Durchgespielt: Uncharted – The Lost Legacy [PS4]

81TvP1zfMjL._SL1500_Titel: Uncharted – The Lost Legacy
Testplattform: PS4
Studio: Naughty Dog
Publisher: Sony Interactive Entertainment
Genre: Action-Adventure, Deckungsshooter
Setting: Indien
Erscheinungsdatum: 22.08.2017
Preis: 41,99€ (affiliate Link, Stand: 30.08.17)

Nachdem ich im Mai endlich einmal die komplette Uncharted Reihe binnen 2-3 Wochen nachgeholt habe war ich richtig heiß auf the Lost Legacy. Das die sehr cineastischen Spiele machen einfach von vorne bis hinten jede Menge Spaß. Eines vorweg: Wer Uncharted 4 mochte, der wird auch the Lost Legacy mögen, wenn er denn nicht übersättigt ist.

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Besonders die nassen Böden sind nahezu fotorealistisch. Ingame Screenshot.

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Angespielt: Horizon Zero Dawn

Es gibt sie… Spiele in die man dutzende, vielleicht sogar hunderte Stunden investieren kann. Multiplayer Dauerbrenner wie Battlefield oder Overwatch und Open World Giganten wie Skyrim oder Horizon Zero Dawn. Man liebt sie oder man hasst sie. Aber eines ist sicher: Ein endgültiges Urteil zu fällen ist auf Grund des Umfangs oder der Abwechslung sehr schwierig. Nach den ersten 30 Stunden Horizon Zero Dawn habe ich, wenn ich der Ingame Statistik glauben schenke, nun erst 27% des Spiels abgeschlossen und lediglich das Startgebiet durchgequestet. Zeit für ein erstes Fazit.

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Neben dem normalen Gameplay macht es bei den tollen Kulissen und schönen Beleuchtungseffekten auch viel Spaß sich im Fotomodus auszutoben.

Fangen wir mit dem offensichtlichsten an: Horizon Zero Dawn sieht einfach umwerfend aus! Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass die „popelige“ Playstation 4 in der abgespeckten Slim-Edition noch so eine wunderschöne Welt mit so lebendiger Vegetation zustande bringt – und dass durchgehend super flüssig! Im Zusammenspiel mit den sehr gelungenen Wettereffekten und der grandiosen Beleuchtung erschafft Guerrilla Games schon alleine auf der optischen Seite eine wirklich fesselnde Spielwelt, die einfach zum Erkunden einlädt. (Ich liebe den Fotomodus!) Dazu gesellen sich dann auch noch tolle Animationen, recht glaubhafte Charaktermodelle und Gesichter. Zudem wogen alle Bodenpflanzen sanft im Wind oder rascheln, wenn der Spieler die selbstbewusste rothaarige Heldin Aloy quer durch die Botanik steuert. Wo wir schon beim Rascheln sind: Auch die Soundkulisse ist wirklich toll. Der Wind heult, der Regen plätschert vor sich hin und die Maschinen stampfen, trampeln, grölen oder trompeten und tragen so enorm zur dichten Atmosphäre bei. Die Besonderheit der postapokalyptischen Spielwelt ist die Kombination aus Jungsteinzeit und Science-Fiction. Diese Melange ist frisch und erscheint neu und ich möchte unbedingt wissen was der Menschheit wiederfahren ist und wo die Maschinen herkommen!

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Das Interface ist genreüblich und zeigt die wichtigsten Informationen und Funktionen auf einen Blick…

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Is Video Game Photography a Thing now? [Horizon Zero Dawn]

Moin,

seit vielen Jahren bin ich mal mehr mal weniger intensiv PC- und Videospielespieler. Eigentlich seit ich denken kann. Angefangen hat es damals mit dem PC, der ersten Playstation und hin und wieder dem NES oder SNES bei Freunden. Viel später trat dann die Fotografie in mein Leben. Zunächst übernahm ich in Urlauben das Fotografieren und interessierte mich schließlich immer mehr dafür. Seit Mitte 2011 bin ich nun mit eigenen Kameras unterwegs und semiprofessionellen Ansprüchen verhaftet. Aber was hat das miteinander zu tun? 

Eigentlich schon fast immer boten PC-Spiele die Möglichkeit Screenshots anzufertigen. Einfach Schnappschüsse des aktuellen Bildschirms. Irgendwann kamen dann Spiele, die eine Kamera als Spielelement etablierten, wie etwa die Project Zero Reihe oder gar Pokemon Snap. Und heute? Da gibt es die Smartphonekamera von GTA V, die eigene soziale Netzwerke füllt, oder das aktuelle Final Fantasy. Noch spannender sind einige Mods für Spiele wie Mafia, die erlauben mit „richtigen“ Kameras herumzulaufen und wirklich zu fotografieren.

