Unboxing vom Tellerrand: Die Taschendiebin Limited Collector’s Edition [Blu-Ray]

Moin zusammen,

endlich gibt es auf meinem Blog wieder etwas zu lesen. Und zwar habe ich mir vor wenigen Tagen ganz spontan die limitierte Collector’s Edition von Park Chan-Wooks The Handmaiden bzw. Die Taschendiebin gegönnt. Für ca 44 € ist diese nicht unbedingt ein Schnäppchen aber auch auf 2000 Stück limitiert. Grund genug sich diese Ausgabe des bei Koch Media erschienenen Films einmal näher anzusehen. Wenn ihr mehr zum eigentlichen Film wissen möchtet lest einfach mein Review zum Kinobesuch im Januar.

Das Amazon-Paket lässt bereits Vermutungen über das Format dieser Ausgabe anstellen: Sie ist nicht nur dicker (was zu erwarten war) sondern auch größer als das handelsübliche Blu-Ray Standartformat.
Handmaiden-1

„Unboxing vom Tellerrand: Die Taschendiebin Limited Collector’s Edition [Blu-Ray]“ weiterlesen

Is Video Game Photography a Thing now? [Horizon Zero Dawn]

Moin,

seit vielen Jahren bin ich mal mehr mal weniger intensiv PC- und Videospielespieler. Eigentlich seit ich denken kann. Angefangen hat es damals mit dem PC, der ersten Playstation und hin und wieder dem NES oder SNES bei Freunden. Viel später trat dann die Fotografie in mein Leben. Zunächst übernahm ich in Urlauben das Fotografieren und interessierte mich schließlich immer mehr dafür. Seit Mitte 2011 bin ich nun mit eigenen Kameras unterwegs und semiprofessionellen Ansprüchen verhaftet. Aber was hat das miteinander zu tun? 

Eigentlich schon fast immer boten PC-Spiele die Möglichkeit Screenshots anzufertigen. Einfach Schnappschüsse des aktuellen Bildschirms. Irgendwann kamen dann Spiele, die eine Kamera als Spielelement etablierten, wie etwa die Project Zero Reihe oder gar Pokemon Snap. Und heute? Da gibt es die Smartphonekamera von GTA V, die eigene soziale Netzwerke füllt, oder das aktuelle Final Fantasy. Noch spannender sind einige Mods für Spiele wie Mafia, die erlauben mit „richtigen“ Kameras herumzulaufen und wirklich zu fotografieren.

The Last Guardian™_20170407151807
Screenshot aus The Last Guardian, PS4

Die aktuelle Spitze ist für mich jedoch der sogenannte Fotomodus in spielen wie Horizon Zero Dawn. Dieses Spiel ist auch der Anlass für diesen Artikel. Ursprünglich wurde dieses Tool wahrscheinlich entwickelt um für Marketingzwecke besonders schöne Screenshots erstellen zu können und das Spiel von seiner besten Seite zu präsentieren. Doch zum Glück hat es dieses Tool auch in die Verkaufsversion des Spiels geschafft, denn als Fotograf, (im studentischen Rahmen) Regisseur, Director of Photography und Beleuchter habe ich dieses Tool innerhalb weniger Tage lieben gelernt. Warum? Weil moderne Spiele einfach traumhaft schöne, düstere, gruselige oder einfach coole Kulissen bieten, die ich auch im echten Leben fotografieren wollen würde. Und dieser Modus gibt mir im gewissen Rahmen freie Gestaltungsmöglichkeiten, was die Wahl des Bildausschnitts, der Winkel, der Tiefenschärfe, des Farbfilters etc. betrifft. Sogar die Tageszeit kann ich meistens frei bestimmen und so meinem Geschmack anpassen oder den günstigsten Sonnenstand herausfinden – egal wann ich den Ort besuche.

„Is Video Game Photography a Thing now? [Horizon Zero Dawn]“ weiterlesen

Summoning – Oath Bound – Vom Tellerrand Nr. 2 [Musiktipp]

Moin zusammen!

