Ich bin dann mal weg! – Urlaubslektüre

Moin!

Heute möchte ich direkt zum Punkt kommen: Morgen fahre ich in den Urlaub. Dieses Mal geht’s mit dem Schiff von Hamburg los und dann die norwegische Küste rauf bis nach Alta kurz vorm Nordkap und dann wieder runter bis zurück nach Hamburg. Das heißt ich bin zwei Wochen lang unterwegs und der Blog hat auch erstmal Urlaub. Für mich heißt das aber auch, dass ich aller Voraussicht nach endlich mal wieder dazu komme Bücher zu lesen! Jedenfalls hoffe ich das. Man weiß ja nie.
Doch da stellt sich wieder die quälende Frage welche Bücher man denn mitnehmen soll. Hilfreich war mir bei der Auswahl dieses Mal wieder Musik. Denn momentan stehen bei mir mal wieder ein ganz bestimmter Blind Guardian Silberling, eine gewisse österreichische Black Metal Band mit Hang zur epischen Fantasy und die gelungene chorale Vertonung zweier Gedichte eines recht bekannten Schriftstellers ganz hoch im Kurs. Obwohl die Musik unterschiedlicher kaum sein könnte haben das Album, die Band und die Stücke eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie alle widmen sich den Geschichten der Welt Arda, die J. R. R. Tolkien einst ersann und zu Papier brachte. Und wisst ihr was? Das hat mir ziemlich Lust bereitet mich endlich wieder an Tolkiens Werke zu wagen. Und was passt besser zu den… epischen Landschaften Norwegens, deren Mythen und Sagen Tolkien nicht unerheblich beeinflusst haben?

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Summoning – Oath Bound – Vom Tellerrand Nr. 2 [Musiktipp]

Moin zusammen!

Heute möchte ich mit euch wieder einen Blick über den Tellerrand dieses Blogs riskieren. Dieses Mal geht es um Musik. Genauer gesagt um das 2006 erschienene Album Oath Bound der österreichischen Band Summoning. Musik fällt ja eigentlich nicht unbedingt in den für meinen Blog gesteckten eher nerdigen Rahmen. Doch heute ist der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand gar nicht so weit, wie er vielleicht erscheinen mag! Denn Summoning widmen sich bei ihrem musikalischen Schaffen den Werken J. R. R. Tolkiens oder genauer gesagt Mittelerde. Dieses Album beschäftigt sich übrigens mit dem Werk das Silmarillion.
Die musikalische Basis des Albums liegt unverkennbar im Black Metal. Satanismus, nordisch klirrende Raserei mit Blastbeats oder eine eher dünne Produktion sucht man jedoch vergebens. Der Gesang ist zwar größtenteils noch sehr rau und guttural, aber eher weniger mit dem typischen Black Metal Gekeife, Geschrei und Growls zu vergleichen. Zudem fügt sich der Gesagt eher wie ein weiteres Instrument ins Gesamtbild ein als sich in den Vordergrund zu drängen. Einige Passagen sind dabei übrigens nicht in Englisch, sondern in der schwarzen Sprache Mordors.
Die Band verfolgte seit jeher einen sehr getragenen epischen Stil und erschafft so eine dichte Atmosphäre und ganze Klangwelten. Die klassische Metalinstrumentierung wird hierzu durch Keyboardteppiche und einige klassische Instrumente ergänzt. Die überwiegend im Mid- und Lowtempo angeordneten sehr melodischen Songs werden in aller Regel durch sehr prominente fast folkloristische Percussion mit viel Hall angetrieben. Angereichert wird das Ganze noch um einige Chorpassagen, was die epische Stimmung des Albums nochmal stark betont. Die ersten Alben der Band waren für meinen Geschmack noch etwas zu „dudelig“ und recht dünn produziert und auch stärker am Black Metal orientiert. Doch mit den Alben Dol Goldur, Stronghold und Let mortal Heroes sing your Fame entwickelte sich der Stil in eine immer bombastischere und atmosphärisch noch dichtere Richtung. Für mich persönlich hat die Band diesen Stil mit dem Album Oath Bound bis zur Perfektion verfeinert und so ihr Opus Magnum abgeliefert. Zudem verfügt das Album über ein sehr schönes und vor allem perfekt zur Stimmung passendes Cover. Die Schallplatte sieht in meiner Sammlung schon wirklich schick aus 😉

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Released: 31.03.2006
Genre: Atmospheric Black Metal
Länge: 69:08 Minuten
Sprachen: Englisch, Schwarze Sprache
Label:  Napalm Records

Anspieltipps: Might and Glory und Land of the Dead