Overwatch: Anthology Vol. 1

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© Dark Horse Comics

Fakten

Comic: Overwatch: Anthology Volume 1

Autor: Diverse
Zeichner: Diverse
Verlag: Dark Horse Comics

Sprache: Englisch
Seiten: 144
Lesezeit: ca 85-90 Minuten (ohne Gallerie)
Format: 17,5 x 1,5 x 26,7 cm
Erschienen: 10.10.2017
Preis: 12,99 € (affiliate Link, stand: 23.10.17)

Kurzreview

Bei der Overwatch Anthology Volume 1 handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten in Comicform aus dem – wer hätte es gedacht? – Overwatch-Universum. Da es in einem kompetitiven Multiplayer-Shooter schwierig ist große Geschichten zu erzählen, diese aber genau Blizzards Markenzeichen sind, hat sich der Spieleentwickler/Publisher etwas Besonderes einfallen lassen: Die Geschichten rund um die Charaktere des Heldenshooters werden nur zu einem winzigen teil im Spiel selbst, sondern viel mehr in anderen Veröffentlichungen erzählt. Hauptsächlich setzten die Jungs und Mädels aus dem Schneesturm dabei auf sehr aufwändig animierte und wirklich cool gemacht Kurzfilme und auf Webcomics. Diese sind frei auf der Overwatch-Website verfügbar und für jedermann zugänglich. Zusätzlich erschien diesen Monat aber auch eine gedruckte Variante der ersten 12 Comics – die Overwatch Anthology Volume 1. Wie schon bei anderen Projekten, wie die Chroniken von World of Warcraft, hat Blizzard sich einmal mehr mit dem erfahrenen Comicverlag Dark Horse Comics zusammengetan.

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Tracer küsst eine Frau – Das ist auch gut so! [Overwatch]

2016 war in vielerlei Hinsicht kein gutes Jahr. Da waren der Krieg in Syrien, Terroranschläge, Trump, die AfD, Erdogan und vieles mehr. Da ist so viel Hass. Hass gegen Ausländer, Andersgläubige oder gegen Menschen anderer sexueller Orientierungen. Auch wenn der Hass für viele Menschen unbegreiflich und Toleranz und Akzeptanz selbstverständlich sind, so gibt es eben immer noch die Hasser, die besonders laut schreien. So lange das so ist, müssen die toleranten Freunde der Diversität und Vielseitigkeit, die unsere Gesellschaft prägen und erst so interessant machen, die Fahnen hochhalten. Dies gilt besonders für popkulturelle Medien!
Wichtig ist dabei nicht in Klischees zu verfallen und die Diversität nicht als besonders herausragende Eigenschaft zu inszenieren. Vielmehr halte ich den Weg über eine beiläufige völlig selbstverständliche Inszenierung für zwingend notwendig. Die Sexualität, das Geschlecht, die Hautfarbe, die Nationalität und ähnliches sind nun einmal Persönlichkeitsmerkmale wie jedes andere auch und sollten nicht über Gebühr betont werden, denn dies würde diese Eigenschaft wieder als „besonders“ herausstellen. Der Grat zwischen besonders und absonderlich ist leider sehr schmal und muss auch gar nicht begangen werden! In einer vielseitigen gesunden Gesellschaft sollten alle Menschen gleich sein. Darum halte ich es für falsch beispielsweise die Sexualität queerer medialer Figuren so stark herauszustellen und den Charakter über dieses Merkmal zu charakterisieren. Es ist jedoch verdammt wichtig, dass wir langsam immer mehr solcher fiktionalen Charaktere haben, denn dies spiegelt unsere moderne Gesellschaft besser wieder. Außerdem gibt es nur eine wirksame Waffe gegen Intoleranz: Toleranz! Und diese kann bei den letzten Zweiflern in meinen Augen nur über eine Art Gewöhnungseffekt erreicht werden. Auch darum ist die Selbstverständlichkeit und vor allem alltägliche Beiläufigkeit mit der beispielsweise Zulu in Star Trek Beyond inszeniert wurde klasse. Hätte man den Begrüßungskuss mit seinem Lebenspartner im Film weggelassen hätte niemand vermutet es mit einem queeren Charakter zu tun zu haben – und das ist auch gut so! Denn eine Homosexuelle Beziehung unterscheidet sich nur in den Köpfen der Hasser von einer heterosexuellen. Diese Funktion wird dadurch unterstrichen, dass diese Szene keinesfalls hervorsticht, denn sie dauert, wenn überhaupt, nur wenige Sekunden und wäre mit einer Partnerin nicht anders inszeniert worden. „Tracer küsst eine Frau – Das ist auch gut so! [Overwatch]“ weiterlesen