dem NES oder SNES bei Freunden. Viel später trat dann die Fotografie in mein Leben. Zunächst übernahm ich in Urlauben das Fotografieren und interessierte mich schließlich immer mehr dafür. Seit Mitte 2011 bin ich nun mit eigenen Kameras unterwegs und semiprofessionellen Ansprüchen verhaftet. Aber was hat das miteinander zu tun? 

Eigentlich schon fast immer boten PC-Spiele die Möglichkeit Screenshots anzufertigen. Einfach Schnappschüsse des aktuellen Bildschirms. Irgendwann kamen dann Spiele, die eine Kamera als Spielelement etablierten, wie etwa die Project Zero Reihe oder gar Pokemon Snap. Und heute? Da gibt es die Smartphonekamera von GTA V, die eigene soziale Netzwerke füllt, oder das aktuelle Final Fantasy. Noch spannender sind einige Mods für Spiele wie Mafia, die erlauben mit „richtigen“ Kameras herumzulaufen und wirklich zu fotografieren.

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Screenshot aus The Last Guardian, PS4

Die aktuelle Spitze ist für mich jedoch der sogenannte Fotomodus in spielen wie Horizon Zero Dawn. Dieses Spiel ist auch der Anlass für diesen Artikel. Ursprünglich wurde dieses Tool wahrscheinlich entwickelt um für Marketingzwecke besonders schöne Screenshots erstellen zu können und das Spiel von seiner besten Seite zu präsentieren. Doch zum Glück hat es dieses Tool auch in die Verkaufsversion des Spiels geschafft, denn als Fotograf, (im studentischen Rahmen) Regisseur, Director of Photography und Beleuchter habe ich dieses Tool innerhalb weniger Tage lieben gelernt. Warum? Weil moderne Spiele einfach traumhaft schöne, düstere, gruselige oder einfach coole Kulissen bieten, die ich auch im echten Leben fotografieren wollen würde. Und dieser Modus gibt mir im gewissen Rahmen freie Gestaltungsmöglichkeiten, was die Wahl des Bildausschnitts, der Winkel, der Tiefenschärfe, des Farbfilters etc. betrifft. Sogar die Tageszeit kann ich meistens frei bestimmen und so meinem Geschmack anpassen oder den günstigsten Sonnenstand herausfinden – egal wann ich den Ort besuche.

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The Last Guardian [PS4]

Heute gibt es eine Premiere: Mein erstes Review/mein erster richtiger Kommentar zu einem Videospiel! Und dann auch noch gleich zu meinem allerersten PS4-Titel – denn seit neuestem bin ich stolzer Besitzer eben jener Konsole.

The Last Guardian
Cover des Spiels © Sony Interactive Entertainment

Fakten

Titel: The Last Guardian
Genre: Action-Adventure
Plattform: PS4
USK: 12
Spielzeit: ca 9-12 Stunden
Studio: SIE Japan Studio,
genDESIGN
Publisher: Sony Interactive Entertainment
Erschienen: 07.12.2016
Preis: 29,99€ [affiliate Link] (Stand: 10.04.2017)

Kurzreview

Für gewöhnlich fange ich meine Reviews ja mit einer Handlungsangabe oder zumindest einer Einführung an. Im Falle des PS4-exklusiven Spiels the Last Guardian spare ich mir das jedoch einmal in separater Form, denn die Handlung ist denkbar simpel: Ein namenloser Junge wacht in einer mysteriösen Höhle neben einem noch viel mysteriöseren und recht großen Fabeltier, einem Trico, auf. Diesen Trico muss man sich in etwa als eine Chimäre aus Vogel, Hund und Katze vorstellen. Klingt komisch ist aber sehr stimmig. Das Tier ist angekettet und der Junge befreit es. Fortan suchen die beiden gemeinsam ihren Weg durch Höhlen, Minen, verwunschene Tempel und eingestürzte Türme. Im Grunde ist dies die ganze Handlung. Leider steckt auch nur wenig mehr dahinter. Das Spiel kommt jedoch wunderbar ohne eine tiefgreifende Handlung aus, denn es lebt einzig und allein von der Stimmung der Orte und vor allem von der Beziehung zwischen dem Trico und dem Jungen. Die beiden müssen nämlich zusammenfinden, lernen einander zu verstehen und vor allem zu vertrauen. So entsteht zwischen den beiden ein ganz besonderes Band, das jederzeit zu spüren ist und den Charme des Spiels ausmacht. Vor allem ist diese Beziehung ebenso Grundlage der Spielmechanik. „The Last Guardian [PS4]“ weiterlesen

Kurz Kommentiert 2: Hacker, Hotdogs, Handgranaten!

Es ist Zeit für die zweite Runde Kurz Kommentiert, viel Spaß!

Mr. Robot Staffel 2 [VoD, Amaton Prime, 12 Folgen/ca 45 Minuten]

Die zweite Staffel knüpft unmittelbar an die Handlung des Vorgängers an. Zugunsten einiger Subplots und Elliots psychischer Probleme, die im Vordergrund stehen, hatte ich das Gefühl, dass das große Ganze nur geringfügig vorangekommen ist. Dazu wird die Serie dann auch noch in ihren Erzählstrukturen komplexer beziehungsweise manchmal vielleicht sogar eher verwirrender. Das liegt daran, dass Elliots Paranoia, seine Gedächtnislücken und der Konflikt mit seinem zweiten Ich Mr. Robot im Vordergrund stehen. Neben dem Wechsel der verschiedenen Perspektiven springt die Serie nun auch vermehrt zwischen verschiedenen Zeitebenen und… Versionen der Realität hin und her „Kurz Kommentiert 2: Hacker, Hotdogs, Handgranaten!“ weiterlesen