Heute möchte ich mit euch wieder einen Blick über den Tellerrand dieses Blogs riskieren. Dieses Mal geht es um Musik. Genauer gesagt um das 2006 erschienene Album Oath Bound der österreichischen Band Summoning. Musik fällt ja eigentlich nicht unbedingt in den für meinen Blog gesteckten eher nerdigen Rahmen. Doch heute ist der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand gar nicht so weit, wie er vielleicht erscheinen mag! Denn Summoning widmen sich bei ihrem musikalischen Schaffen den Werken J. R. R. Tolkiens oder genauer gesagt Mittelerde. Dieses Album beschäftigt sich übrigens mit dem Werk das Silmarillion.
Die musikalische Basis des Albums liegt unverkennbar im Black Metal. Satanismus, nordisch klirrende Raserei mit Blastbeats oder eine eher dünne Produktion sucht man jedoch vergebens. Der Gesang ist zwar größtenteils noch sehr rau und guttural, aber eher weniger mit dem typischen Black Metal Gekeife, Geschrei und Growls zu vergleichen. Zudem fügt sich der Gesagt eher wie ein weiteres Instrument ins Gesamtbild ein als sich in den Vordergrund zu drängen. Einige Passagen sind dabei übrigens nicht in Englisch, sondern in der schwarzen Sprache Mordors.
Die Band verfolgte seit jeher einen sehr getragenen epischen Stil und erschafft so eine dichte Atmosphäre und ganze Klangwelten. Die klassische Metalinstrumentierung wird hierzu durch Keyboardteppiche und einige klassische Instrumente ergänzt. Die überwiegend im Mid- und Lowtempo angeordneten sehr melodischen Songs werden in aller Regel durch sehr prominente fast folkloristische Percussion mit viel Hall angetrieben. Angereichert wird das Ganze noch um einige Chorpassagen, was die epische Stimmung des Albums nochmal stark betont. Die ersten Alben der Band waren für meinen Geschmack noch etwas zu „dudelig“ und recht dünn produziert und auch stärker am Black Metal orientiert. Doch mit den Alben Dol Goldur, Stronghold und Let mortal Heroes sing your Fame entwickelte sich der Stil in eine immer bombastischere und atmosphärisch noch dichtere Richtung. Für mich persönlich hat die Band diesen Stil mit dem Album Oath Bound bis zur Perfektion verfeinert und so ihr Opus Magnum abgeliefert. Zudem verfügt das Album über ein sehr schönes und vor allem perfekt zur Stimmung passendes Cover. Die Schallplatte sieht in meiner Sammlung schon wirklich schick aus 😉

wp-1488728193904.jpg

Released: 31.03.2006
Genre: Atmospheric Black Metal
Länge: 69:08 Minuten
Sprachen: Englisch, Schwarze Sprache
Label:  Napalm Records

Anspieltipps: Might and Glory und Land of the Dead

Die Taschendiebin – Vom Tellerrand Nr. 1 [Kinotipp]

Moin,

es ist wieder Zeit für eine neue Rubrik! Diese heißt „Vom Tellerrand“ und wird wohl größtenteils Filmempfehlungen zu Werken außerhalb des für diesen Blog gesetzten Rahmens zum Thema haben. Hier werdet ihr also Filme finden, die weder als Fantasy oder Science-Fiction einzuordnen sind, auf Comics oder Videospielen basieren oder sich sonst wie in einem eher „nerdigen“ Kontext präsentieren.

axbhpwg
Handmaidenmovie.com

Den Anfang macht der aktuelle Film „The Handmaiden“ des Südkoreaners Park Chan-Wook, der seit Donnerstag in einigen Kinos zu sehen ist. Es handelt sich hierbei um eine Adaption von Sarah Waters Roman „So lange du lügst“ (Fingersmith). Chan-Wook verlagert die Handlung jedoch vom viktorianischen England ins unter japanischer Besatzung stehende Korea der 1930er Jahre. Der historische Kontext wird im Film für das Verständnis der Handlung ausreichend erklärt – bei Asiatischen Filmen nicht selbstverständlich. „Die Taschendiebin – Vom Tellerrand Nr. 1 [Kinotipp]“ weiterlesen