Heavy Vinyl

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© Boom Entertainment

Fakten

Comic: Heavy Vinyl
Autorin: Carly Usdin
Penciller: Nina Vakueva
Inker: Irene Flores
Colors: Rebecca Nalty & andere
Verlag: Boom Entertainment (Leseprobe)
Seiten: 112
Sprache: Englisch
Lesezeit: ca. 60 Minuten
Format: 16,8 x 1 x 25,9 cm
Erschienen: 08.05.2018
Preis: 12,99 € (affiliate Link, Stand: 23.05.18)

Handlung

Irgendwo in einer Kleinstadt an der US-Ostküste im Jahre 1998: Die Teenagerin Chris arbeitet nun seit einem Monat im Vinyl Destination, dem coolsten Plattenladen der Stadt. Die Rolle als „New Girl“ im ausnahmslos weiblichen Team des Ladens und vor allem ihre süße Kollegin Maggie machen die sonst so lässige Teenagerin ganz schön nervös. Dass dann auch noch ihre Lieblingsband Stegosaur auf Promotour in dem Laden Station machen soll und deren Frontdame Rosie auf mysteriöse Weise vor dem Auftritt verschwindet macht alles nur noch merkwürdiger. Vollends überfordert ist Chris jedoch schließlich als die Mädels Maggy, Kennedy, Dolores und ihre Chefin Irene sie einladen Mitglied im „Vigilante Fightclub“ im Keller des Ladens zu werden und den Fall aufzuklären… „Heavy Vinyl“ weiterlesen

Tracer küsst eine Frau – Das ist auch gut so! [Overwatch]

2016 war in vielerlei Hinsicht kein gutes Jahr. Da waren der Krieg in Syrien, Terroranschläge, Trump, die AfD, Erdogan und vieles mehr. Da ist so viel Hass. Hass gegen Ausländer, Andersgläubige oder gegen Menschen anderer sexueller Orientierungen. Auch wenn der Hass für viele Menschen unbegreiflich und Toleranz und Akzeptanz selbstverständlich sind, so gibt es eben immer noch die Hasser, die besonders laut schreien. So lange das so ist, müssen die toleranten Freunde der Diversität und Vielseitigkeit, die unsere Gesellschaft prägen und erst so interessant machen, die Fahnen hochhalten. Dies gilt besonders für popkulturelle Medien!
Wichtig ist dabei nicht in Klischees zu verfallen und die Diversität nicht als besonders herausragende Eigenschaft zu inszenieren. Vielmehr halte ich den Weg über eine beiläufige völlig selbstverständliche Inszenierung für zwingend notwendig. Die Sexualität, das Geschlecht, die Hautfarbe, die Nationalität und ähnliches sind nun einmal Persönlichkeitsmerkmale wie jedes andere auch und sollten nicht über Gebühr betont werden, denn dies würde diese Eigenschaft wieder als „besonders“ herausstellen. Der Grat zwischen besonders und absonderlich ist leider sehr schmal und muss auch gar nicht begangen werden! In einer vielseitigen gesunden Gesellschaft sollten alle Menschen gleich sein. Darum halte ich es für falsch beispielsweise die Sexualität queerer medialer Figuren so stark herauszustellen und den Charakter über dieses Merkmal zu charakterisieren. Es ist jedoch verdammt wichtig, dass wir langsam immer mehr solcher fiktionalen Charaktere haben, denn dies spiegelt unsere moderne Gesellschaft besser wieder. Außerdem gibt es nur eine wirksame Waffe gegen Intoleranz: Toleranz! Und diese kann bei den letzten Zweiflern in meinen Augen nur über eine Art Gewöhnungseffekt erreicht werden. Auch darum ist die Selbstverständlichkeit und vor allem alltägliche Beiläufigkeit mit der beispielsweise Zulu in Star Trek Beyond inszeniert wurde klasse. Hätte man den Begrüßungskuss mit seinem Lebenspartner im Film weggelassen hätte niemand vermutet es mit einem queeren Charakter zu tun zu haben – und das ist auch gut so! Denn eine Homosexuelle Beziehung unterscheidet sich nur in den Köpfen der Hasser von einer heterosexuellen. Diese Funktion wird dadurch unterstrichen, dass diese Szene keinesfalls hervorsticht, denn sie dauert, wenn überhaupt, nur wenige Sekunden und wäre mit einer Partnerin nicht anders inszeniert worden. „Tracer küsst eine Frau – Das ist auch gut so! [Overwatch]“ weiterlesen