Kurz Kommentiert 8: Teenies, Tiere und Terraner!

Da es schon lange kein „kurz kommentiert“ mehr gab nutze ich die Gelegenheit einmal ein paar Serien zu verwursten, die ich kürzlich gesehen habe.

riverdaleRiverdale Staffel 1 (Netflix) 

In Riverdale, der losen Adaption der Archie- und Betty & Veronica Comics aus dem Archie-Comics-Verlag, dreht sich alles um eine Gruppe von Highschoolschülern, die eben in jener Kleinstadt Riverdale leben, lieben und leiden. Das Ganze muss man sich als eine Mischung aus Soap Opera und Krimi vorstellen. Natürlich in wesentlich hochwertiger als eine Daily Soap!
Grundlage der ersten Staffel ist nämlich der Todesfall an Musterschüler Jason Blossom, der sich ganz schnell als Mordfall entpuppt. Das hebt die Serie um vermeintlich typische Teenie-Probleme wie Mobbing, Streit, Beziehungswirren, Eifersucht, Cliquenrivalitäten und Familienfehden deutlich von echten Soaps ab. Eigentlich alles Dinge mit denen ich gar nichts anfangen kann. Und dennoch: Irgendwie schafft es die Serie wirklich spannend zu sein und richtig Bock auf die nächste Folge zu machen. Und das hat bei mir schon lange keine Serie mehr geschafft! Die Hauptfiguren sind zumindest von Beginn an sympathisch und soweit gut besetzt und gespielt. Dass sich die Sympathien im Laufe der Staffel mitunter durchaus verschieben können ist eine der Stärken der Serie. Keiner ist ein Saubermann mit weißer Weste aber auch niemand ist nur böse, selbstsüchtig oder eine „dreckige Bitch“. Natürlich ist das zum Wohle des Unterhaltungsfaktors alles überzogen, machte mir aber wirklich spaß. Ein bisschen Drama, ein bisschen Komödie, ein bisschen Krimi – Riverdale ist vieles. Sicher hat die Staffel auch Schwächen, aber sie bleibt stets höchst unterhaltsam. „Kurz Kommentiert 8: Teenies, Tiere und Terraner!“ weiterlesen

Reingeschaut: Star Wars: Forces of Destiny

Vor wenigen Tagen startete die erste offizielle kanonische Webserie des Star Wars Universums unter dem Titel Forces of Destiny. Das besondere bei der Serie ist der Fokus auf die Heldinnen der weit, weit entfernten Galaxis und die Ausrichtung auf junge Mädchen, die mit starken Frauenfiguren in eher kindgerechten Kurzgeschichten ans Universum herangeführt werden sollen. Der cartoonige und meiner Meinung nach eher an 10 Jahre alte Flashvideos erinnernde Stil der Serie ist für diesen Zweck durchaus angemessen und vor allem ausreichend.
Aber auch für erwachsene Fans sind die kurzen zwei bis drei minütigen Clips als Snack für zwischendurch interessant, denn in jeder Folge wartet ein Widersehen mit bekannten und geliebten Figuren. Dabei deckt Forces of Destiny die gesamte kanonische Star Wars Historie ab und füllt kleinere Lücken der Filme und TV-Serien auf. So gibt es neben Prinzessin Leia und Rey auch Ahsoka aus Clone Wars, Hera und Sabine aus Rebels oder Jyn Erso aus Rogue One und noch einige bekannte Gesichter mehr zu sehen. Das tolle dabei ist, dass nahezu alle Figuren von ihren amerikanischen Originalsprechern gesprochen werden. Für so ein kleines Webformat lässt Disney sich also wirklich nicht lumpen. Ab dem 15. Juli erscheinen die Folgen übrigens auch mit deutscher Synchronisation.
Der Fokus auf die schlagfertigen und selbstbewussten Damen gefällt mir sehr gut und dürfte die richtige Botschaft für junge Mädchen parat haben. Ich bin kein Marketingexperte, aber ich frage mich ob ein Webvideo-Format der richtige Kanal ist um junge Mädchen zwischen sagen wir 6 und 12 zu erreichen. Wegen der eher kindgerechten Kurzgeschichten bietet die Serie für Fans keine unglaublichen Neuerungen oder große Erkenntnisse, ist aber nette seichte Unterhaltung. Mir gefällt jedoch gut, dass sich alle Figuren trotz der Ausrichtung aufs Zielpublikum treu bleiben und Reden und Handeln wie sie es bei ihren größeren Auftritten tun. „Reingeschaut: Star Wars: Forces of Destiny“ weiterlesen