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Screenshot aus The Last Guardian, PS4

Die aktuelle Spitze ist für mich jedoch der sogenannte Fotomodus in spielen wie Horizon Zero Dawn. Dieses Spiel ist auch der Anlass für diesen Artikel. Ursprünglich wurde dieses Tool wahrscheinlich entwickelt um für Marketingzwecke besonders schöne Screenshots erstellen zu können und das Spiel von seiner besten Seite zu präsentieren. Doch zum Glück hat es dieses Tool auch in die Verkaufsversion des Spiels geschafft, denn als Fotograf, (im studentischen Rahmen) Regisseur, Director of Photography und Beleuchter habe ich dieses Tool innerhalb weniger Tage lieben gelernt. Warum? Weil moderne Spiele einfach traumhaft schöne, düstere, gruselige oder einfach coole Kulissen bieten, die ich auch im echten Leben fotografieren wollen würde. Und dieser Modus gibt mir im gewissen Rahmen freie Gestaltungsmöglichkeiten, was die Wahl des Bildausschnitts, der Winkel, der Tiefenschärfe, des Farbfilters etc. betrifft. Sogar die Tageszeit kann ich meistens frei bestimmen und so meinem Geschmack anpassen oder den günstigsten Sonnenstand herausfinden – egal wann ich den Ort besuche.

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Tracer küsst eine Frau – Das ist auch gut so! [Overwatch]

2016 war in vielerlei Hinsicht kein gutes Jahr. Da waren der Krieg in Syrien, Terroranschläge, Trump, die AfD, Erdogan und vieles mehr. Da ist so viel Hass. Hass gegen Ausländer, Andersgläubige oder gegen Menschen anderer sexueller Orientierungen. Auch wenn der Hass für viele Menschen unbegreiflich und Toleranz und Akzeptanz selbstverständlich sind, so gibt es eben immer noch die Hasser, die besonders laut schreien. So lange das so ist, müssen die toleranten Freunde der Diversität und Vielseitigkeit, die unsere Gesellschaft prägen und erst so interessant machen, die Fahnen hochhalten. Dies gilt besonders für popkulturelle Medien!
Wichtig ist dabei nicht in Klischees zu verfallen und die Diversität nicht als besonders herausragende Eigenschaft zu inszenieren. Vielmehr halte ich den Weg über eine beiläufige völlig selbstverständliche Inszenierung für zwingend notwendig. Die Sexualität, das Geschlecht, die Hautfarbe, die Nationalität und ähnliches sind nun einmal Persönlichkeitsmerkmale wie jedes andere auch und sollten nicht über Gebühr betont werden, denn dies würde diese Eigenschaft wieder als „besonders“ herausstellen. Der Grat zwischen besonders und absonderlich ist leider sehr schmal und muss auch gar nicht begangen werden! In einer vielseitigen gesunden Gesellschaft sollten alle Menschen gleich sein. Darum halte ich es für falsch beispielsweise die Sexualität queerer medialer Figuren so stark herauszustellen und den Charakter über dieses Merkmal zu charakterisieren. Es ist jedoch verdammt wichtig, dass wir langsam immer mehr solcher fiktionalen Charaktere haben, denn dies spiegelt unsere moderne Gesellschaft besser wieder. Außerdem gibt es nur eine wirksame Waffe gegen Intoleranz: Toleranz! Und diese kann bei den letzten Zweiflern in meinen Augen nur über eine Art Gewöhnungseffekt erreicht werden. Auch darum ist die Selbstverständlichkeit und vor allem alltägliche Beiläufigkeit mit der beispielsweise Zulu in Star Trek Beyond inszeniert wurde klasse. Hätte man den Begrüßungskuss mit seinem Lebenspartner im Film weggelassen hätte niemand vermutet es mit einem queeren Charakter zu tun zu haben – und das ist auch gut so! Denn eine Homosexuelle Beziehung unterscheidet sich nur in den Köpfen der Hasser von einer heterosexuellen. Diese Funktion wird dadurch unterstrichen, dass diese Szene keinesfalls hervorsticht, denn sie dauert, wenn überhaupt, nur wenige Sekunden und wäre mit einer Partnerin nicht anders inszeniert worden. „Tracer küsst eine Frau – Das ist auch gut so! [Overwatch]“ weiterlesen