Kurz Kommentiert 10: Teamgeist, taffe Frauen und Assassinen!

Um ein bisschen was wegzuschaffen gibt es heute Ausgabe Nummer 10 von Kurz Kommentiert!

justice-league-posterJustice League (Kino)

Ja, ich habe ihn endlich gesehen! Und was soll ich sagen? Ich war ziemlich skeptisch und bin ohne größere Erwartungen an den Film gegangen und wurde sogar positiv überrascht!
Nachdem Batman v Superman und Suicide Squad die ersten Tiefpunkte des noch recht jungen DCEU setzten und Wonder Woman hoffnungsvoll stimmte musste Warner jetzt unbedingt nachlegen. Dabei scheint man recht konsequent die größten Schwachpunkte zuerst benannter Werke angegangen zu sein und ging dazu über den Figuren Persönlichkeit und Entwicklung zuzugestehen. Das Team-Up-Setting als Ausgangslage für den ganzen Film ist dafür natürlich besonders dankbar und funktioniert soweit auch ziemlich gut. Das liegt vor allem an der Mischung des Teams. Die eher grimmigen Batman und Cyborg werden ziemlich gut durch den coolen Aquaman, die Wärme von Wonder Woman und den etwas unbedarften zu weilen ängstlichen aber motivierten Flash kontrastiert. Grade da jede der Figuren spürbar anders ist ergibt sich eine nette Dynamik, die zwar nichts wirklich neues bietet, aber zu Unterhalten weiß und alle Figuren auf ihre Weise als sympathisch charakterisiert. Klar, der Bösewicht Steppenwolf ist mal wieder absolut generisch, etwas tumb und zum Gähnen sorgt aber durch seine Stärke und Tricks für ein bisschen Alarm in der Bude. Die CGI stinkt dabei erfreulicherweise nicht so sehr ab wie noch im Wonderwoman Solo-Film. Das mag aber auch daran liegen, dass beim größten CGI-Overkill, dem Finale, fast alles aus dem Computer stammt. So fallen die Effekte im Vergleich zum real gefilmten Bild vielleicht auch nur weniger ab, weil sie weniger vermischt sind. Aber auch das Compositing wie etwa bei der Insel der Amazonen sah zumindest gefühlt besser aus als noch in Dianas Soloauftritt. „Kurz Kommentiert 10: Teamgeist, taffe Frauen und Assassinen!“ weiterlesen

Die 5 am Donnerstag: Die 5 letzten Filme, die ich gesehen habe

…Und schon wieder ist eine Woche um und es wird Zeit für die 5 am Donnerstag! Heute soll es um die fünf letzten Filme gehen, die wir gesehen haben. Da es dazu nicht viel um den heißen Brei herumzureden gibt lege ich ohne Umschweife los und zähle die Filme in umgekehrter Reihenfolge auf, fange also mit dem letzten Film an, den ich gesehen habe.

1. Ghost in the Shell (2017)[Blu-Ray, 05.08.17]

Im Gegensatz zu vielen anderen mochte ich den Film. Vor allem weil er sich –  wenn man auf Details – achtet vor allen Anime & Manga-Veröffentlichungen geradezu verneigt. Betrachtet man ihn als eigenständig und alternative Fassung des Franchise ist er durchaus unterhaltsam.

2. Spiderman Homecoming [Kino, 01.08.17]

Super Popcorn Kino mit überraschend tollem Hauptdarsteller, viel Humor und Herz sowie netten Nebenfiguren und dem ersten ernstzunehmenden Marvel Bösewicht. Der Film hat für sich den perfekten Ton gefunden und kann als einer von wenigen Marvelfilmen auch visual Comedy. Außerdem hält er – für einen Superheldenfilm – alles in einem etwas kleineren Rahmen, was dem Film sehr gut steht. „Die 5 am Donnerstag: Die 5 letzten Filme, die ich gesehen habe“ weiterlesen

Unboxing vom Tellerrand: Die Taschendiebin Limited Collector’s Edition [Blu-Ray]

Moin zusammen,

endlich gibt es auf meinem Blog wieder etwas zu lesen. Und zwar habe ich mir vor wenigen Tagen ganz spontan die limitierte Collector’s Edition von Park Chan-Wooks The Handmaiden bzw. Die Taschendiebin gegönnt. Für ca 44 € ist diese nicht unbedingt ein Schnäppchen aber auch auf 2000 Stück limitiert. Grund genug sich diese Ausgabe des bei Koch Media erschienenen Films einmal näher anzusehen. Wenn ihr mehr zum eigentlichen Film wissen möchtet lest einfach mein Review zum Kinobesuch im Januar.

Das Amazon-Paket lässt bereits Vermutungen über das Format dieser Ausgabe anstellen: Sie ist nicht nur dicker (was zu erwarten war) sondern auch größer als das handelsübliche Blu-Ray Standartformat.
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Kurz Kommentiert 6: Von Zombies, Helden und Experimenten

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© 2016 Twentieth Century Fox

Das Morgan Projekt

Als ich den Trailer gesehen habe, dachte ich sofort: Ah, eine Mischung aus Ex Machina und Splice, könnte spannend werden! Dass mit der Mischung aus Ex Machina und Splice kommt ziemlich gut hin. Nur dass mit cool leider eher weniger. Die grundsätzliche Handlung ist nämlich leider recht vorhersehbar, genreüblich und verpasst dabei leider eigene Ideen und somit Originalität mit ins Spiel zu bringen. Auch der finale Twist war irgendwie absehbar und wenig überraschend. Dabei fing doch alles mit dem recht spektakulären Marketingkniff an, dass der Trailer zum Film von einer künstlichen Intelligenz geschnitten wurde. Das ist doch mal eine megacoole Idee, wenn es um künstliches Leben geht. Leider hat man verpasst dieselbe Kreativität auch in den Film einfließen zu lassen.
Der Film ist bei weitem nicht schlecht, das Produktionsdesign und die Optik wissen sogar zu gefallen, doch die eher lahme Handlung und die völlig belanglosen uninteressanten Charaktere bremsen das Potential, dass im Themenkomplex der Erschaffung künstlichen Lebens liegt, ziemlich aus. Weder fiebert man mit noch werden moralische oder philosophische Fragen aufgeworfen oder gar behandelt. Was bleibt ist ein Film mit kleinen Logiklöchern, den man sich zwar gut einmal ansehen kann, den man danach jedoch ziemlich schnell wieder vergisst. Schade. „Kurz Kommentiert 6: Von Zombies, Helden und Experimenten“ weiterlesen